Grundlagen im Schnee gelegt
Acht Athletinnen vom Team Frauenachter legten im Schnee von St. Moritz die Ausdauer-Grundlagen im für die Saison 2006. Sie fuhren gemeinsam mit dem Männer-Riemen-Team in die Schweiz und fühlten sich in Obhut von Bundestrainer Dieter Grahn bestens aufgehoben. Ralf Holtmeyer trainierte derweil die Daheimgebliebenen.
Schon bei der Anreise nach St. Moritz gab's die erste ungewohnte "Berührung" mit dem Winter. Die Fahrt über den zugeschneiten und rutschigen Alpenpass war nur mit Schneeketten möglich. "Drei Männer und vier Frauen haben versucht, das erste Mal in ihrem Leben Schneeketten anzulegen. Die Aktion dauerte etwas länger, aber dafür wurde der Bus des TL auch nicht mehr vom Parkplatz bewegt", schilderte Christina Gerking die Situation. Sie selbst hatte anfangs einige Frusterlebnisse mit den ungewohnten Skatingskiern, schließlich wechselte sie auf die klassischen "Bretter" und sagte erfreut: "Das hat Spaß gemacht!"
Wettkämpfe in den Loipen (Gerking: "Ich war sogar schneller als Filip") gehörten zur netten Abwechslung wie auch regenerative Schwimmeinheiten. Wobei allerdings auch immer wieder Wettschwimmen über jegliche Distanzen anstanden. So gewann zum Beispiel Nina Wengert das Duell über 100m schneller gegen Urs Käufer, da die Sportstudentin die Rollwende perfekt beherrschte.
Großen Spaß hatten sie alle am Silvesterabend: bei Käsefondue. Gerking: "Die eine Hälfte der Gruppe hat sich im wahrsten Sinne des Wortes reingekniet und konnte nicht genug bekommen. Die andere Hälfte konnte schon nach dreimal Dippen den Käse nicht mehr riechen und schmecken." Für diese gab's dann Salamischeiben mit Brot als Grundlage für die harten Trainingseinheiten, wobei sich die Frauen am Pensum der Männer orientierten und jede Einheit im Vergleich zum Vorjahr zirka 30 Minuten länger dauerte. Und das bei Minusgraden bis zu 24 Grad. "Stehen bleiben durfte man nicht, denn sonst waren Erfrierungen an den Zehen- und Fingerspitzen zu befürchten", sagte Gerking.
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