Deutschland-Achter landete Befreiungsschlag - Start-Ziel-Sieg in Eton

Eins, zwei, drei und hinein: Ein kaltes Bad bereitete die Achter-Crew ihrem Steuermann Peter Thiede.

Die erfolgreiche Crew von Eton hatte gut Lachen: Jochen Urban (von links), Andreas Penkner, Ulf Siemes, Sebastian Schulte, Thorsten Engelmann, Jan Martin Bröer, Jan Tebrügge, Stephan Koltzk und (vorne) Peter Thiede.

Da rissen sie ihre Arme hoch: Der siegreiche Deutschland-Achter nach der Zieldurchfahrt.
Wind kam auf am Finaltag beim Weltcup-Auftakt in Eton. Der Deutschland-Achter zeigte sich stabil und ließ sich nicht vom Erfolgsweg abbringen. Das deutsche Ruder-Flaggschiff kam bei seinem souveränen Start-Ziel-Sieg mit zwei Sekunden Vorsprung in 5:43,30 Minuten vor den Großbooten aus Italien und Großbritannien ins Ziel.
Besonders Schlagmann Andreas Penkner spürte den Druck, der vor dem ersten Weltcup-Finale im Achter auf ihm wie auch auf den beiden anderen Neulingen an Bord, Jan Tebrügge und Jochen Urban, lastete. „Wir sind aber so schnell am Start weggekommen, das war sehr befreiend“, sagte Penkner sichtlich erleichtert. Den Vorsprung, den sich seine Crew zu Beginn herausgearbeitet hat, konnte sie trotz mehrerer Angriffe der Italiener stets aufrecht erhalten. Im Ziel war es schließlich eine Dreiviertel-Länge bzw. zwei Sekunden.
Nach diesem Befreiungsschlag reckten die Athleten ihre Arme in die Höhe, Penkner stieg sogar aus seinem Rollsitz und umarmte den hinter ihm sitzenden Thorsten Engelmann. Eine besondere Überraschung hatte die Crew schließlich nach der Siegerehrung für ihren Steuermann parat. Peter Thiede durfte nach diesem besonderen Rennen Bekanntschaft mit dem kalten See machen. „Das war eine nette Erfrischung“, schmunzelte Thiede und fügte hinzu: „So ein Sieg macht glücklich.“
Die europäischen Nationen - außer Frankreich (nächste Woche Gegner des Deutschland-Achters bei der Einladungsregatta in Paris) – hat das deutsche Flaggschiff in Eton bezwungen. Fraglich ist, ob man auf die starken Überseenationen aus den USA, Kanada und Australien überhaupt vor den Weltmeisterschaften in Gifu trifft. „Ich glaube nicht, dass sich die USA vor Japan blicken lässt“, sagte Ulf Siemes, der andererseits aber sicher ist: „Jetzt wissen sie, wie stark wir sind. Sie müssen sich an uns orientieren.“
Achter: 1. Jochen Urban, Sebastian Schulte, Stephan Koltzk, Ulf Siemes, Jan Tebrügge, Jan Martin Bröer, Thorsten Engelmann, Andreas Penkner, Steuermann Peter Thiede 5:43,30, 2. Italien 5:45,29, 3. Großbritannien 5:47,24, 4. Niederlande 5:48,86, 5. Rumänien 5:51,94, 6. Polen 5:55,26.
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