10. internationalen Ruderergometermeisterschaft über 30 Minuten
Am Samstag , den 14.02.2009 , fand in Starnberg zum 17. mal die Starnberger und zum 10. mal die internationalen Deutschen Meisterschaften im 30‘ Ergorudern statt. Bereits um 09.00 wurde in der Schloßberghalle der erste Startschuss gegeben und von da an ließ die kochende Spannung , welche bis zum Ende andauerte , nicht nach . Insgesamt 21 Ruderer saßen pro Rennen auf den Ergos und kämpften bis zum Schluss um jeden Meter , wobei die Luft im Raum immer dichter wurde , angefüllt mit dem Ehrgeiz jedes einzelnen. Weit über 300 begeisterte Teilnehmer nahmen an dieser Veranstaltung teil, fasziniert von dem Gedanken , Deutscher Meister werden zu können, aber nicht bloß Ruderer , sondern auch Privatpersonen und Fitnessstudios. Dies zeigt gut , dass das Ergorudern deutlich in den gesundheitlichen Blick der Fitnessstudios gerückt ist, da Ergorudern im speziellen und Rudern allgemein sowohl alle vorhandenen Muskelgruppen als auch das gesamte Gelenksystem beansprucht und das Herz-Kreislaufsystem stärkt. Auch die Breite der Teilnehmer (Jugendliche ab 11 Jahren und sogar Senioren/Masters bis 79 Jahre in großen Mengen) zeigt, dass Ergorudern sich einem zunehmenden Zulauf erfreut . Aus einem Wintertraining für Ruderer ist heute ein eigener Sport geworden mit vielen Fans und Anhängern. Entstanden ist diese Regatta aus dem Winterausdauertest , dem Trainingshöhepunkt des Wintertrainings der Ruderer. Seit nun 17 Jahren erhält diese Langstreckenregatta eine immer größere Beliebtheit , die von jeder Altersstufe mitgetragen wird. Da alle über die gleiche Zeit fahren , kann niemand vorher aufhören , indem er schneller rudert als die Anderen , egal wie sehr sich jemand auch vergebens abmüht. Da außerdem die Ergos immer nebeneinander stehen , wird das Ehrgeizgefühl nochmal angeregt , weil man ja genau sieht , wie schnell bzw. weit der Gegner neben einem ist und kann sein Tempo dann dementsprechend anpassen. Die Möglichkeit der persönlichen Überforderung (in gesundheitlicher Hinsicht) wird durch die Dauer von 30‘ Min um einiges minimiert. Außerdem hat es den Vorteil in Hinsicht auf manch andere Sportarten , dass die Bewegung des Ergorudern eine große Übereinstimmung mit der richtigen Ruderbewegung hat
Auch dieses Jahr erfreuten sich die Veranstalter desFörderverins für den MRSV „Bayern“ eines großen Besucheransturms , der den ganzen Tag über nicht nachließ und sich von den ganzen verschiedenen Athleten beeindruckt zeigte. Sie zeigten sich auch nicht verwundert darüber, dass sich so viele Teilnehmer angemeldet haben. Ergorudern ist immer mehr in den Mittelpunkt des Kraft-Ausdauer Trainings gerückt. Außerdem ist es etwas , was jeder machen kann , vom Alter komplett unabhängig.
Eine große Überraschung waren dieses Jahr die Jugendlichen . Sie sind als Erste gefahren , einige zum ersten Mal, die sich noch ein bisschen unwohl in ihrer Haut fühlten , andere schon fast als routinierte Athleten, die wussten , was für eine Höllentour gleich kommen würde . Hinter ihnen standen ihre Eltern , die sie mit lauter Stimme angefeuerten und vor ihnen dutzende von Zuschauern. Besonders erwähnenswert sind hierbei die drei Jugendlich vom MRSV „ Bayern“ , Jonas Dierkopf , Adam Eick und Lennert Lassen , die es schafften bis auf 20 Meter die gleiche Strecke zu rudern . Später war es dann genau umgekehrt : Die Eltern saßen jetzt auf den Ergos und wurden von ihren Kindern angefeuert, sich gerade bewusst werdend , auf was sie sich da eingelassen haben.
Eine klasse Arbeit haben auch die beiden „Live“-Kommentatoren , Max Mendius und Frank Kürzel , gemacht , die abwechselnd die Rennen kommentierten und die Stimmung im Saal am Kochen hielten.
Ein packendes Rennen lieferten sich in diesem Jahr die Altersklasse Männer 19-29 Jahre. Max Huber vom MRSV „Bayern“ und Ludwig Eberl vom Tutzinger Ruderverein; Max Huber führte bis 5 min vor Schluss , ließ sich dann aber die Führung von Ludwig Eberl nehmen. In einem packenden Endspurt, 20 Sekunden vor Schluss holte sich Max Huber die Führung zurück , obwohl ihn viele Leute schon abgeschrieben hatten , sammelte er sich in einem letzten Kraftschöpfen , unterstützt von seinen Fans die ihn unentwegt anfeuerten, seine letzten Reserven und mit der Hoffnung im Rücken gewann so am Ende gegen den sonst so starken Endspurtler Ludwig Eberl mit 8424 Meter vor 8408 Meter und feierte seinen Sieg vor versammeltem Publikum.
Auch Thomas Thallmair , ebenfalls vom MRSV „Bayern“ , siegte in seiner Altersklasse Masters Männer 60 – 69 Jahre mit 8160 Metern souverän vor Ullrich Wallenda vom RC Kaufering am Lech.
Doch den absoluten Tagessieg holte sich Dirk Faralisch vom Heidelberger Ruderclub mit unglaublichen 8666 Metern , der in einem mitreißenden Rennen der Altersklasse Masters Männer 40 – 49 Jahre bis zum Ende ein perfektes Rennen gefahren ist , in einem knappen Endspurt mit Olaf Klein vom Landshuter Ruderverein. Diese beiden haben am Ende ihre ganze Kraft und ihr Können gegeneinander aufgewogen, immer wieder ein packendes Hin und Her , doch am Ende setze sich Dirk Faralisch vor Olaf Klein , dem lediglich 25 Meter fehlten.





