Empfindlicher Rückschlag

von Carsten Oberhagemann
23.05.2004 - 09:45 Uhr

Empfindlicher Rückschlag für den Deutschland-Achter: Bei der Internationalen Wedau-Regatta in Duisburg musste sich das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) dem kanadischen Weltmeister-Achter deutlich geschlagen geben.

 

Im gestrigen Finale kam der deutsche Achter aus Dortmund – diesmal mit Klaus Rogge auf Schlag – mit zwei Längen Rückstand auf die scheinbar unerreichbaren Kanadier ins Ziel. „Das Loch ist zu groß. So kann es nicht bleiben“, sagte Bundestrainer Dieter Grahn, der die personelle Zusammensetzung des Achters noch einmal tiefgehend überdenken will.

 

Grahn „fehlte die Schlagaggressivität“

 

Keine Formation konnte ihn an diesem Test-Wochenende an der Wedau überzeugen. Weder mit den Nachwuchs-Ruderern Andreas Penkner und Jochen Urban beim Pflichtsieg am Samstag über Polen, noch mit Johannes Doberschütz und Klaus Rogge als Schlagmann gestern. „Wir sind nicht den entscheidenden Schritt nach vorne gekommen“, sagte Bundestrainer Dieter Grahn. Und selbst die Hereinnahme der Ruderer aus dem Vierer ohne Steuermann in den Deutschland-Achter wies er gestern kurz nach dem Rennen nicht mehr von der Hand. „Ausschließen kann man nichts mehr.“ Denn auch der Vierer fuhr deutlich hinter seinen Möglichkeiten hinterher und kam mit zwei Längen Rückstand auf die starken Jungs aus Kanada ins Ziel. „Mir fehlte die Schlagaggressivität – auch beim Vierer“, so Grahn. Als drittes Boot im Vierer-Rennen kamen Michael Ruhe, Jan Martin Bröer, Matthias Bröer und Arne Landgraf mit acht Sekunden Rückstand auf Kanada ins Ziel.

 

Einen Pflichtsieg hatte der Deutschland-Achter tags zuvor gefeiert, als der kanadische Achter einen Start kurzfristig abgesagt hatte. Der Achter mit Enrico Schnabel auf Schlag gewann mit einer Dreiviertel Länge Vorsprung gegen Polen. Ein erfolgreiches Debüt im Achter feierten dabei Andreas Penkner und Jochen Urban, denen Bundestrainer Dieter Grahn eine Wettkampfchance gab.