Siegfried Kaidel stellt seine Vorstellungen zum Leistungssport vor
Der DRV-Vorsitzende Siegfried Kaidel hat auf einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main, die im „Haus des Sports“ beim Deutschen Olympischen Sportbund stattfand, seine Vorstellungen zu weitgehenden Veränderungen im Leistungssport bekannt gegeben. Kaidel stellte eine Neuorganisation des Leistungssports unter seiner Führung vor, um damit die Grundlage für eine Professionalisierung in diesem Bereich zu legen. Durch eine personelle Stärkung des Ehren- und Hauptamts sollen in diesem Bereich die notwendigen Veränderungen voran gebracht werden. Diese Vorstellungen müssen in den nächsten Tagen mit dem Vorstand diskutiert und verabschiedet werden.
So soll mit Hartmut Buschbacher ein hauptamtlicher Cheftrainer für die sportfachliche Führung verantwortlich sein, aber auch nach Kaidels Vorstellungen mit Renko Schmidt ein neuer hauptamtlicher Generalsekretär berufen werden. Renko Schmidt wird dann die Leitung der Geschäftsstelle übernehmen und sich im Bereich internationale Kontakte, Sportpolitik, Sponsorenakquise und Sporthilfe einbringen. DRV-Sportdirektor Michael Müller soll weiterhin im Leistungssport für Management, Organisation und Verwaltung verantwortlich sein, die sportfachliche Leitung wird er damit an Hartmut Buschbacher abgeben.
Die weiteren Vorstellungen von Siegfried Kaidel sind, dass im ehrenamtlichen Bereich mit Frank Schütrumpf ein Leistungssportkoordinator berufen wird, der ihm direkt unterstellt ist. Schmidt und Schütrumpf kommen aus der freien Wirtschaft und haben beide in großen Betrieben Managementaufgaben verantwortet, kennen sich aber auch durch jahrelange Arbeit im Rudersport sehr gut aus. Als weitere Steuerungsgröße wurde Roland Baar als Leiter eines Expertenkreises berufen, der u. a. aus erfolgreichen Athleten der letzten Jahrzehnte besetzt sein wird.
DRV-Vorsitzender Siegfried Kaidel: „Wir haben uns für London 2012 hohe Ziele gesetzt und wollen dort wieder an die Weltspitze zurückkehren. Nach Peking war mir klar, dass dies nur mit einer Neuorganisation des Leistungssports und einer Professionalisierung im Verband gelingt.“
