33. Dresdner Elbepokal am 27.10.2007

von Dr. Jürgen Krause, SERV
30.10.2007 - 18:07 Uhr

29 Achter und 54 Vierer aus Deutschland von Hamburg bis Pirna, Tschechien und der Schweiz hatten gemeldet und nahmen bei trübem Herbstwetter mit Windstille den Kampf über 10 und 5 km auf der Elbe auf. Dabei wurden sehr gute Zeiten in den einzelnen Altersklassen von den Jungen und Mädchen bis zu den Masters G gefahren.
Für die Berufsschifffahrt gab es eine Schifffahrtssperre, nicht für die planmäßige Personenschifffahrt.  Dadurch waren die Zeitkorridore für die Rennen ohne Schiffsbegegnung begrenzt. Trotz aller Absprachen blieben diese aber in wenigen Fällen durch Fahrplanabweichungen leider nicht aus.

Im Mittelpunkt standen die Rennen der Senioren um die Elbepokale über 10 km. Hier gaben die Boote aus den Bundesstützpunkten Magdeburg / Halle und Dresden / Leipzig mit ihren Nationalmannschaftskadern, für die Zuschauer erkenntlich an den Blattfarben, den Ton an.
Beeindruckend war der überlegene Sieg im SM 4x- A durch den RC Magdeburg im SC Magdeburg mit Mathias Rocher, Robert Bertram, Rene Bertram und Tim Bartels vor den Lokalmatadoren der Rgm. Dresdner RC / Dresdner RV / Pirnaer RV / RV Triton Leipzig mit Karl Schulze, Stefan Schaaf, Martin Menger und Tim Grohmann sowie einer Rgm. Halle / Rostock mit Christian Schreiber, Martin Gulyas, Chris Hajek und Rene Burmeister und einer weiteren Mannschaft aus Dresden / Pirna und Leipzig.
3 Boote nahmen bei den Seniorinnen im SF 4x- A den Kampf über 10 km um den Elbepokal auf. Hier siegte  eine Rgm. Magdeburger / Dresden mit Kathleen Kirchhoff, Peggy Waleska, Manuela Lutze und Judith Aldinger vor einer Rgm. Dresden / Leipzig / Meißen / Eilenburg mit Anika Kniest und Annekatrin Thiele an Bord sowie einer Juniorinnen A - Mannschaft.  

Erfreulich war, auch der Senior-Achter hatte 3 Boote am Start, hier siegte überlegen eine junge Mannschaft aus Dresden / Leipzig und Pirna vor CZE Lodni sporty Brno (Tschechien) und einer Leipziger Rgm.

Nicht so zahlreich waren die Rennen der Jungen und Mädchen besetzt. Hier spielten sicherlich die Herbstferien eine Rolle. Gleich 3 von 5 Siegen gingen nach Sachsen-Anhalt an den Bernburger RC und den Wittenberger RC - der Bundeswettbewerb ließ grüßen!
Schwach war die Beteiligung bei den Junioren, wo nur 4 Booten im JM 4x+ B das Rennen über 10 km aufnahmen, das eine Rgm. Dresden / Meißen gewann.

Stark wie immer waren die Rennen der Masters und die einiger für Vereinsboote besetzt. Da war viel ehemalige Ruderprominenz mit Olympiasiegern und Weltmeistern von Egbert Hirschfelder und Uli Schmied aus Berlin, über die Gebrüder Dießner aus Meißen bis hin zu Marita Gasch (Leipzig) und Dr. Reinhard Martin (Dresden) am Start. Sie lieferten sich vorwiegend in großen Achterfeldern spannende Kämpfe von der AK B bis AK G, dabei mit 6 Achtern MM 8+ E, den die einheimische Rgm. aus Dresden und Meißen mit den Gebrüdern Dießner und Dr. Martin knapp vor dem Berliner Ruder-Club mit Uli Schmied gewann. Mit dem RC Cham (Schweiz), RK am Wannsee und TJ Chemicka Usti n. L. (Tschechien) waren noch weitere reine Vereinsboot dieser Altersklasse am Start. Gut besetzt war dieses Jahr auch der Achter der Masterinnen mit 6 Booten. 4 Achter der AK C fuhren gegen je ein Boot der AK A und D in einem Zeitrelationsrennen, das die Mannschaft der AK C aus Pirna / Hanau / Babensham / Lauffen / Leipzig und Mühlheim vor einer reinen Vereinsmannschaft aus Rüdersdorf gewann.
Knappe Entscheidungen bei guten Fahrzeiten gab es in weiteren Rennen, wie dies aus den Ergebnissen zu ersehen ist.

Aus der Sicht des Veranstalters, des Sächsischen Elbe-Regattavereins, war es wieder eine gelungene Regatta, die ohne Unfälle, ohne Bootsschäden trotz niedrigen Elbe-Wasserstandes, innerhalb reichlich 3 Stunden pünktlich mit den Einschränkungen in den Startzeiten durch den planmäßigen Personenschiffsverkehr mit über 80 Starts abgewickelt werden konnte.
 
Begrenzt wie stets war der Raum für den Sattelplatz, aber die Verteilung auf 3 Bootshäuser gab Platz für alle Boote und Bootswagen. Viel Aufmerksamkeit wurde schon im Vorfeld der Regatta der Zeitmessung mit ihren möglichen Fehlerquellen gewidmet und alle nicht damit im Zusammenhang stehende übrige Protokollarbeiten herausgenommen. Eine zweite Messung mit Protokoll (Redundanz) diente als Ersatz bei eventuellen Übertragungsfehler per Funk. Die Veröffentlichung der Start- und Ziel-Tageszeiten im Ergebnisaushang trug zur Transparenz der Ergebnisse auch im Vergleich mit selbst gestoppten Zeiten der Mannschaften bei. Beim Zieldurchgang jedes einzelnen Bootes wurde an einer Anzeigetafel die aktuelle Fahrzeit  und Startnummer angezeigt. Keine Einsprüche zu den Ergebnissen waren der Lohn exakter Vorbereitung und Arbeit am Regattatag. Abends hatte der USV TU Dresden in sein neues Bootshaus eingeladen.

Die kompletten Ergebnisse sind dem Ergebnis-Protokoll zu entnehmen