Olympische Regatta: Rennberichte - Vorläufe 10.08.2008
Die Temperaturen sind etwas tiefer als gestern, heute im Shunyi-Park, der Himmel zeigt sich aber weiterhin diesig. Das Wasser wird von wechselnden Winden aufgeraut, behindert die Athleten aber nicht. Die deutschen Ruderinnen und Ruderer treten heute in allen Bootsklassen an, das heißt sieben Mal Spannung für die deutschen Fans. Die Tribünen sind etwas voller besetzt als gestern, also ist auch für Stimmung auf den Rängen gesorgt.
Leichtgewichts-Frauen-Doppelzweier
17 Boote starten in dieser Klasse, deshalb geht der Weg zum Olympiasieg über Vor- und Hoffnungsläufe und Halbfinale. Um ohne Umweg das Halbfinale zu erreichen, heißt es für Berit Carow und Marie-Luise Dräger, mindestens Zweite zu werden.
Die beiden Deutschen starten im zweiten von drei Vorläufen und fahren gleich nach dem Start vorne mit. An der 500-Meter-Marke rudern Carow und Dräger auf der zweiten Position hinter dem Boot aus Kanada, aber auch Griechenland und Südafrika sind noch dicht dabei. Die Britinnen wollen hier auch direkt eine Runde weiter kommen und sind es, die bei 1000 Meter den Deutschen den zweiten Platz streitig machen. Vorne weiter Kanada, dahinter wird es jedoch ganz eng. Die dritten 500 Meter müssen zeigen, wer hier ein Rennen einsparen kann. Dräger und Carow präsentieren sich stark und fahren den Britinnen eine knappe Länge davon, greifen jetzt die Kanadierinnen an. Mit einem unheimlichen Druckspurt rudern die Deutschen nach der 1500-Meter-Marke am Boot aus Kanada vorbei und haben im Nu die Führung inne. Topfit wirken Berit Carow und Marie-Luise Dräger bei ihrem ersten Auftritt, im Ziel siegen sie mit einer Länge Vorsprung und qualifizieren sich so vor Kanada für das Halbfinale. Ein toller Auftakt für Deutschland an diesem zweiten Vorlauftag!
In den anderen beiden Vorentscheidungen setzen sich NED, AUS und CHN, DEN durch.
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Leichtgewichts-Männer-Doppelzweier
Manuel Brehmer und Jonathan Koch treten gegen 19 andere Boote an. Das bedeutet auch für die Beiden, dass sie für die direkte Halbfinalqualifikation mindestens Zweite werden müssen. Mit den Briten, Japanern und Griechen haben sie allerdings einen schweren Vorlauf erwischt. Nach 500 Metern sind die Briten bereits eine Läge vorne, das deutsche Boot befindet sich jedoch mit Griechenland im Kampf und Platz zwei. Die Briten halten ihre Führung und ziehen die Griechen mit sich, so dass der deutsche Doppelzweier zur Streckenhälfte etwa eine Länge hinter den Griechen zurück liegt. An der Spitze entbrennt zwischen den Briten und den Griechen ein Kampf um dem Sieg. Beiden Boote spurten mit hoher Schlagzahl in Richtung Halbfinale. Großbritannien behält die Oberhand und zieht als Sieger vor Griechenland eine Runde weiter. Jonathan Koch und Manuel Brehmer rudern als Dritte in den Hoffnungslauf am kommenden Dienstag.
Ebenfalls direkt für das Halbfinale qualifizieren sich in den anderen Vorläufen ITA, CHN; DEN, CAN und NZL, FRA.
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Leichtgewichts-Männer-Vierer
Über die Qualifikationsregatta in Poznan ging der Weg des deutschen Vierers, dort siegte Deutschland vor Irland. Bastian Seibt, Jost Schömann-Finck, Jochen Kühner und Martin Kühner haben hier in China mit Booten aus 12 anderen Nationen zu tun, also werden auch in dieser Bootsklasse Halbfinale ausgefahren. Aus Polen, Frankreich und Irland kommen die Gegner der Deutschen. Mit den Franzosen preschen die vier Deutschen aus den Startblöcken und diese beiden Boote sind es auch, die nach 500 geruderten Metern an der Spitze liegen; und das bereits zwei Sekunden vor den anderen Booten. Die zweiten 500 Meter gehören heute ganz klar den Deutschen, denn auf diesem Teilstück übernehmen sie die Führung vor Frankreich und gehen als erstes Boot auf die zweite Streckenhälfte. Der deutsche Vierer „rutscht“ weiter und zwar weiter nach vorne! Während die Polen die Franzosen angreifen, wächst der deutsche Vorsprung Stück um Stück. Auf dem letzten Viertel der Strecke wird es noch mal spannend, denn die Franzosen geben hier nicht auf. Sie erhöhen Schlagzahl und Druck und es sieht fast so aus, als ob sie die vier Deutschen noch mal gefährden können. Polen, Irland und Frankreich rudern praktisch auf einer Höhe und fighten um jeden Zentimeter. Doch das deutsche Quartett tritt hier und heute ganz stark auf und verteidigt seinen Vorsprung bis ins Ziel. Als Vorlaufsieger zieht der deutsche Vierer ins Halbfinale ein, Zweiter Frankreich vor Polen. Stark, was Seibt, Schömann-Finck, Kühner und Kühner in diesem Vorlauf gezeigt haben!
Die weiteren Vorlaufsieger sind CHN, GBR, AUS und DEN, CAN, ITA
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Frauen-Doppelvierer
Mit acht Booten werden in dieser Konkurrenz zwei Vorläufe ausgefahren, von denen jeweils die Sieger gleich ins Finale einziehen. Gegen Großbritannien, Amerika und Australien starten die vier deutschen Frauen heute auf der Bahn eins. Enorm schnell starten die Britinnen und liegen schon nach 500 Metern zwei Sekunden vorne. Dahinter jedoch dicht geschlossen die Boote aus Deutschland, Amerika und Australien mit knappem Vorteil für Deutschland. Britta Oppelt, Manuela Lutze, Katrin Boron und Stephanie Schiller rudern mit kräftigen Schlägen und halten den Anschluss zu den Britinnen. Auf dem zweiten Streckenviertel bleiben sie auf Tuchfühlung zur Spitze und vergrößern gleichzeitig den Abstand nach hinten. Es geht auf die zweiten 1000 Meter und die vier Deutschen bleiben dran. Denn die Britinnen können ihre Führung nicht ausbauen, kommen nicht entscheidend vom deutschen Doppelvierer weg. Großbritannien vor Deutschland heißt es immer noch, als das Rennen in die entscheidende Phase geht. Jetzt drehen die Deutschen noch einmal auf, aber auch die Britinnen erhöhen Druck und Schlagzahl. Im Ziel liegt das britische Boot etwa 1,5 Sekunden vor dem deutschen Doppelvierer. Dieser distanziert aber die Boote aus Australien und Amerika klar und startet im Hoffnungslauf am Dienstag sicher als Favorit. Platz zwei also für die vier deutschen Frauen.
Im anderen Vorlauf siegt China überlegen und macht den Finaleinzug somit klar.
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Männer-Doppelvierer
Im Männerdoppelvierer sind 13 Boote am Start, so dass einmal mehr in den drei Vorläufen die Plätze für das Halbfinale vergeben werden. Stephan Krüger, Rene Bertram, Hans Gruhne und Christian Schreiber starten gegen die Doppelvierer aus der Ukraine, Amerika und Slowenien. Die vier deutschen Männer erwischen einen Blitzstart und übernehmen die Führung. Knapp zwar, aber vor der Ukraine, liegen sie nach 500 Metern vorne. Aber im ukrainischen Boot sitzen wahre Hünen. Diese sind es auch, die ganz allmählich und über einen langen Teil der Strecke ihre Bugspitze nach vorne schieben. Aber die vier Deutschen bleiben dran und liefern sich einen packenden Kampf mit den Ukrainern. Das Rennen geht schon auf die letzten 500 Meter, der Endspurt steht unmittelbar bevor. Christian Schreiber erhöht die Schlagzahl im deutschen Doppelvierer und reißt seine Mannschaft mit. Aber die Ukrainer kontern und geben noch einmal alles. Jetzt zeigt sich, dass die Ukrainer heute die stärkere Mannschaft sind, denn sie vergrößern ihren Vorsprung auf knapp 2 Sekunden bis ins Ziel. Mit einem tollen Rennen und Platz zwei fährt der deutsche Doppelvierer aber ungefährdet ins Halbfinale
Durch die beiden anderen Vorläufe qualifizieren sich AUS, ITA, RUS und POL, FRA, BLR direkt für die beiden Halbfinalläufe.
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Frauen-Achter mit Steuerfrau
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Der Frauen-Achter mit Steuerfrau wurde auf einen bisher unbekannten Zeitpunkt wegen Gewitters verschoben.
Männer-Achter mit Steuermann
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Der Männer-Achter mit Steuermann wurde auf einen bisher unbekannten Zeitpunkt wegen Gewitters verschoben.

