Statements zum Abschneiden bei der U19 WM in Linz

von Sven Carstens
26.07.2008 - 20:01 Uhr

Vor einer begeisterten Kulisse von mehreren tausend Zuschauern präsentierte sich die deutsche Junioren-Nationalmannschaft heute in Linz von ihrer Besten Seite. Bei spiegelglattem Wasser jagte zum Teil eine Glanzleistung die nächste. Besonders beeindruckend war das Finale im Junioren-Einer, in dem sich Hagen Rothe und der amtierende Weltmeister aus Bulgarien ein faszinierendes Duell lieferten, das Erinnerungen an alte Duelle von Kolbe und Karppinen wachrief. Dies war sicherlich der emotionale Höhepunkt des Tages, dem am Ende mit der erstmaligen Titelverteidigung im Junioren-Achter mit Steuermann ein weiteres ungewöhnliches Highlight folgte.

Reaktionen nach den Rennen:

Brigitte Bielig, Junioren-Bundestrainerin: "Einen Erfolg in diesem Ausmaß habe ich nicht im entferntesten erwartet, und davon, daß wir achtmal Gold gewonnen haben, war ich im ersten Moment selbst verblüfft. Ich kann aus dieser geschlossen auftretenden Mannschaft keinen herausheben, der Erfolg resultiert aus einer erstklassigen Teamleistung. Ein besonderes Erlebnis war das Rennen im Junioren-Einer, in dem sich Hagen Rothe über die ganze Distanz einen harten Kampf mit dem Bulgarischen Skuller geliefert hat. Die Stimmung während des Endspurts auf der Tribüne war gigantisch. Insgesamt denke ich, wir beschließen eine gute Saison mit einem herausragenden Ergebnis, die Zusammenarbeit in den Junioren-Teams hat schon sehr gut geklappt. Der Einstieg ins internationale Geschäft ist für unseren Nachwuchs sehr vielversprechend, und unser Ziel muß es sein, in den nächsten Jahren auf diesen guten Ansätzen aufzubauen."

Lothar Drnec, Vorsitzender der Ruderjugend: "Das war das beste Ergebnis, das wir uns vorstellen konnten. Achtmal Gold und zwölf Medaillen sprechen für sich. Der deutliche Sieg in der Nationenwertung unterstreicht, daß das System auch mit neuen Köpfen funtioniert, ich bin rundum zufrieden. Als Verband müssen wir jetzt alle Hebel in Bewegung setzen, um diesen Erfolg auch in die nächsten Jahre mitzunehmen."

Dr. Dag Danzglock, DRV-Vorstandsmitglied: "Das war ein herausragender Erfolg, auf dem wir im Hinblick auf 2012 aufbauen müssen."

Bernd Nennhaus, Trainer Junioren-Achter mit Steuermann: "Es war das erwartet harte Rennen. Wir mussten sehr offensiv von vorne fahren, um dem starken Schlußspurt der Neuseeländer hinten heraus standhalten zu können. Die Jungs haben die Vorgaben zu hundert Prozent umgesetzt, sie hatten das Rennen jederzeit im Griff. Besonders stolz bin ich, daß es uns erstmals in der Geschichte der Junioren-WM gelungen ist, einen Titel im Achter zu verteidigen, das ist bisher noch niemandem gelungen. Der Männliche Riemenbereich hat sich hier in Linz sehr gut präsentiert, wir waren eine gute Mischung aus allen Regionalgruppen. Mein Kompliment geht an die Jungs, sie haben, ohne den Spaß zu verlieren, im Training hart gearbeitet und sind dafür belohnt worden."

Jürgen Worms, Trainer Junioren-Vierer: " Wenn man bedenkt, daß wir noch hier vor Ort in Linz gezwungen waren, die Mannschaft umzubesetzen, so bin ich mit der gezeigten Leistung des Vierers vollauf zufrieden. Gerade im olympischen Vierer-ohne gibt es immer besonders harte Konkurrenz, und wir hatten hier nur einige wenige Tage, um als Mannschaft zusammenzufinden. Ich ziehe den Hut vor der konzentrierten Leistung der Jungs, die zusätzlichen Trainingseinheiten in den letzten Tagen haben sich voll ausgezahlt."

Klaus Scheerschmidt, Trainer Juniorinnen-Doppelvierer: "Das war ein hammergeiles Rennen. Die Mädchen sind am Start gut rausgegangen und haben auch im Mittelteil der Strecke voll den Plan umgesetzt. Wenn man dann am Ende Gold holt, ist eh alles gut. Als Niedersächsischer Landestrainer freut mich natürlich besonders, daß alle fünf Niedersachsen hier in Linz mit ihren Teams Gold gewinnen konnten."

Michael Hippert, Trainer Junioren-Zweier: "Wir haben alles probiert und unsere Taktik voll auf die Griechen ausgerichtet, aber die waren heute einfach zu stark. In der Finalsituation waren die Jungs nicht ganz so locker wie zum Teil noch in den Vorläufen, aber sie haben dann doch ihre Souverenität bewiesen und nach hinten heraus die Silbermedaille in einem sehr engen Feld abgesichert. Heute haben wir von den Griechen unsere Grenzen aufgezeigt bekommen, und an denen gilt es jetzt weiter zu arbeiten."