Der 23. Roseninsel-Achter: Rekordzahlen bei Teilnehmern und Zuschauern, strahlendes Wetter und ein gelungenes Ruderfest
Die Roseninselregatta, die jedes Jahr im September vom MRSV Bayern in Starnberg ausgerichtet wird, ist bereits einigen Jahren Deutschlands größte Ruderveranstaltung für Achter. In diesem Jahr wurde mit 59 Booten und über 500 Teilnehmern aus allen Teilen Deutschlands, aus der Schweiz, aus Italien und aus Österreich, eine neue Bestmarke gesetzt. Auch die Zahl der Zuschauer war mit allein ca. 1000 auf dem Vereinsgelände des MRSV und weiteren Tausenden von Interessierten auf der Starnberger Seepromenade so hoch wie nie zuvor.
Die Resonanz war ausgesprochen positiv. Von Teilnehmern (viele waren schon häufig dabei und wollen wiederkommen) wurde betont, dass neben dem reibungslosen Ablauf der gesamten Veranstaltung das Ambiente am See und das Rudern vor der prächtigen Alpenkulisse immer wieder ein besonderes Highlight darstellt. Auch das stark erweiterte Rahmenprogramm fand bei Aktiven und Zuschauern große Zustimmung. Von der bekannten Moderatorin Susanne Rohrer vom Bayerischen Rundfunk und dem Jugendtrainer des MRSV, Maximilian Mendius wurde die Veranstaltung lebendig kommentiert. Da nicht nur Fakten über Teilnehmer und den Rennverlauf, sondern auch für allgemein verständliche Informationen über den Rudersport geliefert wurden, gelang es auch bei nicht fachkundigen Besuchern das Interesse am Rudern zu wecken.
Auf der See-Promenade spielte unter großem Beifall die Degerndorfer Blasmusik. Hier und auf dem MRSV-Gelände gab es u.a. verschiedene Verkaufsstände, eine kleine Kunstausstellung zum Thema Rudern sowie die Gelegenheit, seine Fitness auf Ergo-Rudergeräten zu testen. Hier präsentierte sich auch der Hauptsponsor der diesjährigen Regatta, die Hausbank München.
Der Starnberger Bürgermeister Ferdinand Pfaffinger, der es sich seit seinem Amtsantritt nicht nehmen lässt, die Regatta zu besuchen, übergab nach den Rennen im Festzelt 9 Wanderpokale. Besonders erfolgreich war ein Rennboot-Team mit Robert Engelhorn und Christian Salmen vom Veranstalter MRSV Bayern sowie Ruderern vom MRC München und vom Landshuter RV. Mit 42:07 Minuten für die 12 km konnten sie insgesamt drei Pokale in Empfang nehmen. Einen der begehrten Wanderpokale gewann eine Juniorenmannschaft mit Ruderern der beiden Clubs vom Starnberger See (MRC und MRSV) und aus Lauingen in 44:39 min. Für die schnellste Zeit bei den gegenüber den "Formel 1-Rennern" eigentlich deutlich langsameren Gig-Booten wurde in diesem Jahr von der Hausbank München ein neuer Pokal gestiftet, den der Sieger behalten darf. Er ging mit der insgesamt siebtbesten Zeit von 44:14 min. an eine Mannschaft aus Frankfurt, Höchst, Limburg und Darmstadt. Damit ließ dieses Team zur allgemeinen Überraschung zahlreiche Rennbootbesatzungen weit hinter sich.
Am Start waren neben Leistungssportlern auch wieder eine ganze Reihe von Freizeitruderern, darunter auch Sportgruppen, die noch keinem Ruderverein angehören. Neben einigen Schülermannschaften startete diesmal auch ein Achter mit Lehrern aus dem Gymnasium Starnberg, die sich ihren Schülern deutlich geschlagen geben mussten. Erwähnt werden muss allerdings, dass die meisten der Pädagogen erst wenige Tage vor der Regatta erstmals in einem Sport-Ruderboot gesessen hatten.
Direkt nach der Pokalverleihung startete die Roseninselparty. Die heißen Rhythmen der Band "Man under Cover" lockten das Publikum auf die Tanzfläche. Nach einer eindrucksvollen Feuershow der Gruppe Buschfeuer direkt vor der Seekulisse endete am späten Abend die Veranstaltung - nach Aussagen vieler Besucher ein rundum gelungenes Ruderfest. Möglich war das aber nur auf Basis des unermüdlichen Einsatzes von MRSV-Cheftrainer Thomas Thalmair und Rudervorstand Christiane von Oerthel, sowie des Organisationsteams von der Rudersportgruppe Kaiserin Elisabeth im MRSV, das von zahlreichen Helfern aus dem Verein unterstützt wurde.
Viele Teilnehmer sehen sich schon am Samstag, den 29. September wieder. Beim dritten Lauf des Alpenachter-Pokals, dem "Blauen Band vom Wörthersee" (nach dem Passauer Inn-River-Race sowie der Roseninsel- Regatta) werden die Gesamtsieger in den verschiedenen Klassen ermittelt. Einige Bootsbesatzungen aus Starnberg rechnen sich dabei gute Chancen aus.



