Trainer-C-Lehrgang in Essen mit Prüfung am 4. Januar 2009
... und wieder gibt es 24 neue Fachübungsleiter/innen im Bereich Leistungs- und Breitensport - Rudern, heute ist die offizielle Bezeichnung Trainer C.
Viele Vorbedingungen mussten erfüllt werden, ehe man sich überhaupt zu dem eigentlichen Lehrgang anmelden durfte. Fahrtenleiter- und Ruderwartelehrgang, Rettungsschwimmer mit Bronzeabzeichen, Wanderfahrt Teilnehmer, besser noch selber geleitet, der große erste Hilfeschein und im Skiff rudern können, das war selbstverständlich. Ach ja, zu einschlägigen Literaturkenntnissen verpflichtete man sich auch noch.
Eine Sache nach der anderen hakt man in den elf Monaten so ab, sammelt die Teilnahmebescheinigungen und wartet auf den November/Dezember mit den vier langen Wochenenden, den ruderspezifischen Lehrgängen. Einquartierung im Regattahaus in Essen-Hügel hieß es dann. Tja, da kam ein Referent nach dem anderen mit seinen Fachkenntnissen und wir wurden vollgestopft mit Wissen über Wettkampfregeln, Leistungssteigerungen, Bootskunde, Trimmen der Boote, Strukturen der Altersgruppen, Ernährung, Trainingsarten und Vielfalt, Umgang mit Presse, wie bringe ich mein Wissen an Kind/Mann/Frau und vieles mehr. Wir haben auch etwas über Regenerieren der Athleten gehört und wie wichtig das ist. Wie die Trainer sich regenerieren, das war unserer Phantasie überlassen. So strömten dann an den Abenden die Kleingruppen aus und fanden ihre Möglichkeiten der Erholung, der eine sportlich, der andere flüssig.
Nicht zu vergessen, die vielen Stunden in der Halle. So ziemlich alles, was man mit Athleten machen könnte, wurde uns auch abverlangt. So liefen wir durch die Halle, „Bitte nicht immer im Kreis laufen.“ Wärmten uns auf und das sehr variantenreich, lernten neue Spiele kennen, Hanteltraining, Krafttraining mit Kleingeräten, das kann ganz schön fies sein und dann die Entspannung, ...da hat doch einer geschnarcht.
Nun, als Resümee muß ich klar sagen: Es war eine wunderbare Zeit, wie immer bei solchen Anforderungen, hätte man sich den Stoff so geballt nicht alleine „reingezogen“, „Aha“ Effekte gab es bei den Breitensportlern wie auch bei den Leistungsruderern, es ging sehr kameradschaftlich zu und Ralf Müller, unser Lehrgangsleiter hat hervorragende Referenten zusammengerufen, die sich zum Teil um die JWM- oder Olympiateilnehmer gekümmert haben und nun vor uns standen. Da müsste man jetzt eigentlich gespannt sein, wer dann beim Trainer B - Lehrgang als Referent gerufen wird.
Unser aller Dank gilt nun:
- Arno Boes und seiner umfangreichen Pressearbeit
- Bärbel und Jochen Ehrig, die uns heil durch die verschiedenen Muskelgruppen geführt haben
- Frank Günder, das bisschen Physik (die turbulente Strömung geht in die laminare über, wenn sich die Skulls in der Orthogonalen befinden) haben wir auch noch hingekriegt.
- Thomas Jung, der uns über die Strukturen der U19 aufgeklärt hat,
- Kai Schröder und die heiklen Wettkampfregeln,
- Stephan Simons, der sich von den Breitensportlern mal einen Trainingsplan für Marathon erstellen ließ,
- Christian Vieth mit dem gesunden, ästethischen Rudern, aber mit Effizienz bitte!
- Ralf Wenzel und seine Parameter,
- Jochen Wittor und das Ruderbecken, welch Fehlerquellen sich da auftun können...
- Ursula Girreßer, ihre Esspyramide und die leckeren Rezepte und schließlich
- Ralf Müller, der alles organisiert hat und mit mahnenden Worten, „das ist hier kein Spaziergang“ zum Ernst der Sache führte