Deutschland- und Frauenachter verlieren gegen China - Frauen-Doppelvierer stark

von Oliver Palme, Pressesprecher
09.05.2008 - 19:12 Uhr

Der Deutschland-Achter vor dem Start.

China in Führung.

Der Frauenachter beim Start.

Auf dem Ruder-Weltcup auf der olympischen Regattastrecke in München-Oberschleißheim haben die deutschen Ruderinnen und Ruderer am zweiten Tag der Vorrennen den gelungenen Auftakt fortgeführt. Einzig der Deutschland-Achter und der Frauenachter mussten sich den starken Chinesen geschlagen geben. Der Deutschland-Achter  fuhr mit knapp einer Länge Rückstand hinter den Gastgeber der Olympischen Spiele von 2008 ins Ziel. "Uns fehlt noch das Stehvermögen, aber nach 10 Tagen Training kann man noch keine Wunderdinge erwarten." Dieter Grahn. Der Frauenachter hatte schon früh die Geschwindigkeit verringert, um Kraft für den morgen auszufahrenden Hoffnungslauf zu sparen.

DRV-Sportdirektor Michael Müller: "Gelungener Auftakt"

In den anderen Bootsklassen setzten sich die deutschen Boote, bis auf Sophie Dunsing (Berlin) und Stephanie Schiller (Potsdam) im Frauen-Einer, in den Hoffnungsläufen durch und starten morgen in den Halbfinals. Der Frauen-Doppelvierer mit Kathrin Boron, Juliane Domscheid (beide Potsdam), Manuela Lutze (Magdeburg) und Britta Oppelt (Berlin) überzeugte mit einer starken Leistung gegen die ebenfalls stark auftrumpfenden Chinesinnen und holte sich den direkten Einzug in das A-Finale am Sonntag. Der Sieg in 7:03,60 min knapp 1 Sekunde vor den Chinesinnen war auch Tagesbestzeit. "Das war ein gelungener Auftakt, es ist erfreulich, dass sich die neu gebildeten Boote gut gezeigt haben. Die beiden Achter müssen sich steigern, der Deutschland-Achter musste sich einem sehr starken chinesischen Achter geschlagen geben. Der Frauenachter hatte deutliche Bahnnachteile, jetzt warten wir erst mal die morgigen Rennen ab. Der Frauen-Doppelvierer ist ein starkes Rennen gerudert. In den anderen Bootsklassen müssen wir in den Halbfinals die Leistungen bestätigen", so DRV-Sportdirektor Michael Müller.

Ab 10:00 Uhr geht es in die Halbfinals

11 deutsche Boote gehen morgen in die Halbfinals, beide Achter und der leichte Zweier ohne müssen in die Hoffnungsläufe.  Die Halbfinals starten morgen mit den leichten Frauen-Einern um 10:00 Uhr.

Tickets für Paralympics werden morgen ausgerudert

Daniel Sturm (Halle) konnte sich heute im Handicap-Einer (AM1x) mit einer tollen Leistungssteigerung für das Finale qualifizieren, wo er um einen der drei Plätze für die Paralympics rudert. Auch Harald Wimmer (ARC Würzburg) und Sieglind Köhler (DRC Hannover) gehören im Handicapzweier (TA2x) nach ihrem Vorlaufsieg in 4:55,40 min zu den Aspiranten für ein Ticket nach Beijing. Die entscheidenden Rennen finden morgen um 9:10 Uhr (AM1x) und 9:20 Uhr (TA2x) statt.