"Ab ins Boot" holt Zuwandererkinder in das Ruderboot

von Sabine Schweiß
06.12.2008 - 01:47 Uhr

Das Frankfurter Projekt zur Integration von Zuwandererkindern "Ab ins Boot" vom Schulruderzentrum des Staatlichen Schulamts bringt Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Herkunft in den Stadtteilen Griesheim und Fechenheim in ein Boot. In Kooperation mit dem Frankfurter Ruder-Club Griesheim 1906 e.V. werden Schülerinnen und Schüler im Alter von 14-18 der Georg-August Zinn Schule zweimal pro Woche gemeinsam im Ruderboot mit dem Rudersport vertraut gemacht.  
 
Auch die Heinrich-Kraft Schule in Fechenheim hat sich dem Wassersport verschrieben: Sie gewöhnt die Kinder zuerst in einem Drachenboot an den Wassersport, um dann in Kooperation mit dem Offenbacher RV und dem Fechenheimer RC im Ruderboot die nächsten Schritte zu machen.
 
Das Projekt unterstützt mit seinem attraktiven Angebot für Jugendliche - in enger Abstimmung mit den teilnehmenden Schulen – die Integration von Zuwandererkindern. „Das gemeinsame Rudern in einem Boot greift spielerisch wichtige Komponenten auf, um die Kinder auf ein gemeinsames Ziel zu vereinen. Der hohe Grad der Abstimmung untereinander erleichtert die Umsetzung der pädagogischen Ziele. Auch bieten die angegliederten Rudervereine ein Umfeld, das sich durch Leistungsorientierung, Disziplin und Gemeinschaftsgefühl hervorragend für Integration eignet“, so Initiator Oliver Palme. Gefördert wird „Ab ins Boot“ von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main.
 
Informationen:

Das Schulruderzentrum Frankfurt am Main wird vom Staatlichen Schulamt Frankfurt am Main betrieben, um den Rudersport für die Frankfurter Schulen zu gewährleisten. Das Bootsmaterial wird vom Stadtschulamt Frankfurt gewartet und bereitgestellt, das Bootshaus liegt direkt in Frankfurt am Schaumainkai. Leiter des Schulruderzentrums ist Lehrer-Trainer Oliver Palme, der an der Schillerschule Frankfurt beheimatet ist.  
 
Die 2005 gegründete Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main ist in den drei Themenfeldern Bildung, Wissenschaft und Technik; Kunst, Kultur und Bewahrung des kulturellen Erbes sowie Soziales, Karitatives und Humanitäres operativ und fördernd tätig. Die Stiftung möchte dazu beitragen, dass sich Frankfurt zu einem Modell für eine moderne, bürgernahe Stadtgesellschaft entwickelt.