Kuratorium „Sport und Natur“ zieht Bilanz
Am 4.5. fand in Berlin die jährliche Mitgliederversammlung der Vereinigung der Natursportverbände statt.
Der Deutsche Ruderverband ist neben den Seglern, Kanuten, Radfahrern, Reitern, Bergsteigern seit der Gründung des Kuratoriums Mitglied dieses Zusammenschlusses.
Ziel des Kuratoriums ist es die Konflikte bei der Benutzung des Sportplatzes Natur mit den Interessen des Naturschutzes zu vermeiden bzw. zu entschärfen. Dabei spielt die Begleitung der Naturschutzgesetzgebung des Bundes und in den Länder eine besondere Rolle. An dieser Stelle stellten sich immer wieder Bundestagsabgeordnete zu Verfügung, ihr Wissen und ihre Kontakte für die Sache einzubringen. So in der Vergangenheit der Gründer des Kuratoriums Heiner Geißler, der jetzige Vorsitzende Winfried Herrmann (Sport- und verkehrspolitischer Sprecher des Bündnis 90/Die Grünen) gemeinsam mit seinen Kollegen Norbert Bartle (Haushaltspolitiker der CDU) bzw. Peter Danckert, dem Vorsitzenden des Sportausschusses des Bundestages von der SPD.
So zog der Vorstand am 4.5. Bilanz, was im abgelaufenen Jahr zur Verbesserung des Umweltgesetzbuches getan wurde. Auch wenn das UGB-Vorhaben eingestellt wurde, so geht die Arbeit zur Zeit bei der Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes und der Wasserhaushaltgesetzes weiter. Erfolge seitens der Vertreter des Sports sind bei der Verankerung der Erholung in den Gesetzen, bei der Betonung des Vertragsnaturschutzes und bei der Formulierung des Betretensrechtes der freien Landschaft zu verzeichnen.
Wichtig für alle Natursportverbände ist, dass diese Gesetzesnovellierungen noch bis September 2009 im Bundestag verabschiedet werden, weil sonst ab 1.1.2010 die 16 Bundesländer Naturschutzgesetze für ihre Bereiche erlassen können, die keine Einheitlichkeit für Deutschland mehr enthalten müssen.
Nahezu sensationell war das Zustandekommen einer gemeinsamen Stellungnahme des Deutschen Naturschutzrings, des Kuratoriums Sport und Natur sowie des DOSB zum UGB im Dezember 2008.
Das Kuratorium ist 2009 wieder in der Lage die Geschäftsstelle in München halbtags zu besetzen und damit seine Arbeit geordnet fortzusetzen. Geplant ist 2009 auch ein gemeinsamer Workshop mit dem DOSB zur Fragen der Zukunft des Sports in der Natur.
