Klaus Walkenhorst feiert 65. Geburtstag

  • Immer nah am Renngeschehen: Klaus Walkenhorst (links), hier bei der WM in Gifu mit DRV-Sportdirektor Michael Müller.

    Immer nah am Renngeschehen: Klaus Walkenhorst (links), hier bei der WM in Gifu mit DRV-Sportdirektor Michael Müller.

von Carsten Oberhagemann
09.05.2006 - 23:34 Uhr

Vor 30 Jahren hat er den Grundstein dafür gelegt, dass Dortmund zum größten deutschen Ruderzentrum wurde. Heute feiert Stützpunktleiter Klaus Walkenhorst im Kreise seiner Freunde und Wegbegleiter seinen 65. Geburtstag.

Der Pensionär, der sich 1997 nach zehn Jahren als Stadtdirektor von Herdecke aus dem Berufsleben verabschiedete, geht in seinem Sport, dem Rudern, richtig auf. Als Trainer, erst in Herdecke dann in Dortmund, führte er die ersten Talente an die nationale und internationale Spitze. Sein erster Höhepunkt: Mit vier Athleten des RC Hansa war Walkenhorst bei den Olympischen Spielen 1972 in München dabei - als Assistent des legendären Karl Adam, der den Deutschland-Achter zuvor zweimal zum Olympiasieg geführt hatte. "Die Zusammenarbeit mit ihm hat mir unwahrscheinlich viel gegeben. Mir ist bis heute kein Trainer mit so viel Charisma und Ausstrahlung begegnet", sagt Walkenhorst rückblickend und beschreibt den Stellenwert des Mannes, der gern als "Ruderpapst" bezeichnet wurde, so: "Jeder, der bei ihm war, kam sich vor, als hätte er eine Audienz beim richtigen Papst."

Adam war schließlich auch die Initialzündung dafür, dass sich Walkenhorst 1976 für die Gründung des Bundesstützpunktes am Dortmund-Ems-Kanal einsetzte. Der nächste Höhepunkt seiner Ruder-Laufbahn folgt zwölf Jahre später: 1988 führte Walkenhorst die deutsche Rudermannschaft als Teamleiter nach Seoul - und triumphierte: Der Deutschland-Achter holte zum dritten Mal olympisches Gold, und der heutige Jubilar hatte großen Anteil daran. Denn in Windeseile besorgte er für den beim Finale defekt am Start liegenden Achter das Ersatzteil. "Nach der Zieldruchfahrt wäre ich vor Freude fast ins Wasser gesprungen."