Achter triumphiert auf dem Rotsee

  • Da rissen sie die Arme hoch: Der Deutschland-Achter bezwang das italienische Großboot.
Echter "Männer": Jochen Urban (oben von links), Sebastian Schulte, Stephan Koltzk, Jan Martin Bröer, Andreas Penkner, Jan Tebrügge, Ulf Siemes und Thorsten Engelmann. In der Mitte: Steuermann Peter Thiede.

Kraftvoll: der Deutschland-Achter.

    Da rissen sie die Arme hoch: Der Deutschland-Achter bezwang das italienische Großboot.

  • Da rissen sie die Arme hoch: Der Deutschland-Achter bezwang das italienische Großboot.
Echter "Männer": Jochen Urban (oben von links), Sebastian Schulte, Stephan Koltzk, Jan Martin Bröer, Andreas Penkner, Jan Tebrügge, Ulf Siemes und Thorsten Engelmann. In der Mitte: Steuermann Peter Thiede.

Kraftvoll: der Deutschland-Achter.

    Echter "Männer": Jochen Urban (oben von links), Sebastian Schulte, Stephan Koltzk, Jan Martin Bröer, Andreas Penkner, Jan Tebrügge, Ulf Siemes und Thorsten Engelmann. In der Mitte: Steuermann Peter Thiede.

  • Da rissen sie die Arme hoch: Der Deutschland-Achter bezwang das italienische Großboot.
Echter "Männer": Jochen Urban (oben von links), Sebastian Schulte, Stephan Koltzk, Jan Martin Bröer, Andreas Penkner, Jan Tebrügge, Ulf Siemes und Thorsten Engelmann. In der Mitte: Steuermann Peter Thiede.

Kraftvoll: der Deutschland-Achter.
  • Da rissen sie die Arme hoch: Der Deutschland-Achter bezwang das italienische Großboot.
Echter "Männer": Jochen Urban (oben von links), Sebastian Schulte, Stephan Koltzk, Jan Martin Bröer, Andreas Penkner, Jan Tebrügge, Ulf Siemes und Thorsten Engelmann. In der Mitte: Steuermann Peter Thiede.

Kraftvoll: der Deutschland-Achter.

    Kraftvoll: der Deutschland-Achter.

von Carsten Oberhagemann
10.07.2005 - 14:47 Uhr

Der Deutschland-Achter hat die deutsche Fahne hoch gehalten: Beim Ruder-Weltcup auf dem Luzerner Rotsee hat das Flaggschiff den einzigen Sieg für den Deutschen Ruderverband errungen.

Steuermann Peter Thiede sprang auf, die Athleten um Schlagmann Andreas Penkner rissen die Arme in die Höhe – der Deutschland-Achter triumphierte in der Schweizer Bergwelt seit dem letzten Erfolg im Jahr 1998 endlich mal wieder. „Wir sind glücklich. Wir hatten das härteste Wettkampfprogramm aller deutschen Ruderer“, sagte Bundestrainer Dieter Grahn. Nach Essen, Eton und Henley vor einer Woche feierte der deutsche Achter den vierten Saisonsieg beim fünften Regattastart. Mit gut einer halben Sekunde Vorsprung gewann er das Duell gegen das italienische Großboot und damit auch die Weltcup-Wertung im Achter.

Das junge Team vom Dortmunder Stützpunkt setzte sich im Finallauf gleich am Start in Führung und behauptete diese über die gesamten 2.000 Meter. „Wir konnten unsere Sprints gut setzen und die Angriffe der Italiener abwehren“, sagte Thiede. Auch Schlagmann Andreas Penkner strahlte nach seiner Rotsee-Premiere über beide Ohren: „Das war ein perfektes Rennen.“ Zwar fehlten in Luzern noch die stark eingeschätzten Überseenationen wie USA und Kanada, doch als Europas Nummer eins in die Vorbereitung für die Weltmeisterschaften in Gifu/Japan zu gehen, gibt großes Selbstvertrauen. „Das war eine starke Duftmarke, unser Meisterstück kommt aber noch“, sagte Jochen Urban, mit 21 Jahren der jüngste im Achter und wie Penkner und Jan Tebrügge neu im Achter. Jedem einzelnen klopfte Dieter Grahn voller Anerkennung auf die Schultern: „Jetzt bist du ein Mann geworden.“

Achter, Finale: 1. Deutschland-Achter (Jochen Urban/Krefeld, Sebastian Schulte/Wiesbaden, Stephan Koltzk/Frankfurt/Oder, Ulf Siemes/Oberhausen, Jan Tebrügge/Osnabrück, Jan Martin Bröer/Hameln, Thorsten Engelmann/Berlin, Andreas Penkner/Radolfzell, Steuermann Peter Thiede/Dortmund) 5:27,32 Minuten, 2. Italien 5:27,95, 3. Polen 5:32,96, 4. Niederlande 5:33,89, 5. Grobritannien 5:38,22, 6. Frankreich 5:38,30.

Ungesteuerter Vierer wurde schließlich Neunter

Mit Platz neun musste sich schließlich der ungesteuerte Vierer mit Schlagmann Michael Ruhe zufrieden geben. Rang drei im B-Finale hinter Irland und Neuseeland – das war nicht das, was sich Dieter Grahn vorgestellt hat. „Der Mannschaft fehlt es, stabil das abzurufen, was sie kann. Wenn man bedenkt, dass sie erst 14 Tage zusammen trainiert, steckt aber Potenzial in ihr, wenn sie weiter konstant trainiert“, sagte der Bundestrainer. Insbesondere nach dem „ordentlichen“ Auftritt am Samstag im Halbfinale, als man auf den letzten 500 Metern das A-Finale verpasste, werde er hinsichtlich der WM-Nominierung vorschlagen, diese Crew mit nach Japan zu nehmen. Am Mittwoch soll das WM-Team vom Deutschen Ruder-Verband bekannt gegeben werden.

Vierer ohne Steuermann, B-Finale: 1. Irland 6:09,27 Minuten, 2. Neuseeland 6:11,41, 3. Deutschland (Sebastian Thormann, Gregor Hauffe, Hanno Wienhausen, Michael Ruhe) 6:11,89, 4. Schweiz 6:12,40, 5. Polen 6:14,85, 6. Slowenien 6:17,67.

Gesteuerter Vierer holt Gold - zeitgleich mit Italien

Ein sogenanntes „totes Rennen“ gab’s im Vierer mit Steuermann. Hier lieferte sich der Vierer mit Schlagmann Jörg Dießner ein bis zum letzten Schlag packendes Rennen mit dem italienischen Vierer. Zeitgleich auf die Hundertstel Sekunde kamen die beiden Boote ins Ziel und es gab Gold für beide Teams. Zwar wurden den Athleten vom Dortmunder Stützpunkt bei der Siegerehrung zunächst noch Silbermedaillen umgehängt, was hinterher aber schnell korrigiert wurde. Auch sie bekamen Rotsee-Gold. Dieter Grahn: „Dieses Boot war nach durchwachsenem Saisonverlauf lange unser Sorgenkind. Hier sehe ich aber ein großes Potenzial im Hinblick auf die WM.“ Schließlich ist der italienische Vierer in dieser Bootsklasse schon ein guter internationaler Maßstab, mit dem die Dießner-Crew nach dem Luzern-Resultat exakt auf Augenhöhe liegt.

Vierer mit Steuermann, Finale:
1. Italien und Deutschland (Toni Seifert, Matthias Flach, Johannes Doberschütz, Jörg Dießner, Steuermann Martin Sauer) 6:17,87 Minuten, 3. Niederlande 1 6:30,75, 4. Niederlande 2 6:32,03