DeutschlandAchter will auf dem Rotsee wieder in schnelleres Fahrwasser

  • Nach der Umbesetzung des DeutschlandAchters will das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes beim Weltcup-Finale in Luzern (7.-9. Juli) wieder in schnelleres Fahrwasser gelangen.

    Nach der Umbesetzung des DeutschlandAchters will das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes beim Weltcup-Finale in Luzern (7.-9. Juli) wieder in schnelleres Fahrwasser gelangen.

von Carsten Oberhagemann
06.07.2006 - 11:01 Uhr

Mit dem neuen Schlagmann Bernd Heidicker nimmt der DeutschlandAchter, der beim Weltcup in München siegte und in Poznan Fünfter wurde, in Luzern den erneuten Gewinn der Weltcup-Gesamtwertung ins Visier. Hauptkonkurrenten dürften in dem neun Boote starken Teilnehmerfeld Polen (Zweite in München), Vize-Weltmeister Italien und die Niederlande sein.

„Nach der Umbesetzung haben wir erst wenige Einheiten zusammen im Boot trainieren können. Erst im Trainingslager, wenn wir längere Zeit zusammen sein werden, können wir einen vernünftigen Aufbau mit Blick auf die Weltmeisterschaft in Eton hinbekommen“, sagte Dieter Grahn und fügte hinzu: „Unser Saisonziel geben wir nicht auf: Wir wollen eine WM-Medaille – am besten eine bessere als im vergangenen Jahr.“ Bei der WM in Gifu holte der DeutschlandAchter Bronze hinter den USA und Italien.

Medaillenplätze erhoffen sich auf dem Rotsee auch der Zweier und Vierer ohne Steuermann. Hochmotiviert sind Andreas Penkner und Jochen Urban: Die Deutschen Kleinbootmeister wollen die gute Vorstellung von Poznan, wo sie im Zweier Bronze gewannen, stabilisieren und erneut nach Edelmetall greifen. Zuversichtlich stimmt Dieter Grahn ebenfalls der Vierer mit Schlagmann Filip Adamski, der schon in München gut harmonierte und Silber errang. Grahn: „Wir sind auf breiter Front gut aufgestellt und können in allen drei Bootsklassen angreifen.“

Die Besetzung des Deutschland-Achters in Luzern (Vorlauf: Freitag, ab 13:25 Uhr; Finale: Sonntag, 15:45 Uhr): Schlagmann Bernd Heidicker (RV Emscher Wanne-Eickel), Philipp Stüer (RV Münster), Thorsten Engelmann (RC Tegel Berlin), Sebastian Schulte (RG Wiesbaden-Biebrich), Jan Tebrügge (Osnabrücker RV), Ulf Siemes (RV Oberhausen), Stephan Koltzk (SV Oderhort Frankfurt/Oder), Jörg Dießner (Dresdner Ruderclub) und Steuermann Peter Thiede (RC Hansa Dortmund).

Zweier ohne Steuermann (Vorlauf: Freitag, ab 10:50 Uhr; Halbfinale: Samstag, ab 14:10 Uhr; Finale: Sonntag, 11:45 Uhr): Andreas Penkner (RC Undine Radolfzell) und Jochen Urban (Crefelder RC).

Vierer ohne Steuermann (Vorlauf: Freitag, ab 11:50 Uhr; Halbfinale: Samstag, ab 14:58 Uhr; Finale: Sonntag, 14:00 Uhr): Boot 1: Filip Adamski (Mannheimer RG Baden), Urs Käufer (Ulmer RC Donau), Toni Seifert (RHTC Bayer Leverkusen) und Gregor Hauffe (RHTC Bayer Leverkusen).