Weltcupfinale der Ruderer in Luzern

DRV Flotte strebt nach Weltcupsieg; Neuformationen am Start


Am kommenden Wochenende vom 8. - 10. Juli 2005 trifft sich die Weltruderelite auf dem Luzerner Rotsee. Mit mehr als 700 Athleten aus 42 Nationen weist der dritte und finale BearingPoint Ruder-Weltcup eine Rekordbeteiligung in der Weltcup-Serie 2005 auf. In den vierzehn Weltcup bzw. olympischen Rennen sowie den acht nicht-olympischen Rennen gehen 280 Mannschaften auf dem legendären „Göttersee“ an den Start. Der Deutsche Ruderverband (DRV) stellt dabei die größte Mannschaft. Mit 25 Mannschaften in 17 Bootsklassen ist der Weltcup-Führende DRV Favorit für den Weltcup-Gesamtsieg 2005 – dicht gefolgt von der Mannschaft aus Großbritannien. Die Finalrennen finden am Sonntag, 10. Juli 2005, von 9:00 bis 15:45 Uhr, statt.

Die besten Ruderinnen und Ruderer sind in Luzern am Start. Dort haben die Nationen die letzte Chance zum internationalen Leistungsvergleich vor den Weltmeisterschaften in Gifu, Japan , Ende August. 26 asiatischen Mannschaften aus Hong Kong, Korea, China und Japan weisen auf den zielgerichteten Aufbau starker asiatischer Ruderteams in Richtung Weltmeisterschaften in Japan sowie der Olympischen Spiele in Peking hin. Darüber hinaus ist die internationale Ruderszene in der nacholympischen Saison von Mannschaftsumbauten in den Großbooten und Experimentierfreude geprägt. Auch der DRV hat in Luzern zahlreiche neue Mannschaftskonstellationen im Test um die schlagkräftigste Kombination auf dem Weg nach Japan am Start.

Dies trifft vor allem für den Skullbereich zu. Im Frauen-Doppelzweier steigt die olympische Silbermedaillengewinnerin in dieser Bootsklasse, Peggy Waleska (Dresden), mit der U23-Weltmeisterin im Einer, Magdalena Schmude (Berlin), ins Boot. Die neuseeländischen Olympiasiegerinnen und die Weltcupführenden Bulgarinnen sind hier die internationale Messlatte. Im Doppelvierer sucht die Neuformation der Potsdamerinnen Josephine Wartenberg, Christiane Huth, Stephanie Schiller mit Britta Oppelt (Berlin) – Silbermedaillengewinner von Athen – den internationalen Vergleich. Nach ihrem dritten Platz beim Weltcup in Eton im Mai, geht Olympiasiegerin Kathrin Boron (Potsdam) in Luzern wieder im Einer an den Start.

Auch im Männerdoppelvierer gab es eine Neubesetzung. Robert Sens (Berlin) kehrt nach seinem Ausflug in den Einer in das Mannschaftsboot zurück. René Bertram (Magdeburg), Karsten Brodowski (Potsdam), Marco Geisler (Ratzeburg) sind in Luzern seine Teamkollegen. Bereits gefunden scheint die stärkste Kombination im Doppelzweier mit Christian Schreiber (Halle) und Renè Burmeister (Rostock). Sie wollen an ihren Erfolg beim Weltcup in München anknüpfen.

Damit ist im Einer national der Weg frei für Marcel Hacker (Frankfurt). In der internationalen Betrachtung kommt es im Wettkampf um den prestigeträchtigen Sieg auf dem Göttersee zum entscheidenden Duell zwischen Weltcupleader Hacker und dem nur um einen Punkt zurückliegenden Ondrej Synek aus Tschechien . Beide weisen in ihrer Saison-Bilanz je einen Weltcup-Sieg aus. Neben Synek ist der Neuseeländer und Zweitplatzierte von München, Mahe Drysdale, der Neueinsteiger der Saison. Aber auch Olympiasieger Olaf Tufte ist in dem mit 26 Booten stark besetzen Feld der Individualisten nicht zu unterschätzen.

Im Riemenbereich ist der Männer Vierer-ohne Steuermann in Neubesetzung am Start. Nach weiteren nationalen Selektionen suchen Sebastian Thormann (Wertheim), Gregor Hauffe (Leverkusen), Hanno Wienhausen (Mühlheim) sowie Schlagmann Michael Ruhe (Hameln) nach einer internationalen Standortbestimmung. Unverändert bleibt die Mannschaft des Deutschlandachters. Nach seinem Sieg gegen den britischen Achter auf der Royal Henley Regatta am vergangenen Wochenende, tritt dieser im Feld von acht Booten u.a. gegen die Sieger von München, Italien , an. In einer Saison-Premiere geht in Luzern ebenfalls der neue australische Achter ins Rennen.

Im Frauen-Achter weisen zwei chinesische Boote auf die weit reichenden Kapazitäten im Land der Olympischen Spiele 2008 hin. Luzern ist dabei nur eine Etappe. Neben den Asiatinnen, die bereits Sieger des Weltcups in Eton waren, bieten die Niederländerinnen mit sechs Bronzemedaillengewinnerinnen von Athen den gewünschten Leistungsvergleich für das deutsche Boot. Dieses ist in diesem Jahr mit einer jungen Mannschaft von fünf U23-Ruderinnen am Start.

Die Aufstellung der deutschen Nationalmannschaft für Luzern sowie das Meldeergebnis und den Zeitplan finden Sie hier. Auf den Internetseiten des Weltruderverbandes FISA www.worldrowing.com werden zudem Live-Rennergebnisse bereit gestellt.

Für weitere Fragen steht Ihnen vor Ort die DRV-Pressesprecherin Cora Zillich zur Verfügung (0174 3222 528).

Dateien:
DRVTeam_Luzern.xls44 K
Zeitplan_Luzern.xls60 K