Frauenachter holt Bronze auf dem Rotsee

  • Bronze-Medaillen-Gewinner: Der Frauenachter mit Sonja Ziegler (oben von links), Nora Wehrhahn, Nadine Schmutzler, Maren Derlien, Nicole Zimmermann, Silke Günther, Nina Wengert, Steuerfrau Annina Ruppel und Marlene Sinnig.

    Bronze-Medaillen-Gewinner: Der Frauenachter mit Sonja Ziegler (oben von links), Nora Wehrhahn, Nadine Schmutzler, Maren Derlien, Nicole Zimmermann, Silke Günther, Nina Wengert, Steuerfrau Annina Ruppel und Marlene Sinnig.

  • Bronze-Medaillen-Gewinner: Der Frauenachter mit Sonja Ziegler (oben von links), Nora Wehrhahn, Nadine Schmutzler, Maren Derlien, Nicole Zimmermann, Silke Günther, Nina Wengert, Steuerfrau Annina Ruppel und Marlene Sinnig.
von Carsten Oberhagemann
10.07.2005 - 14:46 Uhr

Für die meisten Ruderinnen aus dem Riemen-Kader war's ihre erste Rotsee-Regatta, insbesondere die fünf aus dem Frauenachter werden sie in guter Erinnerung behalten. Denn sie schafften beim Weltcup in Luzern mit dem Großboot vom Dortmunder Stützpunkt den Sprung aufs Treppchen: Platz drei hinter Sieger Rumänien und den Niederlanden sowie vor dem chinesischen U23-Achter und dem zweiten holländischen Achter.

„Wir müssen uns Schritt für Schritt verbessern. Luzern war einer in die richtige Richtung“, sagte Nicole Zimmermann, die Schlagfrau aus dem insgesamt stark verjüngte Frauenachter. Insbesondere der gegenüber dem Bahnverteilungsrennen am Tag zuvor stark verkürzte Abstand auf Platz eins und zwei gibt Anlass zu Hoffnung. Dreieinhalb Sekunden waren es auf Rumänien und knapp zwei Sekunden auf die Niederlande. In welcher Formation der Achter zu den Weltmeisterschaften in Gifu fahren wird, will Bundestrainer Ralf Holtmeyer im Trainingslager in St. Moritz entscheiden.

Frauenachter, Finale: 1. Rumänien 6:06,83 Minuten, 2. Niederlande 1 6:08,39, 3. Deutschland (Nadine Schmutzler, Nora Wehrhahn, Marlene Sinnig, Sonja Ziegler, Marenn Derlien, Nina Wengert, Silke Günther, Nicole Zimmermann, Steuerfrau Annina Ruppel) 6:10,34, 4. China 6:16,47, 5. Niederlande 2 6:23,68.

Rönfeldt krank - Zweier abgemeldet

Krankheitsbedingt musste der ungesteuerte Zweier sein Finalrennen heute morgen absagen. Johanna Rönfeldt hatte sich in der Nacht übergeben müssen, ein Start war nicht möglich. „Es ist ärgerlich. Denn hier hat alles gestimmt, die Bahn, der Wind. Wir hätten eine gute Chance gehabt, eine Medaille zu gewinnen. Aber ich kann es nicht ändern“, sagte Johanna Rönfeldt.

Vierer mit Gerking Zweiter

Da auch Mandy Emmrich aus dem Vierer Ähnliches widerfuhr, sprang Christina Gerking aus dem Zweier in diesem Boot auf der Bug-Position ein. Der Vierer belegte im Finale dreieinhalb Sekunden hinter China den zweiten Platz und verbesserte sich damit gegenüber dem Bahnverteilungsrennen am Tag zuvor um einen Rang. Sie schafften es diesmal, den britischen Vierer um knapp zwei Sekunden auf Distanz zu halten. „Ich hatte nicht gedacht, dass wir die Britinnen so klar schlagen. Wir sind konstanter gefahren als am Samstag“, sagte Wilma Dressel nach ihrer Rotsee-Premiere.

Vierer ohne Steuerfrau, Finale: 1. China 6:43,09 Minuten, 2. Deutschland (Christina Gerking, Wilma Dressel, Kerstin Naumann, Christiane Hölzel) 6:46,66, 3. Großbritannien 6:48,46, 4. Frankreich 6:56,82, 5. Australien 7:07,47