Wanderrudertreffen der Bayern in Regensburg - Auf drei Flüssen in drei Tagen

Regensburg, die Ehemalige Königliche Villa (Fotos: Karl Ulsamer, Ochsenfurter Ruderverein)

Die legendäre Steinerne Brücke

Aufriggern am Samstag früh in Kallmünz (Naab)

Stau vor der ersten Umtragstelle

Umtragen in Heitzenhofen

Das Einsetzen im Unterwasser der Naab war abenteuerlich

Ablegen bei reißender Strömung - für jedes der 14 Boote ein Erlebnis

Bayerische Volksfrömmigkeit am Ufer der Donau
Ein vom Regensburger Ruderklub von 1890 ausgerichtetes Wanderrudertreffen ist aus verschiedenen Gründen immer etwas Besonderes.
61 Ruderinnen und Ruderer im Alter von 13 bis 79 Jahren wurden rundum von den Regensburgern bestens betreut. Die aus 17 Vereinen stammenden Mitglieder ruderten mit meist Regensburger Obleuten in 15 Booten auf der Donau, dem Regen und der Naab bei herrlichem Wetter.
Am Freitagnachmittag war eine Stadtrundfahrt angesagt. Alles klappte reibungslos. Nachdem die Bootsschleuse passiert war, kam der erste Höhepunkt, die „Steinerne Brücke“ und der dahinter sich drehende Strudel. Wir ruderten danach in die beiden Regenarme und dort noch mal von unten durch die legendäre Brücke. Im Jahre 1135 führte die Donau so wenig Wasser, dass man sie zu Fuß überqueren konnte. In diesem Jahr wurden die Fundamente für die Brücke gegründet. Das nennt man heute nachhaltiges Handeln.
Um 16 Uhr pünktlich wurden alle Boote in der Schifffahrtsschleuse geschleust. Am Abend trafen wir uns im Spitalgarten.
30 Gäste übernachteten problemlos in beiden Bootshäusern. Am Samstagmorgen brachte uns ein Bus nach Kallmünz, wo die Regensburger, Tutzinger und Schleißheimer Hänger zum Abladen und bereitstanden. Nach einer kleinen Führung durch den mittelalterlichen Ort, der sich überragt von der Burg mit seinen pastellfarbigen Häusern aufs Beste präsentierte, ging es ans Aufriggern.Unterhalb des Wehres wurde eingesetzt und die starke Strömung war für viele Neulinge ein besonderes Erlebnis. Schon an der ersten Umsetzstelle in Heitzenhofen war Können und Geschick der Obleute und Ruderer gefordert. Auch das Anlegen oberhalb des Wehres in Pielenhofen forderte die Geschicklichkeit der Mannschaften. Dort standen auch Walter Jurasek mit seinen helfenden, flinken zupackenden Könnern. Rudi Strohmeier und Gabi Hecht versorgten uns mit ihren Helferinnen mit warmen Leberkäs und im Wasser gekühlten Getränken.
Am späten Nachmittag legten Naumburger Ruderer an. Auf der sonnigen Terrasse war viel los, es gab auch, wie bei Ruderern üblich, unvermutetes Wiedersehen mit alten Bekannten.
Am Abend hatten das Partyteam wieder alle Hände voll zu tun um Steaks und Würstchen zu grillen und Bier und Wasser auszuschenken.
Dann übergab Sibylle Frinken, die neue Referentin Wanderrudern im BRV die Kilometerpreise an die Ersten der drei Gruppen Die Erlanger Wanderrudergesellschaft Franken zum 7. mal, den RC am Lech Kaufering zum 2. mal und dem Regensburger RK zum 8. mal.
Sonntagmorgen ging die Abschiedstour Donau aufwärts nach Matting und zum Mittagessen in Mariaort beim Gasthof Krieger.
Nachdem die Boote versorgt waren erwartete uns noch ein ganz exzellentes Kuchenbuffet.
Viele wären gern noch länger geblieben...
Unsere Gastgeber allerdings, die uns mit soviel Freude und Einsatz betreut haben, sind sicher am Abend müde aber froh und erleichtert gewesen.
Diese Veranstaltung war ein Erfolg für das Team um Hans Thumann, der als Vorsitzender immer eine Gelassenheit, Sicherheit und Freundlichkeit ausstrahlt, und Gabriele Hecht und Rudi Strohmeier. Dieses Team arbeitet vertraut und vertrauensvoll seit vielen Jahren zusammen. Aber auch die weiteren Helferinnen und Helfer haben alle unsere Anerkennung und Dankbarkeit verdient.