Deutschland-Achter fordert Weltmeister Kanada
Doppelte Revanche auf der Duisburger Wedau: Bei der Internationalen Regatta fordert der Deutschland-Achter den amtierenden Weltmeister Kanada gleich zweimal heraus. Bei dem mit Spannung erwarteten ersten Vergleich nach der WM 2003 in Mailand nutzt Dieter Grahn zugleich die Gelegenheit zum Experimentieren.
Der Bundestrainer wird an beiden Wettkampftagen, in denen jeweils Vorlauf und Finale gefahren werden, unterschiedliche Besetzungen an den Start bringen. „So kann ich mir einen letzten Überblick verschaffen, um die Entscheidung zu treffen, wer wo sitzt“, sagte Grahn. In den Samstag-Rennen gibt er Andreas Penkner und Jochen Urban eine Wettkampfchance, die er erst vor drei Wochen in der Trainingsgruppe des A-Kaders befördert hatte. Wen der Bundestrainer am Sonntag einsetzen wird, will er kurzfristig entscheiden.
Wie der Deutschland-Achter bekommt es auch der Ruhr-Vierer mit den Kanadiern zu tun, ebenfalls Weltmeister von Mailand. Der deutsche Vierer wird im Hinblick auf den wenige Tage später stattfindenden Weltcup in München (27.-29. Mai) aber nur am Sonntag starten. Im Gegensatz zum Weltcup in Poznan, wo Sebastian Thormann und Philipp Stüer die Rollsitze tauschten, wird die Crew wieder in altbewährter Reihenfolge im Boot sitzen. Gesundheitliche Probleme hatte Paul Dienstbach, der aufgrund von Rückenproblemen erst am vergangenen Samstag wieder ins Training einsteigen konnte.
In der Weltmeister-Besetzung tritt der Frauen-Achter wieder an: Die lange ausgefallene Maja Tucholke nimmt ihren Platz im Boot ein. „Sie hat sich heran gearbeitet und braucht jetzt Kilometer im Großboot“, sagte Bundestrainer Ralf Holtmeyer. Hauptkonkurrent ist auch hier Kanada, WM-Dritter 2003. Im Zweier ohne Steuerfrau schickt Holtmeyer die drei Boote ins Rennen, die sich Hoffnungen auf Olympia-Ticket machen: Maren Derlien/Sandra Goldbach, Mandy Emmrich/Bettina McIntyre und Manuela Zander/Kerstin Naumann. „Eine Entscheidung werde ich zeitnah treffen“, meinte Holtmeyer.
Deutschland-Achter (1. Finale: Samstag, 15.30 Uhr): Sebastian Schulte (RG Wiesbaden-Biebrich), Stefan Koltzk (SV Oderhort), Andreas Penkner (RC Undine Radolfzell), Jochen Urban (Crefelder RC), Ulf Siemes (RV Oberhausen), Thorsten Engelmann (RC Tegel Berlin), Jörg Dießner (Dresdner RC), Enrico Schnabel (Dresdner RC) und Steuermann Peter Thiede (RC Hansa Dortmund).
Deutschland-Achter (2. Finale: Sonntag, 15.20 Uhr): Besetzung wird nach dem Samstag-Rennen bekannt gegeben.
Vierer ohne Steuermann (2. Finale: Sonntag, 14.40 Uhr): Sebastian Thormann (RG Wertheim), Paul Dienstbach (Gießener RG), Philipp Stüer (RV Münster) und Bernd Heidicker (RV Emscher Wanne-Eickel).
Frauen-Achter (1. Finale: Samstag, 15.20 Uhr; 2. Finale: Sonntag, 15.10 Uhr): Elke Hipler (RG Angaria Hannover), Anja Pyritz (RV Saarbrücken), Maja Tucholke (RV Triton Leipzig), Britta Holthaus (Kettwiger RG), Susanne Schmidt (RC Tegel Berlin), Nicole Zimmermann (Rostocker Ruderclub), Silke Rünther (RG Rotation Berlin), Lenka Wech (RV Saarbrücken) und Steuerfrau Annina Ruppel (RV Emscher Wanne-Eickel).
Zweier ohne Steuerfrau (1. Finale: Samstag, 13.40 Uhr; 2. Finale: Sonntag, 13.30 Uhr): Maren Derlien (RG Hansa Hamburg) und Sandra Goldbach (Dresdner RC), Mandy Emmrich (Dresdner RC) und Bettina McIntyre (Frauen-RV Freiweg Frankfurt) sowie Manuela Zander (RV Kurhessen-Cassel) und Kerstin Naumann (Dresdner RC).
