Cambridge vs Oxford in Frankfurt

Finanzdienstleister Xchanging und FRG Germania organisieren Live-Übertragung für Wirtschaftsvertreter

von Oliver Palme
30.03.2009 - 13:36 Uhr
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„Dark blue or light blue“ hieß es am Sonntag für rund 150 Vertreter aus Wirtschaft, Presse und Sport im Frankfurter English Theatre - das Publikum sollte Farbe bekennen bei der Live-Übertragung des traditionsreichen Achter-Wettkampfs der Universitäten Oxford in dunkelblauen Trikots und Cambridge in hell-türkisfarbener Rennkleidung. Die entsprechenden Schals, Schirmmützen und Fähnchen lagen bereit.

„Wir versuchen hier einen Brückenschlag zwischen Sport, Wirtschaft und Kultur, zwischen den Finanzmetropolen London und Frankfurt“, erläuterte Andreas Povel, Frankfurter Geschäftsführer des Finanzdienstleisters Xchanging, dem Hauptsponsor des Boat Race über 6,7 Kilometer auf der Themse. Dank der Unterstützung der Frankfurter Rudergesellschaft Germania 1869 e.V. und ihres Ausnahmeathleten Marcel Hacker konnten die Gäste nicht nur die 155ste Auflage des populären Achterduells auf einer Großleinwand mitverfolgen, sondern gleich selbst auf den Rollsitz steigen und ihr Können auf zwei Ruderergometern beweisen. Nicht wenige machten davon Gebrauch und entwickelten enormen Ehrgeiz über die 200 Meter Sprintstrecke. Von der FRG Germania traten die früheren Olympiasieger Bernhard Britting und Lutz Ulbricht, der Vorsitzende Walther von Wietzlow gegen seinen Vorstandskollegen Hans Reinke sowie die Vorstandsmitglieder Oliver Palme und Oliver Reppel gegeneinander an. Das spannendste Duell bestritten jedoch Marcel Hacker, Vize-Einer-Weltmeister von 2006 und Olympia-Siebter von Peking, und Sebastian Schulte, 2006 Weltmeister im Achter und dreimaliges Mitglied der Cambridge-Crew, das der Skull-Spezialist Hacker knapp gewann.

Oxford siegt zum 75sten Mal

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand allerdings das Rennen Oxford gegen Cambridge, das von Sebastian Schulte kenntnisreich und lebendig kommentiert wurde. Ein wenig geknickt war er schon, als sein light-blue Team aus Cambridge nach starkem Start und etwa zwei Dritteln der Strecke die Gegner aus Oxford ziehen lassen musste. Oxford verbuchte den 75sten Sieg in der Geschichte des Rennens, Cambridge führt die Statistik aber immer noch mit 79 Siegen an.

„Power, Präzision und Performance sind für einen Sieg beim Boat Race nötig – genau die gleichen Eigenschaften wie die Erfolgsfaktoren für Xchanging. Wir freuen uns, das Ruderduell zu sponsern und mit dem Boat Race in Verbindung gebracht zu werden“, erklärte David Andrews, Gründer und Geschäftsführer von Xchanging, in London. Das auf die Abwicklung von Geschäftsprozessen der Finanzbranche spezialisierte Unternehmen ist seit 2005 Sponsor des traditionsreichen Ruderevents und wird das Sponsoring bis 2012 fortführen.

Stadtrat Ulrich Caspar (CDU) äußerte die Hoffnung, dass sich ein ähnliches Achterrennen auch vor der Hochhauskulisse in Frankfurt etablieren lasse und regte die Zusammenarbeit von Xchanging und der FRG Germania an.

Kulturell abgerundet wurde das Programm durch den anschließenden Besuch des aktuellen English-Theatre-Stücks „Hysteria“, einem Schauspiel von Terry Johnson über ein fiktives Treffen von Sigmund Freud und Salvador Dalí.