72. Bocksbeutel - Langstreckenregatta, Würzburg, 14.10.2006
Am vergangenen Samstag hat die diesjährige Würzburger Ruderregatta wieder Sportler aus ganz Deutschland angezogen. Insgesamt konnte der Würzburger Regattaverein knapp 600 Teilnehmer in mehr als 200 Booten von Saarbrücken bis Dresden und Lübeck bis München auf dem Rudergelände in Würzburg begrüßen. Aber auch Rudervereine aus der Region waren zahlenmäßig gut vertreten und erzielten gute Ergebnisse vor heimischem Publikum. Philipp Weidinger (ARC Würzburg) gewann nicht nur den Wanderpreis für den schnellsten Männer-Einer, er saß auch im schnellsten Männer-Doppelvierer in Renngemeinschaft mit Sebastian Eirich, Ralf Wittstadt (Würzburger RV Bayern) und Johannes Bieber (Kitzinger RV), den sie knapp vor der Hanauer RG und der Frankfurter RG Nied gewinnen konnten. Auch Laura Tasch (ARCW), die noch vor wenigen Wochen bei den Ruderweltmeisterschaften im englischen Eton gestartet war, stieg mit ihrer kleinen Schwester Franca ins Boot und gewann den Frauen-Doppelzweier vor dem Deggendorfer RV. Ebenso mit von der Partie waren die amtierenden Juniorenweltmeisterinnen im Vierer ohne Steuerfrau, Hannelore Trafnik und Marie Strohmayer, die sich zusammen mit Katrin Schercher (alle WRVB) und Fides Piepenbrink (ARCW) im Frauen-Doppelvierer ohne Steuerfrau gegen die Renngemeinschaft aus Limburg und Kassel durchsetzen konnten.
Besonders beliebt ist die Regatta bei Ruderern in der Mastersklasse (über 27 Jahre), die wiederum die größte Teilnehmergruppe stellten. Die ältesten Teilnehmer hatte eine Vierermannschaft vom RC Aschaffenburg vorzuweisen, die in der Altersklasse H (Mindestdurchschnittsalter 70) auf die 4500 Meter lange Distanz von Randersacker nach Würzburg ging. Mangels Gegner fuhren sie gegen die Uhr, blieben mit einer Zeit von 17:34 unter der vom Veranstalter vorgegebenen Zeitlimit und konnten sich über einen Siegpreis freuen. Spannend wurde es auch im Masters-Männer-Achter der Altersklasse E (Mindestdurchschnittsalter 55), der schließlich in einem „toten Rennen“ endete: Die beiden ersten Boote (eine Renngemeinschaft aus verschiedenen Magdeburger Vereinen und eine aus Waiblingen und Lauffen am Neckar) benötigten exakt die gleiche Zeit und wurden beide als Sieger geehrt. Den Preis für den besten auswärtigen Verein nach Punkten, der wie jedes Jahr aus einem Paar Skulls bestand, gewann der Wassersportverein Bad Honnef vor dem Schweinfurter RC Franken, die meisten Siege errang der Würzburger RV Bayern mit 9 Titeln vor dem ARC Würzburg mit 8 Siegen.

