Internationale Wedauregatta, Duisburg, 12. bis 14.05.2006

von DRV
15.05.2006 - 01:05 Uhr

Der traditionsreiche Regattakurs auf der Wedau in Duisburg bot hervorragende Rahmenbedingungen zum internationalen Saisonauftakt.  18  Nationen nutzten die Gelegenheit zu einer ersten Standortbestimmung, bevor es in zwei Wochen auf dem WORLD-Cup in München um die Punkte geht. „In Duisburg haben wir optimale Möglichkeiten, Mannschaften im Wettkampf zu testen“, so DRV-Sportdirektor Michael Müller und „wir brauchen solche Regatten für den Saisonaufbau“. Derartige Überlegungen existieren auch in anderen Nationen und brachten so das Organisationsteam am Freitag zum Schwitzen, galt es doch zahlreiche Ab- und Ummeldungen zu bewältigen.
Neben der Auswahl des DRV fanden sich prominente Namen in den Meldelisten. An dieser Stelle seien die Slowenen Iztok Cop und Luka Spik, Andre Vornaburg (Schweiz) und Sanne Beukers / Marlies Smulders (Niederlande) genannt.
Alle fanden ideale Ruderbedingungen vor, wenngleich einige Schauer für unerfreuliche Nässe sorgten. Erfreulich, dass es für die Strecke konkrete Ausbaupläne gibt, die bis 2007 umgesetzt werden sollen. Ein separater Kanal für die Auffahrt zum Start wird die Gefahr von Kollisionen deutlich mindern und die Wellenbildung weiter reduzieren. Der ebenfalls geplante Weg für Fernsehübertragungen hilft mit allen Maßnahmen, die Wedau den Anforderungen an moderne Wettkampfstrecken anzupassen. Die Interessen der Sportfachverbände Kanu und Rudern sind hier deckungsgleich und beide unterstützen die Vorstellungen der Stadt mit Kräften.
Höhepunkte dieser Aktivitäten sind zweifellos der Thyssen-Krupp Cup im Achter, den die Mannschaft des DRV vor  Polen und Groß Britannien   gewann. Bereits 40 Minuten zuvor gewann die Rgm. Worms / Mannheim / Halle den Sparkassen-Cup im Vierer ohne. Eine souveräne Vorstellung bot Marcel Hacker, der an beiden Tagen den Einer sicher gewann. Im Doppelzweier behielten Sens / Bertram die Oberhand und setzen damit in dieser Bootsgattung innerhalb des DRV die Akzente.  Souverän behielten Lehnigh/Brehmer im Lgw-Doppelzweier die Oberhand, während der Vierer ohne an die Rgm. Tegel /Potsdamer RCG/Hamburg/Essen klar vor Frankreich und dem DRV II ging.

Alle Ergebnisse finden Sie auf dieser Seite und unter www.wedau-rowing.com.

Große Unterstützung erfährt der Regattastab von der Thyssen-Krupp AG, die neben der öffentlichen Hand und der Sparkasse Hauptsponsor der Veranstaltung ist. Daneben engagiert sich der Konzern im Uni-Cup, bei dem Boote der Universitäten des Ruhrgebietes aufeinander treffen und dessen Höhepunkt das Achterrennen zwischen der Uni Cambridge und einer Auswahl des Ruhrgebietes über 500m ist. Dank der Sponsoren fanden trotz der Wolken und morgendlichen Schauer rund 3000 Studierende den Weg an die Wedau und sorgten für gute Stimmung.

Eingebettet in die Regatta war eine Aktion des DSB zum Sportabzeichen, für das in zwei Disziplinen auch Ruderleistungen eingebracht werden können. Mit dem Vorsitzenden Manfred von Richthofen war der DSB  prominent vertreten. Der DRV wird bei seinen Vereinen für das „Sportabzeichen“ werben und hofft, diese vermehrt für diese Initiative zu begeistern. Die Zusammenarbeit unterstreicht, welche Bedeutung der DRV als erfolgreichster und ältester olympischer Sportfachverband im organisierten Sport genießt. Die Aktion verdeutlichte zudem, dass Rudern nicht nur als Leistungssport sondern als „time-life“ Sporart im Breitensport und Wanderrudern von jung bis alt betrieben werden kann.