Team Kaidel steht
Auf dem Weg zum Rudertag 2008 hat Siegfried Kaidel (56), der für den DRV-Vorsitz kandidieren wird, nun sein Team zusammengestellt. „Zwar werden alle Kandidaten auf dem Rudertag in Einzelwahl gewählt, aber wir treten als Team mit gemeinsamen Zielen an“, so Kaidel. Damit sollen die Gegensätze, die die Vorstandsarbeit zuletzt gelähmt haben, aufgebrochen werden. Deutlich wird auch, dass die inhaltliche Arbeit des Vorstandes im Vordergrund stehen wird. „Mit der Mischung aus neuen und erfahrenen Kräften wollen wir die Herausforderungen angehen, um den DRV für die Zukunft zu rüsten.“
Dabei steht Kaidel mit dem Steuerberater Wolfgang David (60) ein auf vielen Ebenen des Sports erfahrener Mitstreiter zur Verfügung, der im Vorstand zuletzt für das Ressort Wanderrudern und Breitensport verantwortlich war. Der Saarbrücker sieht es als seine wichtigste Aufgabe an, die von Kaidel begonnene Ordnung der Finanzen fortzusetzen und somit den Haushalt zu konsolidieren und neue Handlungsspielräume zu gewinnen. In der Geschäftsstelle sollen durch zeitgemäße Führungsstrukturen neue Handlungsoptionen zur Stärkung des Vereinsservice erreicht werden.
Zur Wiederwahl tritt Stefan Grünewald-Fischer (54) als stellvertretender Vorsitzender Leistungssport an. Er hat sich zum Ziel gesetzt, vorhandene Ressourcen noch zielgerichteter und effektiver einzusetzen. Strukturen und Organisation im Nachwuchs-, Anschluss- und Hochleistungssport sollen überprüft und notwendige Änderungen über die Gremien durchgesetzt werden. „Dies kann nur im Schulterschluss mit den Ländern und Vereinen gelingen“, so Grünewald-Fischer. Weiterhin stehen die berufliche Absicherung der Aktiven und die finanzielle Entlastung ihrer Vereine im Fokus der Aktivitäten.
Bei Prof. Dr. Arnim Nethe (44) soll der Gesamtbereich Wanderrudern, Breitensport, Umwelt und Ruderreviere zusammengefasst werden. Der Berliner ist begeisterter Wanderruderer und will hier neue Akzente setzen. Die Marke „Rudern“ in der Sport- und Freizeitlandschaft soll besser platziert werden. „Unsere Sportart darf nicht nur als Hochleistungssport, sondern muss als Gesundheitssport ein Begriff werden.“ Hierzu sollen Kooperationen mit den Krankenkassen ausgebaut und der Kontakt zum DOSB intensiviert werden. „Auf diesem Weg wollen wir unseren Vereinen helfen, diesen wichtigen Bereich zur Gewinnung neuer Mitglieder zu besetzen“. Unterstützt wird Prof. Dr. Nethe durch Dr. Wolfgang Krutzke, der den Bereich Ruderreviere, Technik und Umwelt als Referent leiten wird.
Das Ressort „Vereinsservice“ soll Claudia Hassmann (42) übernehmen. Die ehemalige Nationalmannschaftsruderin hat damit die zentrale Aufgabe, die Vereine durch Aktionen, Informationen und Service in der Mitgliedergewinnung zu unterstützen. Ebenso soll sie entsprechende Anfragen beantworten oder zumindest an die zuständige Stelle weiterleiten können. Dies wird in erster Linie der DOSB, aber auch die öffentliche Verwaltung sein. Für diese Aufgabe kann die Betriebswirtin auf eine fünfjährige Tätigkeit als Geschäftsführerin des Kölner RV 1877 zurückgreifen.
Der ehemalige Weltklasseskuller Peter Michael Kolbe (54) steht für den Bereich Verbandsentwicklung und Marketing zur Verfügung. Er kennt den Verband aus Sicht der Spitzensportler und als Sportdirektor. Im Bereich Verbandsentwicklung kann er dabei, neben seinen fundierten persönlichen Erfahrungen, auch auf die Arbeit und Unterstützung der Arbeitsgruppe "Strukturreform", unter dem Vorsitz von Reinhart Grahn (Landesruderverband Schleswig-Holstein) zurückgreifen. Auf der Grundlage der vom amtierenden Vorstand in Auftrag gegebenen Verbandsanalyse durch die Führungsakademie des DOSB, soll der Verband unter seiner Ressortleitung eine dringend erforderliche Marketingkonzeption mit klar definierten Handlungszielen und potentiellen Zielgruppen erhalten.
Volker Grabow (51) steht für das Ressort Bildung und Wissenschaft zur Wiederwahl an. Der Sportwissenschaftler möchte den eingeschlagenen Weg fortsetzen und weiterhin moderne wissenschaftliche Erkenntnisse so aufbereiten, dass Übungsleiter und Trainer an der Basis profitieren. Daneben ist auch der Spitzensport wissenschaftlich zu begleiten. Daher wird der Kontakt zu Instituten der Spitzenforschung (FES Berlin, IAT Leipzig und Trainerakademie Köln) intensiviert.
Für das Ressort Wettkampfwesen steht Dr. Dag Danzglock (45) erneut als Kandidat zur Verfügung. Hauptaufgaben sieht er in der Aus- und Fortbildung der Wettkampfrichter, der Entwicklung des Regattaangebotes und elektronischer Regattaorganisation sowie der Struktur des DMR. Daneben wird er die Verantwortung für die Öffentlichkeitsarbeit übernehmen. An diesem Beispiel wird deutlich, dass alle Ressortleitungen mit Teams zusammenarbeiten werden, die spezielle Aufgaben übernehmen. So wird die Öffentlichkeitsarbeit vorrangig von Oliver Palme als Pressesprecher für die Nationalmannschaft betrieben. Hingegen soll die Internet AG (Oliver Quickert, Christian Speelmanns und Tammo van Lessen) weiterhin den Internetauftritt des Verbandes gestalten. Den Ressortleitungen obliegt die Koordination und Berücksichtigung der Themen in der Vorstandsarbeit.
Die Vertreter von Länderrat und Ruderjugend werden von diesen Gremien gewählt und direkt in den Vorstand entsandt.







