DRV-Langstreckenregatta in Dortmund
Auch diesmal hatten die Ruderer bei der DRV Langstreckenregatta in Dortmund kein Glück mit dem Wetter. Das Bild wahr ähnlich wie im letzten Jahr: starker Gegenwind und Nieselregen. Doch trotz der widrigen Bedingungen wurde in allen Bootsklassen bis auf´s Letzte gekämpft. Schließlich gilt es in der Olympia Saison, sich ständig für einen Platz bei den Spielen zu empfehlen.
Im ersten Rennen des Tages, dem Frauenzweier, bestätigte sich die Erwartung von Bundestrainer Ralf Holtmeier, dass die Boote Lenka Wech/Maren Derlien und Elke Hipler/Nicole Zimmermann den Sieg unter sich ausmachen würden. Lenka Wech/Maren Derlien siegten dabei in 24.07 Min. mit einem Vorsprung von 13 Sek. auf Elke Hipler/Nicole Zimmermann. „Im Training und vor allem in den Strecken, die wir letztes Wochenende gefahren sind, hat sich schon gezeigt, dass diese beiden Boote sehr schnell unterwegs sind. Ich hätte zwar eher Elke und Nicole vorne erwartet, aber Lenka und Maren waren im Training immer sehr gut dabei“ kommentierte Ralf Holtmeyer das Ergebnis.
Durch eine starke kämpferische Leistung konnte sich der Zweier Christina Gerking/Nadine Schmutzler Platz drei sichern. Noch im Trainingslager in Sevilla vor 3 Wochen hatte der Trainer einige neue Kombinationen ausprobiert und diese jetzt an den Start geschickt. „Wir waren mit dem Abschneiden einiger Zweier in Luzern nicht so zufrieden und wollten jetzt versuchen durch Wechsel schnellere Kombinationen zu finden“. Dieser Ansatz von Holtmeier und Trainerkollege Werner Nowak machte sich bezahlt, denn auch die restlichen Zweier aus dem Frauenteam folgten dicht hinter den ersten Booten.
Schnellstes Boot im U23 Bereich der Frauen waren Nadja Drygalla/Ulrike Sennewald in 25:40 Min.
Im Männer Zweier war trotz widriger Bedingungen ein ordentlicher Kampf um die Plätze im „Top Team Peking“ zu sehen. Gewinnen konnte hier die neu zusammengesetzte Kombination Jochen Urban/Sebastian-Matthias Schmidt. Platz zwei und drei gingen an Florian Eichner/Philipp Naruhn und Ulf Siemes/Jan Tebrügge. Beide Boote sind für ihre Stärke auf der Langstrecke bekannt. Die weiteren Zweierkombinationen aus dem Team von Trainer Grahn verteilten sich im Mittelfeld auf den Plätzen 4-9.
Die große Leistungsdichte im A-Bereich zeigte sich auch darin, dass mit Tom Lehmann/Felix Drahotta nur ein einziges U23 Boot in diesen Bereich rein fahren konnte. „Insgesamt bin ich zufrieden, aber die Abstände auf die vorderen Plätze waren zu groß“ schätze U23 Bundestrainer Thomas Affeldt die Ergebnisse seiner Mannschaft ein.
Im leichten Männer Zweier siegte erwartungsgemäß die Kombination Axel Schuster/Bastian Seibt vor den Booten Martin Kühner/Jochen Kühner und Ole Rückbrodt/Martin Rückbrodt.
Sowohl der Frauen Skullbereich, als auch der schwere Männer Einer mussten diesmal ohne die großen Favoriten auskommen. Die Frauenmannschaft von Bundestrainerin Jutta Lau befindet sich zurzeit im Trainingslager, bei den Männern hatte Marcel Hacker kurzfristig abgemeldet.
Dementsprechend war in diesen Rennen alles offen. Den Sieg im Schweren Frauen Einer konnte sich Julia Lepke sichern, bei den Leichtgewichten war es Anja Noske aus Saarbrücken.
Im schweren Männer Einer gewann Dirk Thiele mit einem Vorsprung von 7 Sekunden vor René Burmeister und Tim Bartels.
Den Sieg im leichten Einer konnte sich Manuel Brehmer sichern, sieben Sekunden vor Jonathan Koch. Dabei war er so schnell unterwegs, dass er mit seiner Zeit von 23:58 Min im schweren Männer-Einer immerhin Zweiter geworden wäre.
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