"7.Hessen Open" in Weilburg - Pälzer knackt WM-Norm!
Auftakt zur „Concept2 Indoor-Challenge“ mit Teilnehmerrekord
Mit fast 500 Teilnehmern verzeichnete der Weilburger Ruderverein als Ausrichter der „7. Hessen Open“ am vergangenen Samstag einen neuerlichen Melderekord. Traditionell wird in Weilburg an der Lahn der Startschuss für die neue „Concept2 Indoor-Challenge Saison“ gegeben. Erstmals ermittelt der Deutsche Ruderverband im Rahmen der sechs bedeutendsten Ruderergometer-Events in Deutschland seine Deutschen Ergometer-Meister sowie die „Besten“ bei den Masters durch eine Rangliste. Die Halle „Alte Reitschule“ drohte teilweise aus allen Nähten zu platzen, die Stimmung war hervorragend und trotz Anlaufschwierigkeiten konnte die Anfangsverspätung schnell aufgeholt und die Veranstaltung planmäßig abgeschlossen werden.
In der Königsklasse, dem offenen Männerwettbewerb, blieb der 22-jährige Grigori Kjulbassanoff vom Dresdener Ruder-Club als einziger an diesem Tage unter der magischen 6-Minutenmarke und gewann das Rennen über die simulierten 2000 Meter in guten 5:58,8 Minuten. Der gebürtige Bulgare wird auch am kommenden Samstag in seiner Heimatstadt Dresden bei den Offenen Europameisterschaften an den Start gehen, wo allerdings mit deutlich härterer Konkurrenz zu rechnen ist.
Der älteste Teilnehmer dieser „7. Hessen Open“, der 65-jährige Horst Pälzer aus Koblenz, versetzte das Publikum mit seiner Leistung ins Staunen. Mit der Siegerzeit von 7:01,6 Minuten hat er die Qualifikationsnorm für die Ruderergometer Weltmeisterschaften am 24.02.08 in Boston/USA um 30,5 Sekunden! unterboten. Sollte er im Verlauf der Challenge der Schnellste bleiben, so darf er auf Kosten der Firma Concept2 an diesen globalen Titelkämpfen teilnehmen. Im Vorjahr hätte er mit dieser Zeit bei der WM Gold in seiner Altersklasse gewonnen!
Wie in jedem Jahr waren in Weilburg besonders im Nachwuchsbereich volle Meldefelder zu verzeichnen, die auch schon so früh in der Saison mit herausragenden Ergebnissen aufwarteten. Im teilnehmerstärksten Feld dieser „7. Hessen Open“, den 15/16-jährigen Leichtgewichts-Junioren, fuhr der Limburger Frederik Weidner mit 5:04,00 Minuten von den 42 gestarteten Teilnehmer über die 1.500 Meter die schnellste Zeit. In der offenen Klasse dieses Altersbereichs siegte der Flörsheimer Luca Haible in respektablen 4:45,5 Minuten. Auch im weiblichen Bereich scheinen die Hessen über einen guten Nachwuchs zu verfügen. Denn auch hier lassen die Siegerzeiten von Hanna Jonas (Limburg /5:30,8 min) und im Leichtgewichtsbereich von Charlotte Eggeling (Eschwege/5:42,20min) aufhorchen und setzen die Messlatte im Kampf um die Meistertitel in dieser Wintersaison schon einmal sehr hoch an. Die Konkurrenz auf den nächsten Events in Dresden, Lübeck, Stuttgart, Berlin und Essen-Kettwig wird sich strecken müssen, um diese Siegerzeiten noch zu unterbieten.
Mit viel Freude konnte man verfolgen, wie auch die jüngsten Aktiven dieser Veranstaltung mit großem Eifer und Engagement bei der Sache waren, sodass man sich um den Nachwuchs der 12-14-jährigen bei diesen Events keine Gedanken machen muss. Hier sind die Leistungsunterschiede natürlich noch sehr sehr groß, sodass 1-Minutenabstände auf der 1.000-Meterstrecke zwischen den Erst- und Letztplatzierten keine Seltenheit sind. Das Fachpublikum staunte allerdings nicht schlecht, als der erst 13-jährige Christian Becker aus Flörsheim bereits nach 3:15,5 Minuten die simulierten 1.000 Meter hinter sich gebracht hatte. Diesen Namen sollte man sich schon einmal für die Zukunft merken.
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