"Eintrag ins Goldene Buch direkt hinter Außenminister Steinmeier ist eine besondere Ehre" - Jan Tebrügge im Interview
Jan Tebrügge ist der jüngste Achter-Weltmeister. Der 23-Jährige beantwortet äußerst besonnen die "6 Fragen an die Athleten aus dem Gold-Achter". Eine besondere Ehre für ihn ist der Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Osnabrück direkt hinter Außenminister Frank-Walter Steinmeier.
Frage 1: Deutschland-Achter: Weltmeister 2006 - ein überraschender Triumph, oder?
Jan Tebrügge: Mir war klar, dass wir gut sind und - besonders nach dem Halbfinale - auch nach ganz vorne fahren können. Dass der Sieg aber ein so triumphaler wurde, war wirklich überraschend.
Frage 2: Gab es einen Schlüssel zum Erfolg? Wenn ja, welche(n)?
Jan Tebrügge: Der Schlüssel zum Erfolg ist eigentlich bekannt: 10 Leute, die konzentriert im Vertrauen aufeinander auf das Ziel hinarbeiten. Insofern nichts Neues, nur hat es dieses Jahr wirklich mal richtig gut geklappt.
Frage 3: Was hat sich seit dem 27. August für Sie persönlich verändert? Gab es ein besonders schönes Erlebnis?
Jan Tebrügge: Sebastian Schulte:Seit dem WM-Triumph hat sich nichts großartig verändert. Schön war es, bei den Ehrungen und Empfängen viele Freunde, Bekannte und Verwandte wiederzusehen. Eine besondere Ehre für mich: Ich stehe jetzt im Goldenen Buch der Stadt Osnabrück direkt hinter Außenminister Steinmeier, das ist schon etwas besonderes.
Frage 4: Welche Bedeutung hat der Weltmeister-Titel des Deutschland-Achters für den deutschen Rudersport?
Jan Tebrügge: Der WM-Titel ist ein Zeichen, dass der deutsche Rudersport und speziell der oft gescholtene Männer-Riemenbereich wirklich in der Lage ist, an der Weltspitze mitzuhalten, da ja alle Boote des Bereichs sehr gut abgeschnitten haben.
Frage 5: Wagen Sie einen Ausblick: Wie schwer wird die Titelverteidigung 2007 in München?
Jan Tebrügge: Jeder Platz im Achter, jeder Titel muss neu erkämpft werden. Der "Heimvorteil" nächstes Jahr wird vielleicht einen Teil dazutun, hauptsächlich müssen wir uns aber auf unsere Tugenden und Stärken besinnen, die uns in diesem Jahr nach vorne gebracht haben.
Frage 6: Und wie lautet Ihre Prognose für 2008 - ist olympisches Edelmetall in Peking möglich?
Jan Tebrügge: Olympisches Edelmetall halte ich für möglich. Allerdings ist es bis dahin ein weiter Weg, alles muss wieder neu erkämpft werden. Es ist nicht die Zeit die Hände in den Schoß zu legen.
