Achter besteht Härtetest bei der Wedau-Regatta in Duisburg
Vier Rennen, vier Siege. Der deutsche Achter ist bei der Internationalen Wedau-Regatta mit weißer Weste und breiter Brust in die Saison gestartet.
Vier Rennen an zwei Tagen - den Athleten vom Dortmunder Leistungszentrum merkte man nach dem ersten Wettkampf mit internationaler Konkurrenz die Strapazen des Wochenendes auf der Duisburger Wedau an. „Wir sind ziemlich kaputt. Aber wir haben viel ausprobiert, was uns zeigt, in welche Richtung es gehen wird”, sagte Andreas Penkner.
Der Schlagmann des Vorjahres, das mit WM-Bronze im japanischen Gifu abgeschlossen wurde, saß auch in Duisburg auf der den Schlagrhythmus angebenden Position im deutschen Flaggschiff. Die Besetzung des Großbootes für die Saison 2006 wird Bundestrainer Dieter Grahn am Donnerstag bei der Präsentation im Dortmunder Leistungszentrum bekanntgeben.
In Duisburg testete er neben verschiedenen Bootstypen auch zwei unterschiedliche Renntaktiken und Mannschaften, wobei sechs Athleten an beiden Tagen ihren Platz im Boot behielten. Im Gegensatz zur eher zurückhaltenden Taktik am Samstag ging gestern vom ersten Schlag an die Post ab. „Wir sind unwahrscheinlich offensiv angegangen, waren bissig und aggressiv. Nach 500 Metern hatten wir gegenüber den Polen schon den Vorsprung herausgefahren, den wir im Ziel hatten”, sagte Grahn. Am Vortag hatte der WM-Fünfte aus Polen noch bei der ersten Zeitnahme mit zehn Hundertstel Sekunden knapp vorn gelegen. Grahn optimistisch: „Das war ein echter erster Härtetest. Ich weiß jetzt, auf wen ich mich verlassen kann.”
Siemes' siegreicher Geburtstag
Strahlende Gesichter weit und breit - allen voran bei Ulf Siemes, der seinen 28. Geburtstag mit einem Triumph bei der Internationalen Wedau-Regatta feierte. So freute er sich über den makellosen Saisonstart des deutschen Paradebootes: „Mit dem Erfolg haben wir uns selbst ein schönes Geschenk gemacht”, sagte der Student der Uni Dortmund (Raumplanung). Zweimal wurde der WM-Fünfte Polen relativ deutlich auf Distanz gehalten.
Heidicker/Stüer auch in München im Zweier
Ein erster Härtetest war die Duisburger Regatta auch für Bernd Heidicker und Philipp Stüer im ungesteuerten Zweier. Nach der Handverletzung Heidickers müssen sich die beiden Vierer-Weltmeister aus dem Jahr 2002 und Anwärter auf einen Achter-Platz zunächst im Zweier beweisen. Auch wenn es nicht für einen Platz vorn reichte, war Grahn zufrieden, zumal sie erst seit 14 Tagen wieder gemeinsam im Boot sitzen: „Eine ordentliche Vorstellung. Die konditionellen Probleme kann man durch Training beheben.” Der Weltcup-Auftakt in München wird für sie zur echten Bewährungsprobe.
Zwei deutsche Sieger-Quartette
Zwei deutsche Sieger-Quartette gab’s im Vierer ohne Steuermann. Am Samstag siegten Daniel Tusch, Hanno Wienhausen, Jan Herzog, Sebastian Schmidt im einem Foto-Finish-Finale, während sich am Sonntag Martin Veit, Jan Dehoust, Phillip Naruhn und Florian Eichner vor den Erstgenannten durchsetzten.
Ergebnisse von Samstag:
Zweier ohne Steuermann: 1. Goran Jagar/Nikola Stojic (Serbien-Montenegro) 6:43,28 Minuten, 2. Gregor Novak/Bostjan Bozic (Slowenien) 6:43,95, 3. Benjamin Rondeau/Germain Chardin (Frankreich) 6:44,38, 4. Philip Stüer/Bernd Heidicker 6:44,89
Vierer ohne Steuermann: 1. Daniel Tusch, Hanno Wienhausen, Jan Herzog, Sebastian Schmidt 6:03,08 Minuten, 2. Frankreich 6:03,12, 3. Slowenien 6:03,29
Achter: 1. Jochen Urban, Urs Käufer, Jan Tebrügge, Sebastian Schulte, Thorsten Engelmann, Ulf Siemes, Filip Adamski, Andreas Penkner, Steuermann Peter Thiede 5:35,70 Minuten, 2. Polen 5:39,91, 3. Schweiz 5:42,45
Ergebnisse vom Sonntag:
Zweier ohne Steuermann: 1. Nikos Pagounis/Giannis Christou (Griechenland) 6:47,20 Minuten, 2. Benjamin Rondeau/Germain Chadin (Frankreich) 6:48,08, 3. Kristopher McDaniel/Tom James (Großbritannien) 6:49,861, 4. Philip Stüer, Bernd Heidicker 6:50,92
Vierer ohne Steuermann: 1. Martin Veit, Jan Dehoust, Phillp Naruhn, Florian Eichner 6:08,17 Min.; 2. Daniel Tusch, Hanno Wienhausen, Jan Herzog, Sebastian Schmidt 6:08,89; 3. Slowenien 6:10,08
Achter: 1. Jochen Urban, Jörg Dießner, Stephan Koltzk, Sebastian Schulte, Thorsten Engelmann, Ulf Siemes, Jan Terbrügge, Andreas Penkner, Steuermann Peter Thiede 5:41,27 Min.; 2. Polen 5:43,86, 3. Großbritannien 5:49,37
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