Bastian Seibt zur Vorbereitung im Leichtgewichts-Vierer

von Oliver Palme, Pressesprecher
29.12.2007 - 12:34 Uhr
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Ein Interview mit dem Aktivensprecher der Leichtgewichts-Männer Bastian Seibt zur Mannschaftsbildung des Leichtgewichts-Vierer ohne Steuermann kurz vor dem Jahreswechsel und der Abreise in das Trainingslager in Sabaudia (Italien).

Rudern.de: "Die ersten zwei Maßnahmen des Projektes Leichtgewichtsvierer ohne Steuermann für Peking 2008 sind geschafft. Wie sind Ihre ersten Eindrücke?"

Bastian Seibt: "Es ist sehr bedauerlich, dass nicht versucht wird, mit vereinten Kräften eine Qualifikation des deutschen Auswahlbootes zu erlangen. Nichts desto trotz zeigt das Ergebnis der Dortmunder Langstrecke, dass die derzeit schnellsten und vermutlich auch die routiniertesten Riemenruderer in der verbleibenden Gruppe eingebunden sind - ausgenommen von Personen, die sich von sich aus nicht an einer gemeinsamen Selektion inklusive Trainingsmaßnahmen beteiligen wollen."

Rudern.de: "Im Vorfeld der Maßnahmen gab es einige Unstimmigkeiten zur Konzeption des Projektes. Vier WM Teilnehmer wollten ihr eigenes Projekt „gegen“ die Vorgaben des Projektes organisieren. Wie wird das in der Trainingsgruppe aufgenommen?"

Bastian Seibt: "Es wird in dem 10er-Kreis sehr bedauert, dass sich die Vier von Rita Hendes betreuten Jungs gegen das Projekt entschieden haben. Der Weggang von starken Ruderern, die viel Potential in die Gruppe eingebracht hätten, ist immer ein Verlust für das gesamte Projekt, auch wenn das für einige Personen vielleicht die Chance gemindert hätte, sich für das Boot zu qualifizieren. Diese Entscheidung hat vieles überschattet, so dass das die daraufhin möglichen oder auch notwendig gewordenen Änderungen nicht weiter besprochen bzw. abgestimmt wurden."

Rudern.de: "War es für Sie auch überraschend, dass die Vorgehensweise der Selektion im vorolympischen Jahr geändert wurde?”

Bastian Seibt: "Wenn ich mir das vom DRV und vom Trainer vorgelegte Konzept für die bevorstehende Aufgabe ansehe, weicht dieses nur in einigen Punkten vom Vorgehen der vergangenen Jahre ab. Einige neue Maßnahmen wurden ja nun aufgrund der nachträglich geänderten Situation sowieso wieder fallen gelassen, so dass die Änderungen zu den Vorjahren immer geringer werden."

Rudern.de: "Was sind die nächsten Maßnahmen? Bereiten Sie sich darauf speziell vor?"

Bastian Seibt: "Wir fahren mit 10 Personen vom 27.12. bis zum 11.01. ins gemeinsame Rudertrainingslager nach Sabaudia. Dort wollen wir die Rudertechnik besser aneinander angleichen und auch das neue FES-Boot auf Herz und Nieren prüfen. Vielleicht gibt es dort ja auch bereits erste Erkenntisse, wer mit wem ganz gut zusammenpasst. Eine Woche nach unserer Rückkehr wird ein Stufentest und ein Ergotest über 2000m absolviert. Durch das vorangehende Trainingslager kann man sich so gut wie gar nicht speziell auf den Ergotest vorbereiten. Da aber alle die gleiche Vorbereitung haben, sind die Voraussetzungen fair."

Vielen Dank für das Interview und Viel Glück im Neuen Jahr und im Trainingslager in Saubaudia!