Deutschland-Achter im B-Finale – alle anderen Boote weiter
Der Deutsche Ruderverband hat heute mit dem Deutschland-Achter, der im Hoffnungslauf den letzten Platz belegte, das erste Boot im Kampf um die Medaillen verloren. Der Frauen-Doppelvierer mit Kathrin Boron (Potsdam), Stephanie Schiller (Potsdam), Manuela Lutze (Magdeburg) und Britta Oppelt (Berlin) dagegen konnte sich mit einem Sieg im Hoffnungslauf gegen die US-Amerikanerinnen für das A-Finale qualifizieren. Auch der Frauen-Zweier mit Lenka Wech (Saarbrücken) und Maren Derlien (Hamburg) sicherte sich mit dem zweiten Platz das Ticket für das Finale am Samstag, mit dem zweiten Platz waren beide zufrieden.
Der Deutschland-Achter hat heute denFinaleinzug nicht geschafft und mit dem sechsten Rang die Qualifikation um 4,13 Sek. verpasst. In einem sehr engen Rennen kam die Mannschaft um Schlagmann Andreas Penkner auf dem letzten Streckenviertel unter Druck, nachdem man auf der ersten Streckenhälfte lange mit den USAmerikanern geführt hatte. Im Ziel war die Mannschaft dann völlig ausgepumpt, die Enttäuschung riesengroß.
DRV-Sportvorsitzender Stefan Grünewald-Fischer: "Wir haben heute ein sehr gutes Rennen auf der ersten Streckenhälfte gesehen, doch dann kam die Mannschaft auf der ungünstigen Außenbahn unter Druck. Wir wollten die stärksten Ruderer im Achter nach dem Debakel in Luzern rudern lassen, doch das haben zwei Ruderer aus persönlichen Gründen verweigert. Das konnten wir in diesem olympischen Jahr offensichtlich nicht abfedern. Auch wenn ich hier eine tolle Mannschaft gesehen habe, die wirklich bis zum Ende gekämpft hat, haben wir es bei diesem engen Feld nicht geschafft. Die getroffene Entscheidung halte ich auch im Nachhinein für die Richtige. Wir haben reagiert und eine klare Entscheidung gefällt, mehr konnten wir in der Kürze der Zeit nicht machen!"
Sportdirektor Michael Müller: "In einem absoluten Weltklassefeld hat die Mannschaft auf den ersten 1000m mit hohem Aufwand sich in eine gute Position gerudert. Die bei gleichen Bahnverhältnissen eine noch bessere Ausgangsposition erbracht hätte. Mit Risikobereitschaft und sehr guter kämpferischer Einstellung hat die Mannschaft versucht die Zielstellung zu erreichen, doch ist leider gescheitert."
