DRV-Flotte startet in die Weltcup-Saison

Neue Mannschaften suchen den internationalen Vergleich; deutsch-deutsches Duell im Männer-Einer

von Cora Zillich, DRV-Pressesprecherin
24.05.2005 - 11:27 Uhr

Vom 26. bis 28. Mai 2005 startet die Flotte des Deutschen Ruderverbandes (DRV) auf der Regattastrecke in Eton (GBR) in die Weltcup-Saison 2005. Im internationalen Vergleich trifft die Weltruderelite erstmals auf dem Dorney Lake, der Wettkampfstrecke der Weltmeister-schaften 2006, aufeinander. Rund 500 Athleten aus 39 Nationen gehen dort in 217 Booten an den Start. Die Finalrennen finden am Samstag, 28. Mai 2005, von 10:15 – 13:45 (BST) Uhr statt . Eton ist die erste von drei Weltcup-Regatten. Weitere Stationen der BearingPoint Weltcup Serie sind München (17. – 19. Juni) und Luzern, Schweiz (8. – 10. Juli).

Mit 27 Athleten stellt der DRV hinter Gastgeber Großbritannien das zweitgrößte Aufgebot in Eton. Letztes Jahr führte Deutschland die Weltcup-Punktetabelle mit 189 Punkten vor Großbritannien (92 Punkte) und Italien (80 Punkte) an und dominierte die Serie die vergangenen sieben Jahre. Daran soll sich auch in diesem Jahr nichts ändern, auch wenn im nach-olympischen Jahr eine starke Verjüngung der Mannschaft stattgefunden hat und neue Teamkonstellation von erfahrenen und neu herankommenden Athleten getestet werden.

Mit 53 Olympischen Medaillenträgern aus Athen präsentiert Eton ein prominentes Teilnehmerfeld. Aus deutscher Sicht tragen Goldmedaillengewinnerin Kathrin Boron (Potsdam), die in Eton im Einer an den Start geht, sowie Britta Oppelt (Berlin) und Daniela Reimer (Potsdam) – beide Silbermedaillengewinnerinnen aus Athen – zu dieser Erfolgs-statistik bei. Britta Oppelt wird mit der olympischen Ersatzfrau Christiane Huth (Potsdam) in Eton einen Doppelzweier testen. Im Leichtgewichts-Frauen-Doppelzweier treten Daniela Reimer und Marie-Louise Dräger, WM-Siegerin 2003 in dieser Bootsgattung, die Nachfolge von Medaillengarantin Claudia Blasberg (Dresden) an, die ihre Karriere nach Athen unterbrochen hat. Aufstrebende Athletinnen aus dem letztjährigen U23-Team runden das Aufgebot von Erfolgstrainerin Jutta Lau bei diesem ersten Weltcup in 2005 ab.

Im Männer Skullbereich hat Männer-Doppelvierer Schlagmann Robert Sens (Berlin) seine Ambitionen auf den Einer angemeldet und fordert Marcel Hacker (Frankfurt) erstmalig auf internationalem Parkett zum Duell heraus. Das mit 25 Booten stark besetzte Einerfeld ist zudem ein willkommener Gradmesser für die internationale Leistungsfähigkeit der beiden deutschen Athleten. In Abstimmung mit Sportdirektor Michael Müller sind der Doppelzweier und der Doppelvierer in Eton nicht am Start. Bundestrainer Lothar Trawiel nutzt das Wochenende für die interne Mannschaftsselektion und wird erst wieder beim Weltcup-München am Start sein.

Gleiches gilt in Teilen für den Frauen- und Männer-Riemenbereich. Bei den Frauen ist in Eton ausschließlich der Zweier-ohne am Start. Mit Johanna Rönfeldt (Hamburg) und Christina Gerking (Team Nord-West /Leer) treten zwei junge Nachwuchsathletinnen und die amtierenden U23-Weltmeisterinnen in dieser Bootsgattung an. 15 Boote aus zehn Nationen, u.a. aus Australien, China, Großbritannien und Rumänien ermöglichen hier eine frühzeitige Standortbestimmung.

Im Männer-Riemenbereich vertritt ebenfalls der Männer-Zweier-ohne sowie der neu formierte Deutschlandachter um Schlagmann Andreas Penkner (Radolfzell) die deutschen Farben in Eton. Nach ersten Erfolgen bei der Hügelregatta in Essen bietet das sechs Bootefeld mit Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Polen und Rumänien Gelegenheit zu einem ersten internationalen Kräftemessen der neuen Achter-Formation. 

Den Zeitplan sowie die Aufstellung der deutschen Mannschaft finden Sie im Anhang oben rechts unter dem DRV-Logo.

Vor Ort steht Ihnen für Fragen Sportdirektor Michael Müller (+49 160 471 5366) zur Verfügung.

Dateien:
Anlage_1.xls21 K
Anlage_2.pdf16.8 K