Wanderrudertreffen vom 12. bis 14. September in Berlin
Größte Breitensportveranstaltung des Deutschen Ruderverbandes
Normalerweise ist es verboten, die Spree in der Berliner Innenstadt mit dem Ruderboot zu befahren. Nicht so am 13. September. Dank einer Sondergenehmigung werden an diesem Tag etwa 110 Boote von rund 500 Ruderern aus ganz Deutschland und dem näheren Ausland durch die Oberbaumbrücke und die Mühlendammschleuse, an Dom, Reichstag und Bundeskanzleramt vorbei bis zum Leistungszentrum des Landesruderverbandes am Hohenzollernkanal in Charlottenburg gerudert. Anlass ist das 43. Wanderrudertreffen des Deutschen Ruderverbandes (DRV), der 2008 sein 125-jähriges Bestehen feiert. Das Treffen, das seit 1966 jedes Jahr in einem anderen Ort ausgetragen wird, ist die größte Breitensportveranstaltung des DRV. Deren sportlichen Höhepunkt wiederum bildet die gut 35 Kilometer lange Tagesfahrt von der Regattastrecke in Grünau bis nach Charlottenburg. Den Berlinern und ihren Gästen wird sich ein beeindruckendes - und seltenes - Bild bieten.
Sechs Berliner Rudervereine, an Dahme und Havel zu Hause, und der Landesruderverband Berlin haben diese Großveranstaltung unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit vorbereitet. Das dreitägige Treffen der Wanderruderer, die das Rückgrat vieler deutscher Rudervereine bilden, bietet natürlich „trefflichen“ Anlass zum Feiern. Krönender Abschluss wird die Feierstunde des Deutschen Ruderverbandes am 14. September im Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg sein. Dort werden die besten Wanderruderer ausgezeichnet. Denn auch die „Langsamruderer“ stehen im Wettbewerb. Die Kilometerleistungen mancher Wanderruderer stehen dem Trainingsumfang von Leistungssportlern kaum nach. Jährlich erwerben etwa 4000 Mädchen und Jungen, Frauen und Männer aller Altersklassen das Fahrtenabzeichen des DRV. Die ambitioniertesten von ihnen erhalten den „Äquatorpreis“, der Frauen und Männern verliehen wird, wenn sie im Laufe der Jahre eine Strecke von der Länge des Erdumfangs (40.077 Kilometer) im Boot zurückgelegt haben. Geehrt werden auch die aktivsten Vereine, die je nach Mitgliederzahl in vier Gruppen eingeteilt sind. Berliner und Brandenburger Vereine liegen in diesen Wertungen stets im Spitzenfeld. Zu den Siegern des Jahres 2007 gehören der Ruderclub Kleinmachnow – Stahnsdorf – Teltow, die Ruderabteilung des Vereins Pro Sport Berlin 24 und die Ruder-Gemeinschaft Grünau.
Aus Anlass des 125-jährigen DRV-Jubiläums haben sich Ruderer aus ganz Deutschland in den vergangenen Monaten aufgemacht und Rudertouren von 125 Kilometer Streckenlänge unternommen, die eifrigsten sogar an einem einzigen Tag. Die „Jubiläumsruderer“ werden am 14. September ebenfalls ausgezeichnet.
- Links:
- www.wrt2008.de
