Das 3. Neuköllner Ruderfestival - Sternfahrt, Preissprint und „Die Silbernen Riemen von Berlin“

Die Damen der Rudergemeinschaft Angaria mit (Buschmann, Maike; Fuchs, Renate; Gerking, Christina; Bütenbänder, Melanie)

Im Vordergrund die Damen vom RC Tegel (Korge, Anna; Möller, Nadine; Wulff, Stefanie; Burmeister; Sina), in der Mitte ANAGRIA und dann das Boot vom Ruderklub am Wannsee. Im Hintergrund das Bootshaus der Rudergesellschaft WIKING.

Der Männer-Achter der Rudergesellschaft WIKING mit: Stm.: Torsten Kohlisch; Borchardt, Carsten; Hasse, Martin; Hirschfelder, Hendrik; Erdmann, Lars; van Daak,Ralf-Jürgen; Utesch, Volker; Schulze; Christian; Schäfer, Thomas

Der Männer-Achter des Ruderklub am Wannsee mit: Stm.: Petri, Nicola; Mendyla, Julian; Brokat, Christain; Lichtschlag, Linas; Bohenkamp Hendrik; Ueck, Sven; Brunzlav, Holger; Sredzki, Alexander; Weis Martin

Unser Markenzeichen

Volker Utesch und Ralf Jürgen van Daak legen sich für die Wikinger in die Riemen.

Der Hamburger und Germania, RC Tegel und Spandauer "Friesen" beim Preissprint, im Hintergrund Sternfahrer am anlegen.

Die Siegreichen Damen vom Ruderklub am Wannsee mit: Schmude, Magdalena; Goldstein, Arleen; John, Gertchen; Petri, Nicola

Reges Treiben an der Wasserbar bei der Treptower Rudergesellschaft.
Am ersten Oktober Wochenende fand bei der Rudergesellschaft Wiking das dritte Neuköllner Ruderfestival statt. Ziel dieser Rudersportveranstaltung ist es, die Ruderfamilien aus Breitensport und Leistungssport zusammenzuführen. Unter dem Motto „Rudern ist Familiensport“, gab es für die Kleinsten eine Hüpfburg, sowie kulinarische Köstlichkeiten für alle, außerdem ließen heiße Jazz-Rhythmen am Nachmittag und Soulmusik am Abend Wander- und Rennruderer das Tanzbein bis in die Nacht schwingen.
Die Sternfahrt zum WIKING gehört seit über 40 Jahren für ca. 1000 Wanderfahrer zum festen Termin im Herbstkalender. Nur an diesem Wochenende dürfen Ruderboote „Ab durch die Mitte“ in Berlin am Reichstag und der Museumsinsel vorbei rudern. In diesem Jahr gab es eine Premiere, denn erstmals durften auch Achter die Spree befahren. Über die Mühlendammschleuse durch die Oberbaumbrücke hindurch wurden die Ruderer an den Allianz Gebäuden zu den WIKINGERN geführt.
In diese Allianz Gebäude, den so genannten Treptowers, luden die Gastgeber traditionell alle teilnehmenden Vereine, Repräsentanten aus den benachbarten Rudervereinen und Vertreter der Sponsoren auf die oberste Etage zum Empfang am Freitagabend ein. Von dort konnten alle Teilnehmer die wundervolle Atmosphäre Berlins genießen und sich kulinarisch auf den nächsten Rudertag vorbereiten. Neben der Wohnungsbaugesellschaft DEGEWO, der Funk-Gruppe und der Microsoft Deutschland GmbH unterstützten erneut viele Berliner Unternehmen die Veranstaltung.
Der Tag begann für die Ruderer mit dem Sportlerfrühstück, dann wurden die Achter und Vierer zu Wasser gelassen, nachdem die Fotografen Mannschaftsfotos geschossen hatten.
Der 5440m lange Kurs wurde unter der Brücke zur Insel der Jugend in Berlin Treptow gestartet. Bei den Silbernen Riemen gilt der Modus, dass die Boote mit der höchsten Startnummer zuerst auf die Strecke geschickt werden. So ergab sich, dass der Sieger des Vorjahres das Feld von hinten aufrollen konnte. Mit Beginn des Britzer - Zweigkanals wurden die Sportler durch Trommlergruppen begleitet. Etwa 2km vor der Ziellinie erhöhten die Mannschaften für 250m die Schlagzahl, um sich im Zeitfahren für den Preissprint zu qualifizieren (die schnellsten 5 Frauen - Doppelvierer bzw. die schnellsten 10 Männer – Achter). Am Ende stellten sich 6 Frauen Doppel - Vierer und 19 Männer - Achter dem Starter, darunter Boote aus Polen, Holland und der Schweiz.
Den schnellsten Männerachter stellte der RK am Wannsee mit Altmeister M. Weis am Schlag (21:08 min.). Es folgte mit 8 sek. Rückstand die RTW Bydgostia Bydgoszcz aus Polen, bevor der amtierende Deutsche Meister vom Berliner RC die Ziellinie als Dritter passierte. Auf den weiteren Plätzen folgte der Hamburger und Germania RC und der Gastgeber RG WIKING mit den Altmeistern Boachardt, Erdmann, Hasse und Utesch.
Die Wertung der Damen gewann ebenfalls der RK am Wannsee mit Schmude/Goldstein/John/Petri (24:45 min.) vor der RG ANGARIA mit der in Gifu gestarteten C. Gerking und den beiden Studenteneuropameisterinnen M. Buschmann und R. Fuchs. Dritter wurde die Mannschaft des RC Tegel mit Junioren Weltmeisterin A. Korge. Die Qualifikation für den Preissprint gewann bei den Männern der Tegeler Achter, der sich laut Trainer, mit allen Kräften auf diesen Zwischensprint im Rahmen der Langstrecke konzentriert hatte.
Nach dem Zieleinlauf wurde den besten Athleten des Zwischensprints keine Verschnaufpause gegönnt, denn Sie mußten direkt in die Startposition zum Preissprint einfahren. Jeweils 3 Boote durften hier dann auf der 250m Strecke gegeneinander kämpfen. Der Erste gewann einen hochwertigen Sachpreis, der Zweite bekam die Chance auf eine Revanche und der Dritte wurde jeweils durch ein frisches Boot ersetzt. So ergaben sich Drei Sprints bei den Damen und Acht bei den Herren. Die Preise wurden direkt am Ufer überreicht. Damit der Preissprint seine Dynamik nicht verlor, mussten die Boote sofort nach der Zieldurchfahrt stoppen und sich in entgegengesetzter Richtung wieder an die Startlinie stellen. Am erfolgreichsten waren die Damen vom RK am Wannsee, Sie gewannen zwei von drei Läufen, beim Dritten setzte sich der RC Tegel an die Spitze.
Bei den Männern ging es ein wenig bunter zu, hier konnten nur die Athleten aus Amsterdam und von den Spandauer „Friesen“ keinen Preis ersprinten. Sonst wurde in jedem Lauf jeweils ein Verein ausgezeichnet. Während des Preissprints überquerten immer mehr Sternfahrer die Sprintarena, so dass sich der Bootsplatz füllte und sich ein fließender Übergang zu den Feierlichkeiten ergab.
Eine Siegerehrung durfte natürlich nicht fehlen. Abends wurden die drei schnellsten Achter und Doppelvierer auf das Siegerpodest gerufen. Der RK am Wannsee bekam zum dritten Mal den Wanderpreis „Die Silbernen Riemen von Berlin“. Der Sieger der Masterswertung kam vom Berliner RC, ebenso wie der Sieger der Juniorenwertung. Für die meisten Teilnehmer an der Sternfahrt wurde in diesem Jahr die Ruderunion Arkona ausgezeichnet, die dafür vom Vorsitzenden der WINKGER, Lutz Weiler, ein Faß Bier überreicht bekam.
Mitinitiator Matthias Herrmann war auch dieses Mal der Meinung, dass das Konzept der Veranstaltung aufgegangen sei schon allein durch die einzigartige Ruderatmosphäre. Mit weit über 1000 Teilnehmern waren die Organisatoren sehr zufrieden. Dennoch sollte das Ziel fürs nächste Jahr sein, noch mehr Ruderer für die Teilnahme zu begeistern, um auch im nächsten Jahr wieder ein willkommenes Treffen für alle Freunde des Rudersports in der Mitte der Stadt zu sein.
Dank der Unterstützung der lokalen Politik und Wirtschaft, sehen die Veranstalter dem nächsten Jahr optimistisch entgegen.
Mehr Infos unter: www.silberner-riemen.de