Halbfinale in Amsterdam

17 Boote im Finale: DRV-Flotte sichert sich nahezu alle Finalpätze


Bei den Finalrennen am Sonntag, 24. Juli 2005 gehen 17 von 19 Boote des Deutschen Ruderverbandes (DRV) an den Start. Eine hervorragende Bilanz für den DRV nach drei Wettkampftagen bei den U23-Weltmeisterschaften in Amsterdam.

Bereits sieben Boote des Deutschen Ruderverbandes (DRV) stehen seit den Vorläufen am Donnerstag und den Hoffnungsläufe am Freitag für die Finalrennen fest:

Frauen Zweier-ohne, Leichtgewichts Frauen Doppelzweier, Frauen Doppelvierer,, Leichtgewichts-Männer Zweier-ohne, Männer Vierer-ohne, Leichtgewichts Männer Doppelvierer sowie der Männer Vierer-mit Steuermann

Für das B-Finale qualifizierte sich der Frauen Vierer-ohne Steuerfrau.

Elf weitere Boote hatten die Chance, sich in den heutigen Halbfinalrennen weiter zu qualifizieren. Zehn Booten gelang dabei die Qualifikation für die Finale. Besonders überzeugen konnten dabei der Männer-Achter sowie der Leichtgewichts Männer Vierer-ohne. In diesen Bootsgattungen ist der DRV der amtierende Weltmeister. Mit ihren Siegen im Halbfinale machten diese Mannschaft ihren Anspruch zur Titelverteidigung deutlich. Der Leichtgewichts Männer-Einer war heute das einzige Boot, das den Weg ins B-Finale nehmen muß.

Die heutigen DRV-Halbfinalrennen im Überblick:
(detaillierte Rennverläufe stellt der Weltruderverband FISA unter www.worldrowing.com zur Verfügung)

NICHT-OLYMPISCHE BOOTSKLASSEN

Männer Vierer-mit Steuermann
Der Männer Vierer-mit Steuermann eröffnet den Tag für den DRV mit seinem Bahnverteilungsrennen. Platz zwei dabei für Ulli Frankenberger, Felix Feldhaus, Alexander Sredeski, Richard Nagel und Steuermann Arman Lahouti.
Samstag Finale (Bahnverteilung): ROM, GER, GBR, CRO, ITA, UKR

Leichtgewichts Frauen-Einer
Stephanie Wagner (Hanau) konnte bereits ihren Vorlauf gewinnen. Im Halbfinale gelingt ihr ein zweiter Platz und damit der Finaleinzug.
Ergebnis Halbfinale 1: GBR, GRE, NED, DEN, CAN, SLO
Ergebnis Halbfinale 2: SUI, GER, MDA, FRAU, HKG, ITA
Finalqualifikation: NED, GBR, NED, SUI, GER, MDA

Leichtgewichts Männer-Einer
Das größte Meldeergebnis zeigte der Leichtgewichts Männer-Einer mit 27 Meldungen bei dieser Regatta. Jonathan Koch (Gießen) gelang mit einem zweiten Platz im Vorlauf der direkte Einzug in das heutige dreiteilige Halbfinale. Hier mußte ein zweiter Platz her, um weiterzukommen. In einem packenden Endspurt wird es knapp der undankbare dritte Platz für den Deutschen und damit der Einzug in das B-Finale.
Ergebnis Halbfinale 1: GBR, IRL, PER, HKG, DEN, NOR
Ergebnis Halbfinale 2: NZL, ITA, UKR, SCG, CRO, GRE
Ergebnis Halbfinale 3: SVK, SLO, GER, MEX, TUR, RUS

OLYMPISCHE BOOTSKLASSEN

Frauen-Einer
Mit einem Vorlaufsieg konnte sich Sibylle Exner (Celle) direkt für das heutige Halbfinale qualifizieren. Nach etwas verhaltenen ersten 500m, gelingt es ihr, sich kontinuierlich nach vorne zu arbeiten. Mit einem zweiten Platz hinter der Polin Julia Michalska und vor der Neuseeländerin Emma Twigg erreicht sie den zweiten Platz und damit das Finale A.
Ergebnis Halbfinale 1: POL, GER, NZL, SUI, BLR LTZ
Ergebnis Halbfinale 2: LAT, AUT, SCG, ARG, HUN, FIN
Finalqualifikation: NZL,GER, POL, PAT, AUT, SCG

Männer-Einer
22 Boote im Männer-Einer. Als Sieger seines Vorlaufes am Donnerstag geht Martin Loßner (Leipzig) in das Halbfinalrennen. Auch hier überzeugt der Leipziger und gewinnt seinen Halbfinallauf mit 2,5 Sekunden Vorsprung. Im Finale trifft Loßner auf den Niederländer Sjoerd Hamburger, der ebenfalls direkt mit Vorlauf- und Halbfinalsieg ins Finale durchmarschiert und bereits beim Weltcup Luzern mit einem 6. Platz im Finale auf sich aufmerksam machen konnte.
Ergebnis Halbfinale 1: GER, LTU, ITA, MDA, NOR, BUL
Ergebnis Halbfinale 2: NED, RUS, LAT, SLO, GRE, EST
Finalqualifikation: ITA, LTU, GER, NED, RUS, LAT

Männer Zweier-ohne
Mit einem zweiten Platz im Vorlauf konnten Andreas Clausen (Hamburg) und Holger Brunzlaff (Halle) direkt in das Halbfinale einziehen. In einem hart umkämpften Rennen können sie sich mit einem dritten Platz den Finaleinzug sichern.
Ergebnis Halbfinale 1: POL, ESP, GER, ARG, TUR, LTU
Ergebnis Halbfinale 2: GRE, NED, SUI, SCG, RUS, CAN
Finalqualifikation: SUI, NED, GRE, POL, ESP, GER

Frauen Doppelzweier
Als zweitplatzierte im Vorlauf gelang Jeannine Hennicke (Potsdam) und Susanne Herbrand (Magdeburg) der direkte Einzug in das Halbfinale. Dort erreichten sie einen dritten Platz und damit den Startplatz für das morgige Finale.
Ergebnis Halbfinale 1: ITA, ROM, GER, NZL, HUN, NED
Ergebnis Halbfinale 2: AUS, USA, LTU, LAT, BLR, RUS
Finalqualifikation: GER, ROM, ITA, AUS, USA, LTU

Männer Doppelzweier
Deutlich mit sechs Sekunden Vorsprung hatten Falko Nolte (Potsdam) und Eric Knittel (Berlin) am Donnerstag ihren Vorlauf gewonnen. Im Halbfinale müssen sie sich den starken Italiener Matteo Stefanini und Frederico Gattinoni – Gattinoni konnte noch beim Weltcup in Luzern eine Bronzemedaille gewinnen – geschlagen geben. Der Finaleinzug ist ihnen damit jedoch gesichert.
Ergebnis Halbfinale 1: POL, GBR, FRA, GRE, BLR, CZE
Ergebnis Halbfinale 2: ITA, GER, EST, ROM, LTU, LAT
Finalqualifikation: FRA, GBR, POL, ITA, GER, EST

Leichtgewichts Männer-Doppelzweier
In einem Fotofinish konnten Kai Anspach (Koblenz) und Christoph Schregel (Crefeld) ihren Vorlauf gegen Portugal gewinnen. Im schnelleren von beiden Halbfinale reicht ihnen der dritte Platz hinter den Tschechen und den Niederländern, um die deutsche Flotte in den Finalrennen zu ergänzen.
Ergebnis Halbfinale 1: CZE, NED, GER, AUT, ITA, TUR
Ergebnis Halbfinale 2: CAN, POR, HKG, BEL, RUS, SLO
Finalqualifikation: HKG, POR, CAN, CZE, NED, GER

Leichtgewichts Männer Vierer-ohne Steuermann
Joel El-Qalqili (Berlin), Ole Rückbrodt (Hamburg), Felix Otto (Düsseldorf) und Lutz Ackermann (Osnabrück) sind die amtierenden U23-Weltmeister in dieser Bootsklasse. Ihren Anspruch, diesen Titel zu verteidigen, machten sie bereits mit dem schnellsten Vorlaufsieg der drei Läufe deutlich. Auch im Halbfinale lassen die Athleten von Trainerin Rita Hendes (Hamburg) nichts anbrennen und gewinnen mit rund 3,5 Sekunden vor Italien und Frankreich. Im Finale treten sie im Kampf um den Titel zudem gegen Griechenland, die Niederlande sowie die Schweiz an.
Ergebnis Halbfinale 1: GER, ITA, FRA, USA, CZE, AUT
Ergebnis Halbfinale 2: GRE, NED, SUI, ESP, CAN, AUS
Finalqualifikation: FRA, ITA, GER, GRE, NED, SUI

Männer Doppelvierer
Einen unglücklichen Start in diese Weltmeisterschaften hatte die Mannschaft des Männer-Doppelveierers mit Stefan Massanz (Berlin), Daniel Makowski (Hamburg), Simon Gawlik (Frankfurt) und Markus Kuffner (Vilshofen). Im Vorlauf mußte Ersatzmann Paul Schmitz (Köln) einspringen und den amtierenden Weltmeister in dieser Bootsklasse Stefan Massanz (Berlin) verletzungsbedingt ersetzen. Dann führte ein Skullbruch das Boot in den Hoffnungslauf, wo man jedoch wieder in Originalbesetzung an den Start ging. Mehr Glück dann im Halbfinale, wo sich die Mannschaft in einem couragierten Rennen mit Platz drei den Finaleinzug sicher konnte.
Ergebnis Halbfinale 1: POL, ROM, RUS, CZE, USA, LTU
Ergebnis Halbfinale 2: BLR, UKR, GER, FRAU, LAT, AUS
Finalqualifikation: GER, UKR, BLR, POL, ROM, RUS

Männer Achter
Überzeugend der Auftritt der Mannschaft im U23-Achter. Als amtierender Weltmeister in dieser Bootsklasse, konnte man bereits im Vorlauf einen starken Eindruck hinterlassen. Diesen bestätigt Mannschaft um Schlagmann Sebastian Schmidt (Mainz) mit Andre Slavik (Dresden), Florian Eichner (Halle), Daniel Holert (Geesthacht), Timm Baur (Berlin), Philipp Naruhn (Halle), Raimund Hörmann (Ulm), Philipp Hosch (Rostock) und Steuermann Peter Puppe (Osnabrück) auch im Halbfinale. Deutlich distanziert das DRV-Boot die Mannschaften aus Tschechien, Italien, Australien, Großbritannien und Estland.
Halbfinale 1: GER, CZE, ITA, AUS, GBR, EST
Halbfinale 2:
Finalqualifikation: ITA, CZE, GER