Der Triumph im hohen Norden - Deutschland-Achter gewinnt Langstrecke in Rendsburg
Ein Hoch auf den Deutschland-Achter im hohen Norden: Der Vize-Weltmeister aus Dortmund siegte bei der Langstrecke in Rendsburg vor Olympiasieger USA. Und dabei spielte neben acht Kraftbolzen vor allem Steuermann Peter Thiede eine entscheidende Rolle.
Packender Zweikampf mit den USA
Der 39-Jährige lieferte sich einen packenden Zweikampf mit dem Steuermann der USA. Sie fuhren auf dem ersten Abschnitt der 12,7 Kilometer langen Strecke auf dem Nord-Ostsee-Kanal Kampflinie. Nachdem der antrittstarke US-Achter nicht mehr als eine dreiviertel Länge weggelassen wurde, kam nach zwölf Minuten der große Angriff. Thiede sagte durchs Mikrofon einen Zwischensprint nach dem anderen an.
Blattberührung auf Backbord
Wie ein Reißverschluss fuhren die beiden Achter ineinander. Die Blätter an den Riemen berührten sich mehrfach. „Davon hat sich unsere Backbord-Seite aber nicht aus dem Konzept bringen lassen.“ Das Lob von Sebastian Schulte galt vor allem Schlagmann Jan Tebrügge und Stephan Koltzk , die „cool geblieben sind“. Und die taktische Marschroute von Bundestrainer Dieter Grahn war nach Kräfte zehrenden 37:30 Minuten aufgegangen: „Die Mannschaft hat sich in einem richtig spannenden Rennen toll verkauft. Im entscheidenden Moment hat sie entschlossen angegriffen und an sich geglaubt.“
"Gute Schlagmann-Alternative"
Zur Streckenhälfte hatte sich der deutsche Achter vor den amerikanischen geschoben – und ließ jede Gegenattacke im Keim ersticken. Sehr zur Freude von Jan Tebrügge , der den etatmäßigen Schlagmann Bernd Heidicker (Urlaub) hervorragend vertrat: „Die Mannschaft hat bei diesem harten Zweikampf eine gute Moral bewiesen und sich als das stärkere Boot durchgesetzt.“ Sehr zufrieden war Grahn mit seinem Reserve-Schlagmann: „Mit Jan Tebrügge haben wir eine gute Alternative zu Bernd Heidicker.“
Mit dem 24-Jährigen an vorderster Stelle hat der Deutschland-Achter also nach zwei zweiten Plätzen in Rendsburg also wieder gewonnen und die Siegprämie von 10.000 Euro eingestrichen. Dritte wurde die Niederlande, vor der Schweiz und Großbritannien. Insgesamt war es bei der siebten Auflage im hohen Norden der fünfte Triumph des heimischen Großbootes. Das soll Selbstvertrauen geben für die Olympia-Vorbereitung, die nach einer Woche Erholung in Dortmund beginnt.





