Vision "2013" in Kapstadt
Mit wertvollen Informationen reisten vom Team „Vision 2013“ OK-Chef Hartmut Duif und der Leiter der Regattabahn „Beetzsee“ Uwe Philipp zum außerordentlichen FISA Kongress nach Kapstadt: die Baumaßnahmen und die mögliche Durchführung einer Ruder-Weltmeisterschaft in Brandenburg an der Havel sind finanziell abgesichert!
Vor Beginn der Veranstaltung hatte das Team große Mühe, das Informationsmaterial bereitzustellen. Dieses war zwar zeitgerecht versandt worden, aber das Hotel hatte die Lieferung nicht angenommen. Die Postlagerung wäre am zweiten Kongresstag ausgelaufen und die Rücksendung der Pakete nach Deutschland stand bevor. Mit großer Geduld galt es, die bürokratischen Anforderungen für die Freigabe der Sendung zu erfüllen, ohne jedoch das Verfahren selbst beschleunigen zu können. Lokale Ruderkameraden kommentierten das Geschehen lakonisch „Ihr seit in Afrika!“.
Letztlich gelang es aber, die zahlreichen Materialien zu präsentieren und für die WM 2013 zu werben.
Im Rahmen der Weltmeisterschaft wird der ordentliche FISA-Kongress im Sommer in Poznan (Polen) über die Vergabe entscheiden.
Zum aktuellen Sachstand gab OK-Chef Hartmut Duif Auskunft:
Hat sich die weite Anreise gelohnt?
In der Ruderfamilie ist die direkte Ansprache besonders wichtig. Uwe Phillip und ich haben wichtige Entscheidungsträger in der FISA und zahlreicher Nationalverbände über die positive Entwicklung in Brandenburg an der Havel direkt informieren können. Damit war der Aufwand gerechtfertigt.
Wie schätzt Ihr die Konkurrenz ein?
Die Konkurrenz ist groß, wir haben mit Linz, Amsterdam und Chungju (Korea) drei Mitbewerber. Das Beispiel Chungju, das mit 20 Personen, einer großen Präsentation sowie einem eigen Bus vor Ort war, zeigt, wie ernst es die Mitbewerber sehen.
Kann man gegen diesen Aufwand bestehen?
Weniger ist manchmal mehr. Mit unseren persönlichen Gesprächen haben wir die Leute erreicht. Sie kennen uns nach den Highlights 2005 und 2008 als verlässliche Partner. Wir wurden herzlich aufgenommen und sind auf großes Interesse gestoßen.
Wie geht es weiter?
Es ist wie vor einem Rennen, auf das man sich vorbereiten muss. Wir werden mit der Unterstützung vieler Menschen in unterschiedlichen Bereichen die Vorbereitung intensivieren. Dank der großartigen Unterstützung von Bund, Land und Stadt sind wir gemeinsam mit dem DRV auf einem guten Weg und sehen der Entscheidung in Poznan mit Spannung entgegen. Aber: das Rennen ist noch nicht gelaufen!
Die Fragen stellte Dag Danzglock.
