Achter verpasst olympisches Finale

  • Enttäuschung pur: Der Deutschland-Achter ruderte am Finale vorbei.

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  • Enttäuschung pur: Der Deutschland-Achter ruderte am Finale vorbei.
von Carsten Oberhagemann
12.08.2008 - 15:54 Uhr

Aus der Traum: Sie ließen die Köpfe hängen, verharrten noch lange in sich gekehrt am Mediensteg und konnten die Situation gar nicht begreifen - die Athleten aus dem Deutschland-Achter belegten im Hoffnungslauf den sechsten Platz und haben das olympische Finale verpasst.

Dabei sah es bis zur 1.000-Meter-Marke noch ganz gut aus. Da lag das deutsche Ruder-Flaggschiff noch auf dem dritten Rang, bei 81 Hundertstel Sekunden Rückstand in Schlagweite des führenden Großbootes aus den USA. Doch der erste Streckenabschnitt hat zu viel Kraft gekostet und die Mannschaft um Schlagmann Andreas Penkner wurde nach hinten durchgereicht. Im Ziel fehlten etwas mehr als vier Sekunden auf Platz vier, der zur Finalteilnahme berechtigt hätte. Auf die siegreichen Amerikaner waren es acht Sekunden.

Unerfahrenheit und mangelnde Wettkämpfe

„Wir wussten, dass wir bei dem Gegenwind nur eine Chance haben werden, wenn wir offensiv fahren. Das haben wir getan, und hinten heraus haben uns die Kräfte gefehlt“, sagte Penkner. Der jungen und vor gut zwei Monaten neu zusammengestellten Mannschaft (Durchschnittsalter knapp über 24 Jahre) wurden die Unerfahrenheit und mangelnde Wettkämpfe zum Verhängnis. „Vor allem die harten Wettkämpfe haben gefehlt. Die Mannschaft ist aber ein beherztes Rennen gefahren und dann hinten eingebrochen“, sagte Steuermann Peter Thiede.

Nun geht die olympische Regatta statt im A- nun im B-Finale zu Ende. Das findet am Samstag um 15.20 Uhr Ortszeit (9.20 Uhr deutscher Zeit) statt. Gegner ist China, das knapp um fünf Hundertstel Sekunden den Endlauf verpasste. Im Achter-Finale stehen hingegen die Vorlaufsieger Kanada und Großbritannien sowie die USA, Australien, die Niederlande und Polen.

Vierer und Zweier wollen ins Finale

Hoffnung aufs Finale haben indes noch der Vierer und Zweier ohne Steuermann, die am Mittwoch in den Halbfinals um die Endlaufteilnahme rudern. Der Vierer um Schlagmann Filip Adamski trifft in seinem Halbfinale um 17 Uhr/11 Uhr auf die Niederlande, Italien, Slowenien, Weißrussland und Tschechien. Der Youngster-Zweier mit Tom Lehmann und Felix Drahotta bekommt es 40 Minuten vorher – um 16.20 Uhr/10.20 Uhr – mit Australien (Weltmeister Ginn/Free), Italien (de Vita/Leonardo), Serbien (Jagar/Stojic), dem USA (Winklevoss/Winklevoss) und Dänemark (Nielsen/Larsen) zu tun. Jeweils schaffen es nur die ersten drei Boote ins Finale.