DeutschlandAchter direkt im Finale von München

  • Durchgestartet ins Finale von München: Der DeutschlandAchter.
Im Vierer-Halbfinale: Filip Adamski (von rechts), Urs Käufer, Gregor Hauffe und Toni Seifert.
Zeigt die Richtung an: Bernd Heidicker ist mit Partner Philipp Stüer auf Kurs. Am Freitag wollen sie den Sprung ins Finale schaffen.

    Durchgestartet ins Finale von München: Der DeutschlandAchter.

  • Durchgestartet ins Finale von München: Der DeutschlandAchter.
Im Vierer-Halbfinale: Filip Adamski (von rechts), Urs Käufer, Gregor Hauffe und Toni Seifert.
Zeigt die Richtung an: Bernd Heidicker ist mit Partner Philipp Stüer auf Kurs. Am Freitag wollen sie den Sprung ins Finale schaffen.

    Im Vierer-Halbfinale: Filip Adamski (von rechts), Urs Käufer, Gregor Hauffe und Toni Seifert.

  • Durchgestartet ins Finale von München: Der DeutschlandAchter.
Im Vierer-Halbfinale: Filip Adamski (von rechts), Urs Käufer, Gregor Hauffe und Toni Seifert.
Zeigt die Richtung an: Bernd Heidicker ist mit Partner Philipp Stüer auf Kurs. Am Freitag wollen sie den Sprung ins Finale schaffen.

    Zeigt die Richtung an: Bernd Heidicker ist mit Partner Philipp Stüer auf Kurs. Am Freitag wollen sie den Sprung ins Finale schaffen.

von Carsten Oberhagemann
25.05.2006 - 21:03 Uhr

Durchgestartet direkt ins Finale: Der DeutschlandAchter hat sich beim Weltcup-Auftakt in München keine Blöße gegeben und mit einem souveränen Vorlauf-Sieg den direkten Weg ins Finale am Samstag (14.39 Uhr) geschafft. „Eine solide, ordentliche Leistung, auf die sich aufbauen lässt“, sagte Bundestrainer Dieter Grahn zum Auftritt seines Paradebootes.

Wechsel Schulte-Bröer kein Problem

Dabei konnte die Crew um Schlagmann Andreas Penkner auch den krankheitsbedingten Ausfall von Sebastian Schulte verkraften, seinen Rollsitz nahm Jan Martin Bröer ein. „Mit dem Wechsel hatten wir keine Probleme. Schließlich ist jemand, der plötzlich in den DeutschlandAchter kommt, automatisch hochmotiviert“, sagte Grahn.

Große Probleme hatten die fünf Achter am Start aber, aufgrund des aufkommenden Windes mit dem Bug in die Startschuh-Vorrichtung zu kommen. Der Start verzögert zirka zehn Minuten, die Mannschaften benötigten mehrere Anläufe, um endlich ausgerichtet die 2.000 Meter in Angriff nehmen zu können. „Uns wurde kalt, so dass wir nicht so gut ins Rennen gekommen sind“, sagte Penkner. Mit zwei Zwischensprints setzte sich der DeutschlandAchter aber entscheidend ab und kam vor England, den Niederlanden und China ins Ziel.

Im zweiten Vorlauf setzte sich überraschend Polen vor Vize-Weltmeister Italien und Australien durch. „So können wir unsere Leistung von Duisburg, wo wir zweimal gegen die Polen gewonnen haben, besser einschätzen“, sagte Penkner, der natürlich froh ist über den Wettkampf freien am Freitag. Dagegen müssen die Italiener noch mal ran.

Heidicker/Stüer über Hoffnungslauf ins Halbfinale

Zweimal mussten Bernd Heidicker und Philipp Stüer am Donnerstag im Zweier ohne Steuermann antreten. Nachdem sie im Vorlauf hinter den Südafrikanern di Clemente/Cech, immerhin Silber-Medaillengewinner bei der WM in Gifu, den zweiten Platz belegt hatten, mussten Heidicker/Stüer am Nachmittag noch einmal ran: Den Hoffnungslauf gegen Spanien, den zweiten italienischen Zweier und Polen beherrschten die Beiden, ohne an ihre Reserven gehen zu müssen. Denn schnell war klar, dass sich Heidicker/Stüer und die Spanier fürs Halbfinale (Freitag, ab 15.52 Uhr) qualifizieren.

Drei Vierer im Halbfinale

Gleich drei Boote schickte Grahn im Vierer ohne Steuermann in den Wettkampf. Zwei Vierer qualifizierten sich über Vorlauf-Platz zwei direkt fürs Halbfinale am Freitag (ab 10 Uhr). Der Vierer mit Schlagmann Filip Adamski hielt lag nach 500 Metern noch auf Platz drei, dann schob er sich aber an dem zweiten italienischen Vierer vorbei. „Wir sind gut in den Wettkampf gekommen, haben ohne viel Kraft aber mit einem guten, ruhigen Schlag den zweiten Platz gesichert“, sagte Urs Käufer. Einen glänzenden Start in den Weltcup hat auch der junge Vierer mit Florian Eichner auf Schlag hingelegt. Im Duell mit Italien I schob sich die Crew zwischendurch sogar auf Platz eins vor, im Schlussspurt hatten aber die Italiener die größeren Reserven.

Der Vierer mit Schlagmann Sebastian Schmidt kam hingegen hinter dem holländischen und dem slowenischen Vierer nicht über Platz drei hinaus und musste in den Hoffnungslauf: Hierbei ließ sich die Mannschaft von aufkommender Kälte und Regen nicht abhalten und fuhr als zweitplatziertes Boot hinter ins Halbfinale.

Zweier ohne Steuermann, Vorlauf: 1. Südafrika 6:39,13 Minuten, 2. Philipp Stüer/Bernd Heidicker 6:43,29, 3. Brasilien 6:45,28, 4. Großbritannien 6:47,91, 5. Irland 6:49,39

Zweier ohne Steuermann, Hoffnungslauf: 1. Philipp Stüer/Bernd Heidicker 6:51,28, 2. Spanien 6:54,78, 3. Italien III 7:05,80, 4. Polen 7:05,80

Vierer ohne Steuermann, Vorlauf 1: 1. Italien I 6:03,29 Minuten, 2. Martin Veith, Jan Dehoust, Philipp Naruhn, Florian Eichner 6:06,11, 3. Griechenland 6:09,85, 4. Kroatien II 6:13,46, 5. Irland II 6:15,76; Vorlauf 3: 1. Niederlande 5:58,12, 2. Slowenien 6:01,84, 3. Hanno Wienhausen, Daniel Tusch, Jan Herzog, Sebastian Schmidt 6:10,42, 4. Tschechien 6:18,17, 5. Polen 6:18,78; Vorlauf 4: 1. Kanada 6:58,33 Minuten, 2. Toni Seifert, Gregor Hauffe, Urs Käufer, Filip Adamski 6:00,70, 3. Italien II 6:04,21, Irland I 6:04,86, 5. Dänemark 6:12,68

Vierer ohne Steuermann, Hoffnungslauf: 1. Italien II 6:07,09, 2. Hanno Wienhausen, Daniel Tusch, Jan Herzog, Sebastian Schmidt 6:09,09, 3. Kroatien II 6:12,45, 4. Russland 6:16,65, 5. Korea 6:30,67, Dänemark nicht angetreten

Achter, Vorlauf: 1. DeutschlandAchter (Jochen Urban, Jörg Dießner, Stephan Koltzk, Jan Martin Bröer, Thorsten Engelmann, Ulf Siemes, Jan Tebrügge, Andreas Penkner, Steuermann Peter Thiede 5:35,82 Minuten, 2. Großbritannien 5:38,40, 3. Niederlande 5:39,73, 4. China 5:43,56