Rennberichte: Tag 5 der U19 WM in Ottensheim, Finaltag

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von Tanja Knöll
26.07.2008 - 21:08 Uhr

Vierer Juniorinnen

Im ersten A-Finale des Tages treten die vier deutschen Juniorinnen gegen die Boote aus Australien, Großbritannien, Neuseeland, Italien und Amerika an. Italien geht nach dem Start sofort in Führung, dicht gefolgt von Neuseeland und Großbritannien. Das deutsche Boot liegt ganz knapp auf Platz vier. Noch vor der Hälfte des Rennens fahren die deutschen Juniorinnen an den Britinnen vorbei und gehen als drittes Boot auf den zweiten Streckenabschnitt. Die Medaille ist in Sicht! Italien und Neuseeland führen das Feld in den Endspurt, Deutschland liegt 2/10 Sekunden vor dem britischen Boot. Hochspannung gleich im ersten Rennen, die Zuschauer hält es schon jetzt nicht mehr auf ihren Sitzplätzen! Während vorne Neuseeland Italien angreift, wird es um Platz drei ganz eng für die Deutschen. Im Endspurt haben die Britinnen die größeren Reserven und überholen den deutschen Vierer wieder. Australien belegt Platz fünf und Amerika wird sechster. Für die deutschen Mädchen bleibt der undankbare vierte Platz, ausgepumpt liegen die Vier im Ziel.

Zieleinlauf: NZL, ITA, GBR, GER, AUS, USA

Vierer-mit-Steuermann Junioren

Der deutsche Vierer startet durch den Sieg im Vorlauf auf einer Mittelbahn gegen Großbritannien, die Ukraine, Serbien, Italien und Frankreich. Bis auf die Serben, die den anderen Vorlauf gewannen, haben alle Boote durch den Hoffnungslauf ein Rennen mehr in den Knochen.
„Deutschland hat sofort nach dem Start einen minimalen Vorsprung!“, verkündet der Streckensprecher. Diesen baut der deutsche Vierer nach und nach auf einen Luftkasten aus. Aber die Briten und das Boot aus der Ukraine präsentieren sich ebenfalls stark. An diesen Positionen ändert sich im Streckenverlauf eine ganze Weile nichts. Doch dann ist es der britische Vierer, der die Führung übernimmt. Nur einen Meter vorne rudern die Briten auf der Außenbahn. Die Ukraine bleibt auf Rang drei. Auch hier stehen die Zuschauer schon, als das Feld in Sichtweite kommt. Italien versucht, sich auf dem dritten Abschnitt wieder ins Spiel zu bringen. Doch vorne kämpfen die Deutschen mit den Briten immer noch um die Führung. Diese beiden Mannschaften schenken sich heute nichts! Dann der Endspurt. Die Deutschen auf der Mittelbahn haben die Führung zurück erobert! Ein fulminanter Endspurt lässt sie eine Länge vor den Briten liegen, als es auf die letzten 250 Meter geht. Diese Führung geben sie auch nicht mehr her. Der deutsche Vierer-mit wird hier verdient Junioren-Weltmeister und gewinnt die erste Goldmedaille für Deutschland! Klasse!

Zieleinlauf: GER, GBR,UKR, SRB, ITA, FRA

Einer Juniorinnen

Keine der Gegnerinnen aus Kroatien, Australien, Norwegen, Rumänien und Amerika hat bei diesen Titelkämpfen bisher eine schnellere Zeit gerudert als Carina Bär im deutschen Boot. Sie hat ganz klar die Favoritenrolle in diesem Rennen.
Im Vergleich zu ihren sonstigen Rennen startet sie heute eher verhalten. Nach den ersten 500 Metern liegt sie an der Spitze, doch „nur“ 3,5 Sekunden vor der Kroatin. Carina behält ihre Führung, bei 1000 Metern sind es immer noch 3,5 Sekunden, jetzt jedoch vor der Ruderin aus Amerika. Positionskämpfe also im Feld, Carina immer vorneweg. Ab der Streckenhälfte kommt der „Schwabenexpress“ dann aber ins Rollen. Mit gewohnt kräftigen Schlägen fährt Carina ihren Konkurrentinnen immer weiter davon, die Schlagzahluhren auf der Tribüne zeigen eine konstante 28,5 an. Die anfangs zweitplazierte Kroatin wird durch das Feld an Position sechs gereicht, Carina ist immer noch vor der Amerikanerin in Führung. Auf dem dritten Streckenabschnitt macht sie immer mehr Boden gut und geht mit fast sechs Sekunden Vorsprung auf die letzten 500 Meter. Es folgt die Triumphfahrt von Carina Bär! Mehrere Längen vor ihren Gegnerinnen rudert sie an den Fans auf der Tribüne vorbei. Von der Athletentribüne aus wird sie nicht nur von den deutschen Teamkameraden, sondern auch von ihren Trainingsfreunden aus Tunesien angefeuert. Carina siegt für Deutschland und streckt  im Ziel für einige Augenblicke stolz die Arme zum Himmel! Diesen Moment ganz für sich alleine hat sie sich wirklich verdient! Eine großartige Leistung und Goldmedaille Nummer zwei für den DRV.

Zieleinlauf: GER, NOR, AUS, ROU, CRO, USA

Einer Junioren

Hagen Rothe rudert in diesem Finale gegen die Ruderer aus Bulgarien, Polen, Australien, Serbien und Weißrussland. In den Vorentscheidungen dominierte neben Hagen auch der Bulgare, heute treffen die beiden zum ersten Mal direkt aufeinander.
Sofort nach dem Start legt sich Hagen eine Viertellänge vor das Feld. Der Pole ist zu diesem Zeitpunkt sein nächster Verfolger. Aus der Mitte des Feldes heraus hat Hagen stets alle Kontrahenten im Blick. Als es auf die Streckenhälfte zugeht, entwickelt sich zwischen dem Deutschen und dem Bulgaren der erwartete Zweikampf. Dem Bulgaren gelingt es, sich fast eine Länge vor den deutschen Bug zu schieben, doch Hagen Rothe lässt sich nicht so einfach abschütteln. Mit einem kräftigen Streckenschlag schiebt er sich immer näher an den Bulgaren heran und schon sieht es danach aus, als ob dieser Hüne ins Wanken kommt. Denn er schaut immer wieder hektisch zum deutschen Boot hinüber. Beide Boote rudern weit vor dem Rest des Feldes auf die Ziellinie zu, ein Zweikampf par excellence! Pünktlich zum Endspurt findet der Bulgare dann seine „zweite Luft“ und erhöht massiv seine Schlagzahl. Hagen gibt alles, spurtet ebenfalls bis zur Erschöpfung, doch der Bulgare ist heute eine dreiviertel Länge schneller. Eine großartige Vorstellung ist es, die Hagen Rothe heute abliefert und dafür erhält er verdient die Silbermedaille!

Zieleinlauf: BUL, GER, SRB, AUS, BLR, POL

Zweier Juniorinnen

Ronja Schütte und Anja Broders rudern in diesem Rennen auf der Mittelbahn neben den kräftigen Bulgarinnen. Doch auch die Zweier aus Rumänien, Weißrussland, Österreich und Lettland wollen heute in den Kampf um die Medaillen eingreifen.
Der deutsche Juniorinnen-Zweier kommt prima ins Rennen, legt sich mit in Führung. Der Streckensprecher verkündet, dass Deutschland immer an der Spitze bleibt, während sich die Positionen dahinter rege wechseln. Die mitfavorisierten Bulgarinnen fahren heute nicht ihr bestes Rennen und fallen zurück. In Führung liegend gehen Ronja und Anja auf die letzten 250 Meter. Doch die Rumäninnen kommen stark auf! Weißrussland auf Platz drei. 150 Meter vor dem Ziel sieht es danach aus, als ob Rumänien am deutschen Boot vorbeizieht. Aber nicht mit Ronja und Anja! Sie drehen noch mal richtig auf und unter dem begeisterten Jubel der Zuschauer reißen sie das Ruder sprichwörtlich noch einmal herum! Knapper Sieg für den deutschen Zweier vor Rumänien! Goldmedaille Nummer drei für den DRV!

Zieleinlauf: GER, ROU, BLR, BUL, AUT, LTU

Zweier Junioren

Mit der Finalteilnahme hat sich der Zweier-ohne aus Treis-Karden bereits sein selbst gestecktes Minimalziel erreicht. Heute heißt es, gegen die Boote aus Amerika, Slowenien, Griechenland, Australien und Frankreich das Bestmöglichste herauszuholen.
Die beiden Halbfinalsieger sind es auch, die sich gleich nach dem Start in Führung legen. Deutschland also vorne mit dabei! Doch das Rennen ist noch lang. Mit einer halben Bootslänge Rückstand rudern die zwei deutschen Jungs hinter Griechenland auf die erste Zwischenzeitnahme zu. Die Australier machen von hinten Druck auf die Deutschen. Zur Streckenhälfte unveränderte Positionen, Griechenland eine knappe Länge vor dem deutschen Boot, eine weitere halbe Länge dahinter Australien. Amerika liegt einen Luftkasten vor Slowenien in Lauerstellung. „Die Deutschen kommen immer stärker auf und es wird immer enger für die Griechen!“ meldet der Streckensprecher. Die Jungs von der Mosel beißen sich an den Griechen fest und setzen sie weiter unter Druck. Doch das griechische Boot kontert, es bleibt weiterhin bei den Positionen. Auf der Außenbahn kommt Amerika stark auf, doch der Kampf um Gold entbrennt auf den mittleren Bahnen! Australien immer noch knapp hinter Deutschland auf Platz drei. Im Endspurt wird dies noch ein ganz heißes Rennen. Griechenland wird gewinnen, dahinter kämpft Deutschland nun gegen Australien und Amerika um Platz zwei, einer wird undankbarer Vierter. Aber Lukas Oberhausen und Frederik Prigge setzen sich durch und gewinnen sehr verdient die Silbermedaille vor Australien. „Treis-Karden für Deutschland!“, schallt es von der Aktiventribüne - ein super Rennen!

Zieleinlauf: GRE, GER, AUS, USA, FRA, SLO

Doppelzweier Juniorinnen

In den Vorentscheidungen waren Mareike Adams und Clara Karches immer das schnellste Boot. Hier rudern sie gegen Großbritannien, Bulgarien, Österreich, Italien und Polen. 
Österreich und Italien bestimmen den Rennbeginn. Diese beiden Boote gehen vor dem Duo aus Deutschland auf die ersten 500 Meter. Dicht dabei auch noch die Britinnen knapp hinter den Deutschen. Doch noch vor der ersten Zwischenzeitnahme finden die zwei deutschen Juniorinnen den richtigen Rhythmus und legen ihre Bugspitze in Führung. Bis zur 1000-Meter-Marke bauen sie diese Führung immer weiter aus und werden dort als Erste vor dem Boot aus Österreich notiert. Immer noch gut mit dabei um Platz zwei ist auch das italienische Boot. „1300 Meter gerudert und die beiden Deutschen scheinen hier einem ganz klaren Sieg entgegen zu rudern.“ beruhigt der Streckensprecher die deutschen Fans und Eltern auf der Tribüne. Um Platz zwei kämpfen weiter Österreich und Italien vor dem übrigen Feld. Ein prächtiges Bild bietet sich, als das Feld in Zuschauernähe kommt. Clara und Mareike rudern mit langen und dynamischen Schlägen vor dem Feld, es sind schon einige Längen Vorsprung! Doch sie legen noch einen Gang zu und ziehen die Österreicherinnen mit! Ein mehr als verdienter Sieg für das Team aus Mainz und Wetzlar, Goldmedaille Nummer vier für den DRV!

Zieleinlauf: GER, AUT, ITA, BUL, GBR, POL

Doppelzweier Junioren

Nach Zeiten der Halbfinals wurde der deutsche Doppelzweier als viertschnellstes Boot notiert. Heute treten Martin Menger und Lauritz Schoof  gegen die Doppelzweier aus Kroatien, Litauen, Australien, Slowenien und Rumänien an.
Dass auch sie hier und heute eine Medaille wollen, zeigen die beiden Deutschen vom Start an. Mit in Führung liegend absolvieren sie den ersten Streckenabschnitt. Auf der Bahn sechs halten die Rumänen anfangs am besten mit, doch auch das Boot aus Litauen fährt ein schnelles Rennen. Vorne sind jedoch immer weiter die deutschen Jungs, Australien gar „nur“ auf dem dritten Platz. Nach 1000 Metern heißt es Deutschland vor Litauen und Australien, die Rumänen fallen etwas zurück. Auch der dritte Streckenabschnitt geht an das deutsche Boot und so geht Deutschland in Führung auf die letzten 500 Meter. Mit hoher Frequenz führen die Jungs vor den Litauern, die nun aber ihrerseits einen Spurt anziehen. Die letzten 150 Meter! Deutschland unter Druck von Litauen und Australien. Jetzt müssen Lauritz und Martin alle ihre Reserven auspacken! Alle Boote überschreiten nun die 40 Schläge pro Minute. Die zwei Deutschen behalten die Nerven in diesem spannenden Finish und überqueren als Sieger die Ziellinie! Wieder so ein atemberaubender Zieleinlauf dieses Doppelzweiers, doch solche Rennen machen Spaß! Lauritz und Martin sind Junioren-Weltmeister, der DRV hat Goldmedaille Nummer fünf.

Zieleinlauf: GER, LTU, AUS, SLO, ROU, CRO

Vierer Junioren

Der deutsche Vierer muss sich in diesem Finale mit den Mannschaften aus Großbritannien, Rumänien, Australien, Griechenland und Spanien auseinandersetzen. Auf den Mittelbahnen rudern die nach den Vorentscheidungen favorisierten Rumänen und Australier.
Alle Boote starten schnell, zunächst ist keine Nation klar vorne. Nach etwa 400 Metern haben die Australier die besten Karten und übernehmen die Spitze. Das deutsche Boot wird auf Position fünf notiert, doch das Feld liegt immer noch dicht zusammen. Nur einen Bugball liegt Australien vor Rumänien, als es auf die Streckenhälfte zugeht. Die Briten und die Spanier halten den Anschluss zu den Führenden, Deutschland noch vor den bereits zurückliegenden Griechen auf Platz fünf. Traditionell wird an der Streckenhälfte ein Spurt gefahren und auch bei den deutschen Jungs sieht es danach aus. Denn auf dem dritten Teilstück der Strecke schieben sich die Deutschen immer weiter nach vorne. „Wenn sie auf Bahn zwei rudern, liegen sie jetzt ziemlich gut!“, stellt ein Zuschauer auf der Tribüne fest. Und das tun die Vier in der Tat! Während auf Bahn sechs die Spanier die ausgepumpten Rumänen überholen, rudert im spanischen Kielwasser der deutsche Vierer an den Australiern vorbei! Ein bärenstarker Endspurt im deutschen Boot sichert die erste Bronzemedaille des Tages für den DRV. Diese vier Jungs haben den Zuschauern ein tolles Rennen geboten!

Zieleinlauf: ESP, ROU, GER, AUS, GBR, GRE

Doppelvierer Juniorinnen

In den Vorentscheidungen ruderte das deutsche Quartett beide Male rund zehn Sekunden vor dem Rest des Feldes. Als klare Favoritinnen nehmen die deutschen Junorinnen dieses Finale heute in Angriff und liegen zwischen den Booten aus Griechenland, Neuseeland, Weißrussland, Italien und Belgien am Start. Durch einen Bootsschaden im italienischen Boot kommt es zunächst zu einer Startverzögerung. Als es dann losgeht, schießt der deutsche Doppelvierer fast aus den Startblöcken und legt sich sofort an die Spitze des Feldes. Weißrussland und Neuseeland auf den Plätzen zwei und drei. Es scheint, als ob den Italienerinnen noch der Schreck des Bootsschadens in den Knochen sitzt, denn sie liegen schon zurück. Nach 750 geruderten Metern rudert Italien jedoch fast wieder gleichauf mit Neuseeland, an der Spitze weiter unangefochten ist der deutsche Doppelvierer. Dahinter wird Weißrussland von den Booten aus Italien und Neuseeland angegriffen. Zur Hälfte des Rennens haben die deutschen Juniorinnen bereits über vier Sekunden Vorsprung herausgerudert und sind in der Lage, auf die Aktionen ihrer Gegnerinnen zu reagieren. Italien fällt zurück, aber Neuseeland ist immer noch an Weißrussland dran. Die deutschen Fans auf der Tribüne können ihren spurtenden Juniorinnen während ihrer Siegesfahrt schon zujubeln, so groß ist der Vorsprung des Bootes. Im Ziel sind einige Längen Wasser zwischen dem deutschen und dem weißrussischen Boot, der dritte Platz geht an Neuseeland. Der Titel der Junioren-Weltmeisterinnen geht in diesem Jahr völlig zu Recht an Deutschland, es ist Goldmedaille Nummer sechs für den DRV!

Zieleinlauf: GER, BLR, NZL, BEL, GRE, ITA

Doppelvierer Junioren

Nach den ersten Regatten in diesem Jahr hätte wohl kaum einer geglaubt, dass beim Finale der Junioren WM ein deutscher Doppelvierer auf der favorisierten Mittelbahn starten würde. Während der UWV steigerte sich dieser Doppelvierer aber immer mehr und gewann in Ottensheim alle Vorentscheidungen. Heute heißt es, gegen die Boote aus der Schweiz, Holland, Italien, Frankreich und Lettland alles zu geben, um das Maximale erreichen zu können. Das Rennen wird nach dem Start zunächst von dem Boot aus Italien bestimmt, die vor den Holländern am besten vom Start wegkommen. Nach 500 Metern übernehmen die deutschen Jungs aber das Zepter und rudern an den beiden führenden Booten vorbei. Spannung kommt auf der Tribüne auf! Zur Streckenhälfte ist es eine knappe Sekunde Vorsprung für Deutschland vor Italien und Holland. Etwas dahinter bereits die Schweiz. Lautstarke Anfeuerungsrufe schallen von der Tribüne, als die deutschen Jungs die letzten 500 Meter als Führende angehen. Die Italiener geben alles und so kommt es zu einen Bug an Bug Kampf an der Spitze! Die Fans brüllen was das Zeug hält und - es reicht! Ein sagenhafter Endspurt in diesem deutschen Doppelvierer, der den Weltmeistertitel für eine grandios kämpfende Mannschaft bringt! Goldmedaille Nummer sieben für den DRV, Platz zwei geht an Italien. Dritter wird Holland. 

Zieleinlauf: GER, ITA, NED, SUI, FRA, LAT

Achter mit Steuerfrau Juniorinnen

Als einziges Rennen im Juniorenbereich wurde im Juniorinnen-Achter “nur“ ein Bahnverteilungsrennen ausgefahren. Dabei zeigten sich die acht deutschen Ruderinnen und ihre Steuerfrau bereits in guter Verfassung und kamen als Zweite hinter den dynamisch rudernden Amerikanerinnen ins Ziel. Gegen die weiteren Gegner aus Russland, Rumänien und Frankreich gilt es heute, diesen zweiten Platz zu halten.
Als ersten Zwischenstand gibt der Streckensprecher eine Führung für das Boot aus Rumänien durch, knapp vor dem deutschen Boot. Drei bis vier Meter sind es nur, die diese beiden Achter trennen. Amerika liegt zu diesem Zeitpunkt auf Platz drei. Bei 900 Meter schließen die Amerikanerinnen auf und schieben sich allmählich am deutschen Achter vorbei. Doch es bleibt eng! Nur zwei Meter beträgt der Vorsprung für die Rumäninnen vor Amerika und Deutschland. Nach 1100 Metern bleibt es vorne spannend, doch das deutsche Boot fällt etwas zurück. Jetzt heißt es, alle Daumen zu drücken und schon mal die Stimme zu erheben, um die deutschen Mädels von der Tribüne aus zu unterstützen! Nach weiteren 300 Metern ist es immer noch der dritte Platz für den deutschen Achter, während sich die Führenden weiter absetzen können. Etwas mehr als eine Länge beträgt der Vorsprung, den Amerika und Rumänien vor dem letzten Streckenviertel inne haben. Als die Boote mit dem Endspurt beginnen, hat Amerika bereits Rumänien überholt und führt nun mit einer halben Länge. Alle Boote spurten auf den letzten 400 Metern, die acht deutschen Ruderinnen geben alles, doch sie kommen nicht mehr an die Führenden heran. Eine gute Länge hinter den Amerikanerinnen und den Rumäninnen kommen sie als Dritte ins Ziel. Der Gewinn der Bronzemedaille wird von den deutschen Fans mit freudigem Applaus belohnt!

Zieleinlauf: USA, ROU, GER, FRA, RUS

Achter mit Steuermann Junioren

Im Finale stehen außer Deutschland die Achter aus Großbritannien, Neuseeland, Amerika, Italien und Spanien. Amerika und Deutschland starten als die beiden Vorlaufsieger auf den Mittelbahnen.
Den besten Start erwischt heute der Achter aus Amerika, dieser liegt zu Beginn des Rennens in Führung. Einen Luftkasten dahinter liegen zu diesem frühen Zeitpunkt die deutschen Jungs. Nach den ersten Startschlägen nimmt der deutsche Achter aber Fahrt auf und bereits bei der ersten 500-Meter-Marke liegt Deutschland knapp in Führung vor Amerika. Im weiteren Verlauf bauen die Jungs diese Führung auf eine halbe Länge aus und zeigen so schon früh, wer dieses Rennen gewinnen will. Die Spanier, anfangs Dritte, fallen nach und nach zurück, während Neuseeland sich anschickt, die beiden Führenden zu verfolgen. „Die Deutschen! Sehr stark! In Führung rudern sie dem Ziel entgegen!“ so hören die Fans über die Lautsprecher, was auf der Strecke passiert. Hochspannung im letzten Rennen des Tages, die Zuschauer beginnen schon früh mit „Deutschland! Deutschland!“ - Rufen. Es kommt auch auf den Tribünen zu einem packenden Endspurt. Der deutsche Achter muss aufpassen, denn die Neuseeländer greifen schon auf dem dritten Streckenabschnitt an. Immer näher schieben die Kiwis ihren Bug, das wird knapp! Die Fans halten den Atem an, denn Neuseeland fliegt im Endspurt geradezu an das deutsche Boot heran. Noch fünf Schläge bis zum Ziel, noch vier, noch drei.... Es reicht ganz knapp für den Achter aus Deutschland! Gold für Deutschland auch zum Abschluss dieses Tages! Mit einer Spitzenleistung sichert der Junioren-Achter die achte Goldmedaille für den DRV!

Zieleinlauf: GER, NZL, USA,  ITA, GBR, ESP