Bundesweite Aktionswoche der DRJ: Bitterfeld mit verheißungsvoller Auftaktveranstaltung
„Warum haben sie eigentlich so laute und fetzige Musik?“, war für einen Sportjournalisten der Mitteldeutsche Zeitung eine für ihn sicherlich berechtigte Frage, kannte er Rudern von Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen bislang nur aus dem Fernsehen. Wieviele der insgesamt 472 der im Rahmen des Aktionstages geruderten Kinder er früher oder später als Olympiasieger, Weltmeister oder anderen Sportgroßveranstaltungen im TV wieder sehen wird, kann man am heutigen Tag natürlich nicht sagen, aber „mich riefen schon die ersten Eltern auf dem Weg nach Hause an und fragten mich nach Trainingszeiten“, so der Landesjugendleiter und Trainer im GRCB, Klaus Schindler.
Eigene Erwartungen übertroffen
Bei der großen Ankündigung im Vorfeld und der damit verbundenen Erwartungshaltung war es kein geringerer als der Landrat der Region Anhalt-Bitterfeld Uwe Schulze persönlich, der gemeinsam mit Schulleiter Eckhard Appenrodt den Bundesweiten Aktionstag am Walter-Rathenau-Gymnasiums eröffnete. Sie beide waren es dann auch, die mit ihren ersten Ruderschlägen den Startschuss für das 4-Stunden-Rennen gaben, bei dem rund 200 Schüler/-innen auf einem Ergo vier Stunden lang um eine erste, bundesweite Bestmarke ruderten. 54,8 virtuell geruderte Kilometer standen als beachtliches Ergebnis und ersten Spitzenwert beim „Ruder-Marathon“ der Ruder-Neulinge aus der Mittel- und Oberstufe zu buche.
Talentscout on Tour
Noch mehr im Fokus standen für die Presse und einen anwesenden Regionalsender jedoch die Kinder der 5. bis 8. Klasse. Und für einen dabei ganz besonders: Peter Opitz. Der Talentscout der Ruderjugend Sachsen-Anhalt vermittelte perspektivreiche Talente an den GRCB und motivierte sie, es mit dem Rudersport zu versuchen und ein Angebot zum Schnuppertraining wahrzunehmen.
Aktuelle Charts und mitreißende Bassklänge
Gerudert wurde auf den zehn Wettkampfergometern vor Großleinwand nicht ausschließlich um die schnellste Zeit. Manchmal waren es auch einfach nur die aktuellen Charts und die mitreißenden Bassklänge aus wummernden Musikboxen in der Sporthalle des Europagymnasiums, die bei den Kindern für Begeisterung sorgten und Laola-Wellen entstehen ließen, während die Mitschüler ihr Bestes gaben. Ausgestattet mit Teilnehmerkärtchen der Ruderjugend Sachsen-Anhalt starteten die Kinder in den jeweils klasseninternen Duellen und ermitteln die Gewinner, die sich nicht nur über Trainingsgutscheine, sondern auch über Präsente der Deutschen Ruderjugend freuten.
Fußball spielen kann man überall...
...Rudern hingegen kann man erst seit drei Jahren auf der zu großen Teilen im Sommer 2002 durch die während des Jahrhundert Hochwassers gefluteten Goitzsche. Demzufolge waren die Kinder sehr von der weitestgehend unbekannten Sportart angetan und ließen sich offen auf das „Abenteuer Rudern“ ein. Nach dem Motto „Auch die Pauker müssen ran“ versuchten sich im Anschluss auch die Lehrer in einem Einzelrennen und begaben sich auf die Suche nach der perfekten Rudertechnik.
Der Erfolg gebührt der Mannschaft
Ein Aktionstag dieser Intensität ist ohne die vielseitige personelle Unterstützung nicht denkbar. „Ich möchte mich vor allem bei meinem engagierten und motivierten Team ganz herzlich bedanken und schließe dabei ich natürlich auch die Deutsche Ruderjugend ausdrücklich mit ein. Die DRJ ist mit einem großen Schritt auf die Vereine zugegangen und hat ihre Unterstützung bei der praktischen Umsetzung angeboten.“
Fazit:
Die Erwartungen wurden erfüllt. Nein, sie wurden sogar etwas übertroffen. Denn bei der Auftaktveranstaltung zur Bundesweiten Aktionswoche handelt es sich nicht im eine Traditionsveranstaltung, sondern um eine absolute Premiere. Eine komplette Schule ist am spätestens seit dem heutigen Tag vom Rudersport begeistert, obwohl die Ausübung auf der Goitzsche in Bitterfeld erst seit der Gründung vor drei Jahren möglich ist. Die bei der Umsetzung des Projektes gemachten Erfahrungen werden in die Arbeit der Ruderjugend Sachsen-Anhalt einfließen. Das Ziel, mit diesem Pilotprojekt weitere Vereine im „Bundesland der Frühaufsteher“ zu motivieren, wird sicherlich das Ziel. Für die Kooperation mit dem Europagymnasium war es ein großer Schritt in eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Und auch der Journalist der Mitteldeutschen Zeitung wird von nun weiter über das Rudern und die Entwicklung des GRCB berichten.
- Links:
- www.grcb.de













