Vierer-Duell in München

  • Schon in Essen war der Zieleinlauf der beiden Vierer sehr knapp. Der Adamski-Vierer (oben) hatte knapp den Bugball vorn.

    Schon in Essen war der Zieleinlauf der beiden Vierer sehr knapp. Der Adamski-Vierer (oben) hatte knapp den Bugball vorn.

von Carsten Oberhagemann
17.06.2009 - 18:42 Uhr
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Aus Acht mach zweimal Vier: Der Deutschland-Achter, wie er in der vergangenen Woche in Dortmund vorgestellt wurde, wird bei dem von Freitag bis Sonntag stattfindenden Ruder-Weltcup in München-Oberschleißheim aufgeteilt. Die Ruderer, die erst beim folgenden Weltcup in Luzern im Flaggschiff antreten, müssen im Vierer ran. Und zwar in diesen Besetzungen: Sebastian Schmidt/Florian Mennigen/Toni Seifert/Gregor Hauffe und Filip Adamski/Urs Käufer/Richard Schmidt/Kristof Wilke.

„Klar, beim Heim-Weltcup wären wir natürlich gerne im Achter gefahren“, sagte Sebastian Schmidt. Doch Cheftrainer Hartmut Buschbacher will die internationale Leistungsfähigkeit der stärksten Riemenruderer mit Weitblick auf die Olympischen Spiele 2012 in London bei der ersten Weltcup-Teilnahme diesen Jahres im Vierer testen.

Briten sind die Messlatte
Hier sind die Briten traditionell stark. Die Sieger vom Auftakt-Weltcup in Banyoles (Spanien) drei Wochen zuvor, als die deutsche Ruderflotte weitestgehend in Ratzeburg den zweiten Kleinboottest bestritt, sind auch in München am Start und die Messlatte für die beiden Dortmunder Vierer. Bei 13 gemeldeten Booten ist für beide das Finale das primäre Ziel, wo es dann zum direkten Duell kommen soll. Schmidt: „Im Training ging es immer sehr eng zu, so wird es dann hoffentlich auch in München ziemlich knapp.“ Mal sehen, wer am Sonntag den Bugball vorn haben wird.

Eurosport überträgt live
Wer nicht an der Strecke ist, kann das Final-Rennen live bei Eurosport verfolgen. Der Sender überträgt am Sonntag live von den Finals zwischen 9.30 und 10.30 Uhr (das Vierer-Finale ist für 10.03 Uhr vorgesehen) sowie am Montag in einer Aufzeichnung von 13 bis 15 Uhr.

Anemüller auf Schlag im „Projekt-Achter“
Der Achter geht als „Projekt-Achter“ in München mit Perspektivruderern im Hinblick auf Olympia 2012 an den Start. Schlagmann ist Ruben Anemüller, hinter ihm sitzen Thomas Protze, Falk Müller, Philipp Naruhn, Hanno Wienhausen, Martin Rückbrodt, Florian Eichner und Maximilian Munski. Gesteuert wird das Großboot von Martin Sauer. Sie haben aufgrund von nur fünf Meldungen die Finalteilnahme (Sonntag, 12.18 Uhr) schon vor dem ersten Zug an den Riemen sicher. Die Briten, der diesjährige WM-Gastgeber Polen sowie zwei chinesische Achter sind hier die Gegner.

Im Zweier ohne Steuermann treten in München Felix Drahotta und Nils Menke an. Im Neun-Boote-Feld geht es für die Zweiten des zweiten Kleinboottests in Ratzeburg zunächst darum, sich für das Finale am Sonntag um 9.18 Uhr zu qualifizieren.