Ausschuss Regattawesen in Münster
Zur traditionellen ersten Tagung im Jahr kam der Ausschuss Regattawesen (AR) vom 23. - 25.01. in Münster zusammen.
Die Sitzung wurde auf den Januar vorverlegt, da die FISA die Nominierungen der Wetkampfrichter für World-Cup-Regatten und Meisterschaften mittlerweile Ende des Monats erwartet. Somit stand diese Aufgabe ebenso auf der Agenda wir für die Auswahl der WKR für die nationalen Meisterschaften des DRV. Insgesamt ist deren Zahl nationaler WKR mit 214, wenngleich altersbedingt acht Ruderkameraden zum Jahresende ausscheiden werden. Zudem gibt es in einigen Regionen aufgrund der Altersstruktur Handlungsbedarf, dem durch intensive Bemühungen in der Nachwuchsarbeit entsprochen wird. Gut aufgestellt ist der DRV im internationalen Bereich. Mittlerweile erkennt auch die FISA den hohen Bedarf aufgrund der Vielzahl internationaler Regatten an. Dem soll mit vier Kandidaten in den nächsten Jahren entsprochen werden, zumal altersbedingte Abgänge zu kompensieren sind.
Intensiv beschäftigte sich der Ausschuss mit den RWR. Hier gibt es technische Unklarheiten, die in Zusammenarbeit mit der Regelkommission geglättet werden müssen. Willi Rüdel wird im AR das Regelwerk betreuen und daher die Gespräche führen. Grundsätzlich kam der AR überein, dass die Internet-Ausgabe der RWR im Zweifel verbindlich ist, da nur diese Ausgabe freigegeben ist.
Die neue MASTERS-Beauftragte Heike Stich berichtete zur Entwicklung in der Altersklasse. Die zentralen Wettbewerbe stoßen weiterhin auf gute Beteiligung. Um auch auf anderen Regatten Wettkämpfe zu ermöglichen, wird an den Zeitrelationen festgehalten. Die entsprechende Veröffentlichung wurde überarbeitet. Positiv wird die Einführung der 1000m-Distanz im Ergometerrudern bewertet. Hier lassen sich in den Wertungsläufen zur Meisterschaft steigende Teilnehmerzahlen erkennen. Überlegungen zur Einführung einer Langstrecken-Meisterschaft werden zunächst nicht verfolgt. Das Regattaangebot in diesem Segment ist insgesamt ausreichend und die Einführung neuer Meisterschaften nicht opportun.
Die Zukunft des Deutschen Meisterschaftsruderns wird auf dem Rudertag ausführlich diskutiert. Der AR favorisiert eine Kombination von Kleinbootmeisterschaft und Internationaler Meisterschaft. Wobei letztere für Mittel- und Kleinboote vorgesehen wäre. Das DMR-KB hat sich insgesamt bewährt und sollte daher fortgesetzt werden. Bei Int. Meisterschaften werden größere Meldefelder als bisher und sportlich interessante Rennen erwartet.
Mit der Ruderbundesliga wird ein neues Element in den Wettkampfkalender eingeführt, mit dem das Achterrudern in Deutschland gefördert werden wird. Im Ausschuss wurde diese Wettkampfform ausführlich diskutiert und grundsätzlich gegrüßt. Die Kooperation zwischen DRV und einer Firma ist geeignet, um Sponsoren zu gewinnen. In dieser Form werden die Grundsätze unseres Sports und moderne Entwicklungen gleichberechtigt zusammengeführt, schätzt der AR diese Wettkampfform ein.
Eingebettet in die Sitzung im Bootshaus des RV Münster war eine WKR-Tagung zur Lizenzverlängerung, die mit etwa 20 Personen aus der Region Nord-West gut war. Themen waren Regeländerungen, die Anträge auf dem Rudertag in Oldenburg, Regelauslegung und die Ruderbundesliga.
Die nächste Tagung ist für den 21. März in Leipzig vorgesehen. Der Ort wird durch den Regionalbeauftragten noch mitgeteilt. Veranstalter und Wettkampfrichter treffen sich zum Jahresende in Würzburg (14. November). Eine WKR-Tagung ist im Januar 2010 in Berlin oder Potsdam geplant.
