Olympische Regatta: Rennberichte - Halbfinale & Hoffnungsläufe
Männer-Einer
Nach dem Sieg im Viertelfinale geht Marcel Hacker heute hochmotiviert in dieses Halbfinale. Gemeinsam mit dem Australier übernimmt er die Spitze des Feldes un rangiert nach 500 Metern auf dem zweiten Platz. Doch es entwickelt sich ein spannendes Rennen, denn alle Bugspitzen beliben auf den ersten 1000 Metern dicht beieinander. Lediglich der Australier liegt nun nach seiner anfänglichen Führung etwas zurück. Doch die ersten fünf Boote gehen innerhalb von 1,5 Sekunden auf den zweiten Streckenabschnitt. Marcel Hacker muss alles geben, will er im großen Finale dabei sein. Es wird immer enger für ihn, jetzt heißt es Daumen drücken, Augen zu und durch! wie so oft bringt das dritte Teilstück eine Vorentscheidung über den Ausgang des Rennens. Der Schwede Karonen zieht vorne weg, mit ihm geht der Belgier Mayens. Beide kämpfen um die Spitze, während Marcel Hacker sich auf dem dritten Platz gegen Olaf Tfte aus Norwegen zur Wehr setzen muss. Tufte kommt stark auf und schickt sich an, Hacker zu überholen. Der Deutsche setzt alles daran, den dritten Platz zu halten, bietet alle seine Kräfte auf. Aber Tufte schlägt erbarmungslos zu und rudert sich auf den dritten Platz. Im Ziel liegt er klar vor Hacker, der mit Platz vier ins B-Finale muss.
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Männer-Zweier
Die deutschen Youngster haben heute eigentlich nichts zu verlieren. Selbst mit dem B-Finale hätten sie überzeugt. Dass sie aber hier noch lange nicht alles gezeigt haben, was sie können, beweisen sie in ihrem Halbfinale. Wie der Blitz starten die beiden Deutschen und liegen nach 500 Metern an Platz 2. Vorneweg die Australier, die den Lauf später auch gewinnen. Doch dahinter ist es das Rennen von Drahotta und Lehmann! Auf den zweiten und dritten Streckenstücken rudern sie auf Platz vier und es sieht alles danach aus, dass sie so nicht den Sprung ins A-Finale schaffen. DOch es folgen die letzten 500 Meter. Der deutsche Zweier-ohne brennt hier ein Feuerwerk ab und rudert sich zurück auf Platz drei! Die Zwei nehmen ihr Herz in die Hand, greifen die Serben und Italiener an und - rudern auf Platz drei!
Felix Drahotta und Tom Lehmann stehen im olympischen Finale - großartig!
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Männer-Doppelzweier
Clemens Wenzel und Karsten Brodowski bekommen es heute mit den als stark einzuschätzenden Booten aus Slowenien und Neuseeland zu tun. Das bedeutet, dass die zwei Deutschen von Anfang an Vollgas geben müssen, um das Finale zu erreichen. Nach 15 Schlägen sind es die Slowenen, die etwa einen halben Luftkasten vorne liegen, alle anderen Boote gleichauf. Australien und Neuseeland schließen zu den Führenden auf, die weiteren drei Boote, Deutschland dabei, rudern eine knappe Länge dahinter. So kämpfen sich die Boote durch bis zur Streckenhälfte. Die Slowenen legen sich mit hoher Schlagzahl vor die Neuseeländer und Australier. Das deutsche Boot liegt noch gut, etwas mehr als eine Länge hinter dem dritten Platz. Doch auch hier ist es eng im Kampf um die Positionen. An der Spitze müssen die Slowenen die ständigen Attacken aus Neuseeland und Australien abwehren, dahinter kämpfen Brodowski und Wenzel um den Anschluss. Die Tribünen kommen in Sicht und die Australier übernehmen das Kommando. Mit einem starken Spurt ziehen sie an den Slowenen vorbei, die Slowenen im Schlepptau. Die Australier ziehen davon, aber durch den deutschen Doppelzweier geht ein Ruck. Gemeinsam mit den Belgiern läuten sie einen enorm starken Angriff auf Platz drei ein. Jetzt muss jeder Schlag sitzen! Doch die Kroaten bringen sich zurück ins Spiel und ziehen dem deutschen Duo etwas davon, greifen sogar die Neuseeländer an. Eine heiße Endphase in diesem Halbfinale! Die Australier siegen klar, aber dahinter ist es spannend. Slowenien rettet den zweiten Platz ins Ziel und die Neuseeländer schaffen es gerade so, noch vor dem Boot aus Kroatien ins Ziel zu kommen. Karsten Brodowski und Clemens Wenzel haben alles versucht und alle Kraft ins Rennen geworfen. Dennoch werden sie am Ende noch von den Belgiern überspurtet und belegen den sechsten Platz.
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Männer-Vierer
An diesem Morgen jagt eine Hiobsbotschaft die nächste. Erst Toni Seifert und dann Filip Adamski – beide werden aus dem Boot herausgenommen, sind erkrankt. Schneller als sie Olympia-Halbfinale buchstabieren können, sind die Ersatzmänner Richard Schmidt und Marco Neumann mittendrin, statt nur dabei. Gregor Hauffe wechselt auf die verantwortungsvolle Schlagposition und der Mannschaft bleiben gerade einmal vier Kilometer, um sich aufeinander einzustellen. Mit dieser ungünstigen Vorgeschichte liegt der deutsche Vierer also heute am Start. Da beißt man sich schon mal auf die Lippen und kann nur noch abwarten.
Und schon geht es los! Der Start glückt, das Feld liegt geschlossen auf einer Höhe. 15 Schläge später führen die Weißrussen und – das deutsche Boot einen Hauch dahinter. Geht ja gut los! Nach 500 Metern verändert sich erst mal nichts an den Positionen, die Holländer kommen besser in Fahrt. Der mittlere Streckenabschnitt läuft und der deutsche Vierer rutscht! Selbstbewusst greift Gregor Hauffe am Schlag nun die Weißrussen an! Schlag um Schlag schieben sich die vier Deutschen heran! Die Slowenen sitzen ihnen im Nacken, kämpfen sich am deutschen Bug vorbei. Die Weißrussen wehren sich und es wird ganz eng für den jungen deutschen Vierer. Die Holländer fallen zurück, 500 Meter vor dem Ziel liegt der deutsche Vierer noch mit einem Luftkasten Vorsprung auf dem dritten Platz. Das wäre der Finalplatz! Der Endspurt kommt und alle Boote steigern die Frequenz! Slowenien ist weg, Tschechien fliegt heran! Jetzt muss die deutsche Mannschaft alles geben! Im Hintergrund auf dem Fahrrad sieht man Ralf Müller, den Trainer, während sich im Vordergrund der deutsche Bug Zentimeter um Zentimeter an den Weißrussen vorbeischiebt. Das sieht gut aus, die Deutschen müssen aber weiter kämpfen. Die Ziellinie kommt näher, der Sieg geht klar an die Slowenen. Jetzt fährt der deutsche Vierer ins Bild und – die Weißrussen geben sich geschlagen! Zwar sind die Tschechen noch vor den Deutschen, aber die werden hier sensationell Dritte!
Respekt und die herzlichsten Glückwünsche für den Einzug ins Finale an Marco Neumann, Richard Schmidt, Urs Käuffer und Gregor Hauffe.
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Frauen-Achter mit Steuerfrau
Für den deutschen Frauenachter heißt es heute, sich durch mindestens Platz vier den Einzug ins Finale am Sonntag zu sichern. Gegen Kanada, Holland, Australien und Großbritannien liegen die Frauen am Start. Die Holländerinnen fahren stark los und legen sich nach dem Start an die Spitze des Feldes. Dahinter liegen Deutschland, Kanada und Australien fast gleichauf. Die Deutschen um Schlagfrau Elke Hippler rudern geschlossen und mit viel Druck, doch die Kanadierinnen drehen auf. Zur Streckenhälfte haben sie die Holländerinnen eingeholt und liegen nun vorne. Dahinter kämpfen sich die Britinnen nach vorne, kommen jetzt immer besser ins Rennen. Dadurch wird der deutsche Achter auf den vierten Platz verdrängt, kurz bevor es auf den letzten Streckenabschnitt geht. Annina Ruppel peitscht ihre Frauen noch einmal voran und gibt das Kommando zum Endspurt. Aber auch die anderen Mannschaften legen noch mal eine Schippe drauf. Kanada und Holland rudern auf den Plätzen eins und zwei, dahinter liegen alle Boote noch gut im Rennen, der deutsche Achter wenig hinter Großbritannien und Australien. Zum Ende des Rennens verlassen die Kräfte die deutschen Frauen, sie verlieren den Anschluss und müssen den Gegnern den Vortritt lassen. Der undankbare fünfte Platz in diesem Rennen bedeutet für den Frauenachter das bittere Ausscheiden.
Zieleinlauf: CAN, NED, GBR, AUS, GER
