19 neue Trainer B

Lingolf von Lingelsheim beim Trimmen von Booten

Katrin Rutschow-Stomporowski und Philipp Tibitanzl beim Coaching auf dem Wasser

Spiele in der Halle vor traumhafter Abendstimmung

Kräftigungsübung mit Therabändern

Muskelfunktionstest mit Dr. Michael Stüfe

Das Gruppenbild: sitzend (v.l.n.r.): Rolf Kilzer (DRV), Dr. Ernst August Auerswald, Benjamin Mewe, Frank Nawrath, Jörn Wiedemann, Katrin Rutschow-Stomporowski, Robert Schiro, Peter Opitz; stehend: Andreas König (DRV), Sven Ueck, Patrik Klein, Stefan Schulze, Stephan Becker, Philipp Tibitanzl, Sofia Habicht, Sacha Hustoles, Lucas Jacobs, Marcus Leyer, Gunnar Richter, Maik Wartmann, Bernd Patan
Trainer B-Lehrgang 2008 in Ratzeburg
Vom 4. bis 7. September und 20. bis 23. November 2008 fanden sich wieder einmal Teilnehmer aus ganz Deutschland ein, um sich zum Trainer B Leistungssport auszubilden. Andreas König aus Kiel, der seit Jahren mit seiner sympathischen und kompetenten Art die Lehrgänge des DRV in Ratzeburg leitet, sorgte aufs Neue für einen reibungs- und komplikationslosen Verlauf der Ausbildung. Hochkarätige Dozenten zeigten das hohe Niveau und den enormen Anspruch, den der DRV auf seine Ausbildungen legt.
Am ersten Wochenende schulte Lingolf von Lingelsheim im Trimmen von Booten und erklärte die Entwicklung im Bootsbau. Das Coaching und wichtige Aspekte der Trainersprache wurden mit einem praktischen Teil auf dem Wasser und einer anschließenden Auswertung der Videos von Hans-Peter Schmidt vermittelt. Das Planen und Durchführen von Krafttraining mit ausgewählten Übungen in der Halle von Marc Swienty und die sportmedizinischen Aspekte in Verbindung mit den Ausführungen über ein funktionelles und »sinnvolles« Muskeltraining und Tests hinsichtlich von Muskelfunktionsüberprüfungen für die Sportpraxis von Dr. Michael Stüfe rundeten den praktischen Teil ab. Das immer wieder aktuelle Thema des Anti-Doping im Sport sowie die Wettkampfregeln – vorgetragen durch Dr. Dag Danzglock – beschlossen das erste Ausbildungswochenende.
Im November folgten die Themen Rudertechnik sehen, analysieren und vermitteln mit Reinhart Grahn, Training planen, durchführen und auswerten mit Bundestrainer Marcus Schwarzrock und Mit Athleten und Mannschaften umgehen mit dem Sportpsychologen Prof. Dr. Andreas Wilhelm. Außerdem wurden die verschiedensten Präsentationen im Beisein von Rolf Kilzer vom DRV-Ressort Bildung und Wissenschaft vorgestellt, die jeder Teilnehmer innerhalb der Zeitspanne vom ersten bis zum zweiten Lehrgangswochenende als Hausarbeit vorzubereiten hatte. Interessante Vorträge zu Spezialthemen wie etwa der Vergleich der Ruderstile von internationalen Spitzenbooten, Kategoriensysteme zur Belastungssteuerung sowie zu Übertraining, Flüssigkeitshaushalt, Gewichtmachen, Muskelkater, die Erholung nach sportlichen Belastungen, Auf- und Abwärmen mit einem praktischen Teil in der Sporthalle, ergänzende Ausdauereinheiten boten ein breites Spektrum zum Diskutieren. Wegen akuten Zeitmangels mussten das leider drastisch reduziert werden. Am Abend gab es jedoch die Möglichkeit, im bereits erprobten »Lavastein« bei einem Bier in einer entspannten Atmosphäre die Diskussionen oder Gespräche weiterzuführen.
Nach den allgemeinen Themen über Ausdauer im Kinder- und Jugendalter, Spitzensport und Talentförderung und den Bedarf an großen Events im Rudersport erläuterte last but not least Katrin Rutschow-Stomporowski in äußerst ansprechender und überzeugender Weise die vergangenen Olympischen Spiele aus Athletensicht – für die Verfasserin des Artikels ein absolutes Highlight. Am letzten Tag gaben die Lehrgangsteilnehmer in kurzen Zusammenfassungen – statt mündlichen Prüfungen – einen Rückblick der verschiedenen vermittelten Lehrgangsinhalte und bekamen in einer Abschlussrunde Andreas König und Rolf Kilzer ein durchaus positives Feedback wie auch einen Ausblick auf mögliche Aus- bzw. Fortbildungen.
Trotz der angekündigten Schneestürme in ganz Deutschland blieb in Ratzeburg, einer Stadt in einer der malerischsten und reizvollsten Landschaften Deutschlands, das Wetter einfach traumhaft und manch einer bedauerte es, in diesen Tagen nicht auf dem See trainieren zu können. Bei tiefblauem Himmel, strahlender Sonne und angenehmen Temperaturen wäre dieses sicher zu einem eindrucksvollen Erlebnis geworden. Ebenso hervorragend wie das Wetter war die Stimmung unter den 19 neuen Trainern B, von denen sich einige bereits heute schon auf den nächsten Lehrgang in Ratzeburg freuen – denn hier stimmt einfach alles: kompetente und sympathische Ausbilder, nette Teilnehmer und ein wunderbares Ambiente!
Sofia Habicht, Heidelberger Ruderklub 1872