Zwei Vierer im Finale von München - Heidicker/Stüer knapp gescheitert

  • Mit dem Vierer im Finale von München: Toni Seifert, links Gregor Hauffe.
Ebenfalls im Finale: Sebastian Schmidt (von rechts), Jan Herzog, Daniel Tusch und Hanno Wienhausen.

    Mit dem Vierer im Finale von München: Toni Seifert, links Gregor Hauffe.

  • Mit dem Vierer im Finale von München: Toni Seifert, links Gregor Hauffe.
Ebenfalls im Finale: Sebastian Schmidt (von rechts), Jan Herzog, Daniel Tusch und Hanno Wienhausen.

    Ebenfalls im Finale: Sebastian Schmidt (von rechts), Jan Herzog, Daniel Tusch und Hanno Wienhausen.

von Carsten Oberhagemann
26.05.2006 - 22:35 Uhr

Am Wettkampf freien Tag des DeutschlandAchters erreichten zwei ungesteuerte Vierer vom Dortmunder Ruderleistungszentrum das Finale beim Weltcup in München. Der Vierer um Schlagmann Filip Adamski kam im Halbfinale mit eineinhalb Sekunden Rückstand hinter dem niederländischen Vierer ins Ziel. Dahinter schob sich der Vierer mit Sebastian Schmidt auf Schlag mit starken letzten 500 Metern auf den dritten Rang vor. Dabei überholte der deutsche Vierer noch das italienische Boot, das die ganze Zeit auf dem dritten Rang gelegen hatte. Der Adamski-Vierer setzte sich nach verhaltenen ersten 500 Metern auf Platz zwei fest. Ausgeschieden als Halbfinal-Sechster ist hingegen der dritte deutsche Vierer mit Schlagmann Florian Eichner.

„Ich bin froh, dass wir in der Phase der Findung zwei Vierer im Finale haben, ein drittes Boot wäre vermessen gewesen“, sagte Bundestrainer Dieter Grahn, der durchaus optimistisch auf den morgigen Finaltag blickt: „Wenn sie das Herz in die Hand nehmen, ist eine Medaille möglich.“ Sein Prognose: Der englische und der holländische fahren den Sieg aus, während die beiden deutschen Boote mit Kanada und Slowenien um Platz drei streiten werden.

Das Finale knapp verpasst hat dagegen der Zweier mit Bernd Heidicker und Philipp Stüer. Die Beiden, die bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften aufgrund der Handverletzung Heidickers nicht starten konnten, waren in München gefordert – und verpassten das zuvor klar definierte Ziel Endlauf-Teilnahme. „Wir haben alles versucht, sind aber letztlich gescheitert. Aber es war nicht alles schlecht“, sagte Heidicker.

Eineinhalb Sekunden hinter Tschechien auf Platz drei kamen Heidicker/Stüer nur auf dem undankbaren vierten Platz ins Ziel. Dabei hatten sie nach gutem Start nach 1000 Metern noch aussichtsreich an zweiter Stelle gelegen, doch dann brachen sie ein: Der kanadische und der tschechische Zweier stürmten nahezu parallel an dem deutschen Boot vorbei und raubten ihm die Endlauf-Teilnahme. „Wir sind uns einig, dass die dritten 500 Meter Murks waren, eine Mischung aus technischen und konditionellen Problemen“, analysierte Heidicker.

Anstatt um Medaillen müssen sie nun am Samstag im B-Finale (um 9:06 Uhr) um die Plätze 7 bis 12 fahren.

Zweier ohne Steuermann, Halbfinale: 1. Südafrika 6:34,42 Minuten, 2. Kanada 6:35,52, 3. Tschechien 6:37,08, 4. Philipp Stüer/Bernd Heidicker 6:38,58, 5. Slowenien 6:38,99, 6. Griechenland 6:40,93

Vierer ohne Steuermann, Halbfinale 1: 1. Niederlande 6:58,25 Minuten, 2. Toni Seifert, Gregor Hauffe, Urs Käufer, Filip Adamski 5:59,75, 3. Hanno Wienhausen, Daniel Tusch, Jan Herzog, Sebastian Schmidt 6:03,00, 4. Italien I 6:06,48, 5. Tschechien 6:13,81, 6. Kroatien 6:24,06; Halbfinale 2: 1. Großbritannien 6:00,87, 2. Kanada 6:01,94, 3. Slowenien 6:02,84, 4. Italien II 6:06,25, 5. Irland 6:06,78, 6. Martin Veith, Jan Dehoust, Philipp Naruhn, Florian Eichner 6:07,03