EM in Athen: U23-Achter direkt im Finale
Mit einem Start-Ziel-Sieg schaffte der U23-Achter im Vorlauf bei der Ruder-EM in Athen den direkten Finaleinzug. Die Mannschaft um Schlagmann Ruben Anemüller setzte sich au der Olympiastrecke von 2004 in souveräner Manier gegen die Achter aus Rumänien, Großbritannien und der Ukraine durch. Den zweiten Vorlauf gewann das Großboot aus Frankreich.
„Wir sind auf Anhieb ein taktisch und ruderisch gutes Rennen gefahren. Die Mannschaft hat alles umgesetzt, was sie sich vorgenommen hat“, sagte U23-Bundestrainer Thomas Affeldt, der froh war, dass sich sein Team im Vorlauf der Nachwuchsmannschaften durchgesetzt hat. „Sie hatten wir gut im Griff, diese Position wollen wir am Sonntag im Finale verteidigen.“
Favoriten kommen aus anderem Vorlauf
Dann steht um <st1:time hour="14" minute="18">14:18</st1:time> Uhr Ortszeit (13.18 Uhr deutscher Zeit) das Finale an, in dem aber andere favorisiert sind. Affeldt: „Das Vorlaufergebnis darf man nicht überbewerten. Wir hatten eindeutig den schwächeren Vorlauf.“ Denn der französische Achter, der ausnahmslos aus Olympia-Teilnehmern von Peking – Vierer ohne, Zweier ohne und Doppelzweier – besteht, fuhr sechs Sekunden schneller. Stärker eingeschätzt werden zudem der polnische Achter, der fast dem Olympia-Achter entspricht, die Russen, die nach verpasster Olympia-Qualifikation in Athen ihren Saisonhöhepunkt haben, und die Kroaten, bei denen noch einige aus dem Bronze-Achter von 2000 in Sydney sitzen.
Im deutschen U23-Achter sitzen (von Bug bis Heck): Sebastian Kasielke (RCM im SC Magdeburg), Fokke Beckmann (RG Hansa Hamburg), Nils Menke (Friedrichstätter RG), Maximilian Bandel (RV Saarbrücken), Richard Schmidt (RV Treviris Trier), Marco Neumann (RCM im SC Magdeburg), Martin Rückbrodt (Der Hamburger und Germania RC), Schlagmann Ruben Anemüller (Lübecker RG) und Steuermann Martin Sauer (Berliner Ruderclub).
Im Zweier ohne Steuermann haben die als Achter-Ersatz mitgefahrenen Christoph Zimmermann und Maximilian Reinelt als Vorlauf-Dritte hinter Serbien und Russland das Halbfinale am Samstagvormittag erreicht.
