DeutschlandAchter feiert triumphalen Heimsieg beim Weltcup in München

  • Sieg im ersten Weltcup-Rennen 2006: Der DeutschlandAchter mit Jörg Dießner (oben von links), Stephan Koltzk, Jan Martin Bröer, Ulf Siemes, Jochen Urban (unten von links), Jan Tebrügge, Andreas Penkner und (in der Mitte) Peter Thiede.
Da rissen sie - lautstark - ihre Arme Arme hoch: Der DeutschlandAchter bei der Siegerehrung.

Umjubelte Silbermedaillen-Gewinner: Gregor Hauffe (von links), Toni Seifert, Urs Käufer und Filip Adamski.

    Sieg im ersten Weltcup-Rennen 2006: Der DeutschlandAchter mit Jörg Dießner (oben von links), Stephan Koltzk, Jan Martin Bröer, Ulf Siemes, Jochen Urban (unten von links), Jan Tebrügge, Andreas Penkner und (in der Mitte) Peter Thiede.

  • Sieg im ersten Weltcup-Rennen 2006: Der DeutschlandAchter mit Jörg Dießner (oben von links), Stephan Koltzk, Jan Martin Bröer, Ulf Siemes, Jochen Urban (unten von links), Jan Tebrügge, Andreas Penkner und (in der Mitte) Peter Thiede.
Da rissen sie - lautstark - ihre Arme Arme hoch: Der DeutschlandAchter bei der Siegerehrung.

Umjubelte Silbermedaillen-Gewinner: Gregor Hauffe (von links), Toni Seifert, Urs Käufer und Filip Adamski.

    Da rissen sie - lautstark - ihre Arme Arme hoch: Der DeutschlandAchter bei der Siegerehrung.

  • Sieg im ersten Weltcup-Rennen 2006: Der DeutschlandAchter mit Jörg Dießner (oben von links), Stephan Koltzk, Jan Martin Bröer, Ulf Siemes, Jochen Urban (unten von links), Jan Tebrügge, Andreas Penkner und (in der Mitte) Peter Thiede.
Da rissen sie - lautstark - ihre Arme Arme hoch: Der DeutschlandAchter bei der Siegerehrung.

Umjubelte Silbermedaillen-Gewinner: Gregor Hauffe (von links), Toni Seifert, Urs Käufer und Filip Adamski.
  • Sieg im ersten Weltcup-Rennen 2006: Der DeutschlandAchter mit Jörg Dießner (oben von links), Stephan Koltzk, Jan Martin Bröer, Ulf Siemes, Jochen Urban (unten von links), Jan Tebrügge, Andreas Penkner und (in der Mitte) Peter Thiede.
Da rissen sie - lautstark - ihre Arme Arme hoch: Der DeutschlandAchter bei der Siegerehrung.

Umjubelte Silbermedaillen-Gewinner: Gregor Hauffe (von links), Toni Seifert, Urs Käufer und Filip Adamski.

    Umjubelte Silbermedaillen-Gewinner: Gregor Hauffe (von links), Toni Seifert, Urs Käufer und Filip Adamski.

von Carsten Oberhagemann
27.05.2006 - 18:02 Uhr

"Auf den letzten 200 Metern habe ich nichts mehr gesehen. Ich war richtig im Tunnel und hab nur noch Peter und die Zuschauer gehört." Schlagmann Andreas Penkner musste mit seiner Truppe im DeutschlandAchter alles geben, um beim Weltcup-Finale in München, das überraschend Vize-Weltmeister Italien verpasst hatte, einen triumphalen Heimsieg zu feiern. Denn das Herausforderer-Großboot im Finale aus Polen war schon am Start enteilt. Bei der Marke von 1250 Metern setzte Steuermann Peter Thiede auf Angriff, doch die Polen wehrten sich zunächst tapfer, hielten mit einem Konter ihrerseits gut dagegen.

Erst auf den letzten 250 Metern gelang es dem deutschen Paradeboot endlich, Boden gutzumachen. "Sie haben gespürt, dass sie ranrutschen. Das beflügelt natürlich", sagte Bundestrainer Dieter Grahn. Und so konnte sich die Crew, die wie im Vorlauf mit Jan Martin Bröer für den erkrankten Sebastian Schulte angetretn war, mit einem fulminanten Schlussspurt an den Polen vorbeischieben. Am Ende betrug der Abstand 63 Hundertstel Sekunden.

So lautete das Fazit von Dieter Grahn: "Das Rennen hat gezeigt, dass Moral in der Truppe steckt und sie kömpfen kann. Aber alles läuft auch noch nicht rund, die anderen Nationen sind noch zu dicht an uns dran, da kann immer was passieren." Der Bundestrainer kündigte außerdem an, dass beim nächsten Weltcup in Poznan ein anderer Achter an den Start gehen wird. Grahn will Andreas Penkner/Jochen Urban, die Deutschen Kleinbootmeister, im Zweier starten lassen. "Wir wollen wissen, wo unser stärkster Zweier im internationalen Vergleich steht."

Vierer zündet Rakete zur Silbermedaille

Einen außerordentlich starken Eindruck hinterließ auch der ungesteuerte Vierer mit Schlagmann Filip Adamski, der ganz knapp (46 Hundertsel Sekunden) hinter dem britischen Vierer auf dem Silberrang ins Ziel kam. Entscheidend für die Leistungsexplosion war die Rakete, die Adamski & Co. auf den letzten 300 Metern gezündet haben. Von Streckenschlag mit 35 Schlägen pro Minute haben sie auf einen 42er Endspurt beschleunigt und schossen geradezu an den zweitplatzierten Holländern vorbei und an die Briten heran. Nach dieser Leistung strahlte auch Grahn: "Das war eine beeindruckende Vorstellung. Im Endspurt vier Sekunden aufzuholen, davor kann man nur den Hut ziehen."

Das aber auch im Vierer noch Entwicklungspotenzial steckt, weiß die Mannschaft selbst. "Bei aller Euphorie, das wir Jungspunde bei den Großen ganz vorn mitmischen können, müssen wir weiter hart an uns arbeiten", sagte Filip Adamski, der noch Verbesserungsmöglichkeiten am Start, beim Streckenschlag und beim Steuern sieht. Denn der Schlagmann steuerte den Vierer in Schlangenlinien über die Regattastrecke in Oberschleißheim, was ihm am Ende sogar zum Verhängnis wurde. Beim drittletzten Schlag traf er eine Begrenzungsboje und fing einen Krebs. Grahn: "Wäre das nicht passiert, wären wir noch näher an die Briten herangekommen. Es ist ja bekannt, dass Filip einen unruhigen Fuß hat. Vielleicht probieren wir jetzt mal aus, aus dem Bug heraus zu steuern." Der zweite deutsche Vierer im Finale kam als Sechster ins Ziel und hatte bei zwölf Sekunden Rückstand mit dem dramatischen Finish nichts zu tun.

Bernd Heidicker und Philipp Stüer kamen im B-Finale am Morgen als Fünfte hinter Italien, den Niederlanden, Slowenien und Griechenland ins Ziel. Nach der schnellsten 500-Meter-Zwischenzeit lagen sie nach 1500 Metern noch auf dem dritten Rang, doch im Endspurt mussten sie auch noch die Slowenen und Griechen passieren lassen. "Unser Finale war gestern. Da war heute irgendwie die Luft raus", sagte Philipp Stüer.

Vierer ohne Steuermann, Finale: 1. Großbritannien 6:00,26, 2. Gregor Hauffe, Toni Seifert, Urs Käufer, Filip Adamski 6:00,71, 3. Niederlande 6:00,74, 4. Kanada 6:07,16, 5. Slowenien 6:10,17, 6. Hanno Wienhausen, Daniel Tusch, Jan Herzog, Sebastian Schmidt 6:12,44

Achter, Finale
: 1. DeutschlandAchter (Jochen Urban, Jörg Dießner, Stephan Koltzk, Jan Martin Bröer, Thorsten Engelmann, Ulf Siemes, Jan Tebrügge, Andreas Penkner, Steuermann Peter Thiede 5:32,79 Minuten, 2. Polen 5:33,42, 3. Australien 5:35,09, 4. Niederlande 5:35,59, 5. Großbritannien 5:37,87, 6. Weißrussland 5:44,82