Stephansen bricht die magische Grenze der Leichtgewichte von sechs Minuten

  • Gold holte Stephansen (2. v. r.) im letzten Jahr auf der U23-WM in Brandenburg im Leichtgewichts-Doppelvierer

    Gold holte Stephansen (2. v. r.) im letzten Jahr auf der U23-WM in Brandenburg im Leichtgewichts-Doppelvierer

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Henrik Stephansen aus Dänemark hat in der letzten Woche die Ruderszene mit seinen physischen Möglichkeiten zweimal vor ein Rätsel gestellt. Es reichte ihm anscheinend nicht, dass er den Weltrekord in Rom bei den Europameisterschaften vor knapp einer Woche auf sehr starke 6:01,8 min verbessert hatte. Der 20-jährige Ergospezialist  scheint physisch in eine neue Dimension der Leichtgewichte vorzudringen. Denn schon eine Woche später bei den Dänischen Ergomeisterschaften machte Stephansen dann die absolute Überraschung perfekt.

Er fuhr nicht nur mit gewohnt hoher Schlagzahl mit 1:28,8 min auf dem ersten Streckenviertel an, sondern blieb auch auf den zweiten und dritten 500m knapp über der 1:30 min-Schwelle. Im Endspurt mobilisierte er vor einer großen Zuschauermenge in der Halle und knapp 4.500 Zuschauern im Internet noch einmal alle Kräfte, erhöhte die Schlagzahl auf 49 und pulverisierte seinen eigenen Weltrekord um mehr als 3 Sekunden - auf unglaubliche 5:58, 5 min. Damit ist Stephansen der erste Leichtgewichtsruderer, der jemals unter der magischen Marke 6 Minuten bleiben konnte. 

Henrik Stephansen: "In Rom ist es mir wesentlich schwerer gefallen, denn da schmerzten meine Beine. Diese Mal ging es besser und bei Streckenhälfte wusste ich, dass ich den Rekord schlagen würde. Auf den letzten 200m beschleunigte ich nochmal und durch die Atmosphäre gelang mir unter 6 Minuten zu kommen. Besonders freut mich, dass dies bei mir in Dänemark gelungen ist."