Meisterehrung des Landessportverbandes und der Landesregierung Schleswig-Holstein

Wienholtz: „Wir wollen Nachwuchsathleten im Lande halten“

von DOSB
10.12.2007 - 19:11 Uhr
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„Wir wollen unsere Nachwuchsathleten im Lande halten. Deshalb müssen wir das Verbundsystem Leistungssport-Schule verbessern.“ Dies betonte der Präsident des Landessportverbandes Schleswig-Holstein, Dr. Ekkehard Wienholtz, bei der von der HSH Nordbank präsentierten traditionellen Meisterehrung des LSV und der Landesregierung im Haus des Sports in Kiel. Eingeladen wurden zu diesem Anlass 100 Athleten und Athletinnen, die im Jahr 2007 einen Deutschen Meistertitel gewonnen, in Mannschaften für das Nationalteam nominiert wurden bzw. bei Europa- und Weltmeisterschaften die Plätze eins bis acht belegt haben.

In der Einrichtung von  „Eliteschulen des Sports“, „Sportbetonten Schulen“ oder „Partnerschulen des Leistungssports“ sieht der LSV-Präsident eine wichtige Aufgabe für die Zukunft, um die Rahmenbedingungen für den Nachwuchs zu optimieren: „Wir wollen den Athletinnen und Athleten eine schulische und berufliche Perspektive eröffnen.“

Der LSV-Präsident verwies auf die verbesserte Sportinfrastruktur im Lande am Beispiel des nach dem Ruder-Internat in Ratzeburg zweiten Sportinternates in Kiel-Schilksee für die Schwerpunktsportarten Segeln und Beachvolleyball am Olympiastützpunkt Hamburg-Schleswig-Holstein.

„Wir investieren in die Sportinfrastruktur unseres Landes, damit Sie bessere Trainingsmöglichkeiten haben. Diese Investition des LSV erfolgt in finanziell schwierigen Zeiten und stellt damit ein klares Bekenntnis zum Leistungssport dar“, sagte Dr. Wienholtz bei der Meisterehrung an die Adresse der Athletinnen und Athleten gerichtet.

Der LSV-Präsident ging auch auf das Thema Doping ein. „Ich bin davon überzeugt, dass die überwiegende Zahl der Sportlerinnen und Sportler in unserem Land dopingfreien Sport betreiben will und auch betreibt“, sagte Wienholtz. Wienholtz kündigte die Verstärkung präventiver Maßnahmen an. So sind spezielle Schulungen von Trainern und Betreuern geplant, um diese besser über das Thema Doping aufzuklären. Auch solle die Anzahl der Dopingkontrollen im Nachwuchsleistungssport erhöht werden. Dazu werde eine Vereinbarung mit der Landesregierung angestrebt. Mit den Fachverbänden solle außerdem über die Einführung von Athletenpässen gesprochen werden, um die Karriere von Sportlern besser nachvollziehen zu können und eventuelle Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen.

Sportlicher Ehrengast war die Silbermedaillen-Gewinnerin bei den Paralympics von Athen 2004 im Dressurreiten, Bettina Eistel. Die contergangeschädigte Psychologin, die seit ihrer Geburt 1961 ohne Arme „anders funktionieren muss“, arbeitet neben ihrem Hauptberuf als Therapeutin auch als Moderatorin der ZDF-Sendung „Menschen – das Magazin“. In diesem Jahr hat Bettina Eistel, die 2006 bei der vom LSV veranstalteten Wahl zur Sportlerin des Jahres Platz eins belegte, ihre Biografie unter dem Titel „Das ganze Leben umarmen“ vorgelegt. Die bei der Meisterehrung ausgezeichneten Sportlerinnen und Sportler erhalten das Buch vom LSV zusätzlich zu ihren Urkunden als Geschenk.