LRV Berlin: Bootsreparaturlehrgang lässt keine Fragen offen

01.02.2009 - 11:11 Uhr

So manch einer der Teilnehmer des Bootsreparaturlehrganges war von weit her gekommen, beispielsweise Emden oder Bremen. Kein Wunder, denn Dozentin Heike Hoffmann wusste auf alle Fragen eine Antwort. Die 17 Teilnehmer beschäftigten sich am zweiten Januarwochenende mit allen Facetten rund um Bootsschäden im Ruderverein. Ob Rumpf oder Ausleger, Carbon, Holz oder Kunststoff, Lack und Politur - es gab keine Chance, die Bootsbauerin, Ingenieurin und BBG-Geschäftsführerin in Verlegenheit zu bringen.

„Gibt es im Baumarkt zu kaufen“, war einer ihrer häufigen Hinweise, wenn sie Methoden und Materialien vorstellt, die zur Behebung gängiger Schäden nötig sind. Wer wollte, konnte nicht nur erfahren, wie beispielsweise die eingedrückte Wabe beim Kunststoffzweier zu reparieren ist. Mit Epoxydharz, einem Millimeterbohrer, zwei Löchern neben der Delle und einer Spritze aus der Apotheke. Auch Grundlegendes kam nicht zu kurz. Wer weiß denn, aus welchem Holz der Gig-Zweier in der Halle gefertigt ist? Die Teilnehmer von „Bootsreparaturen für Einsteiger“! Auch Anlage, Dollenhöhe und andere Details fachmännischer Riggerung sollten für die Absolventen kein Hexenwerk mehr sein.

Wie ein Ruderboot entsteht, das gab es zum Abschluss am Sonntag zu sehen. Der Kurs fuhr für die knapp letzten zwei Stunden vom Ruderzentrum am Hohenzollernkanal zur BBG-Bootswerft in Friedrichshagen. Eine Tour d’Horizon, die doch ziemlich tief ging. Denn nicht nur die neuen Boote inspirierten die Teilnehmer zu Fragen, sondern auch die Rümpfe und Ausleger, die zur Reparatur in den Werkstätten lagen. Auch hier gab es praktische Tipps zum Geld sparen, beispielsweise „Das können sie als Vorarbeit selber machen – hier erledigen wir es jetzt.“ Die Tatsache, dass nur wenige Antworten „Dann sollte das Boot doch lieber auf die Werft“ lauteten, untermauert den Nutzwertcharakter dieses Lehrganges. Vielen Dank an Heike Hoffmann und den LRV-Bildungsreferenten Volker Müller.

Ulf Baier (RaW)